SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  ÜBERWINTERUNG KÜBELPFLANZEN 24.02.2018 11:57 (UTC)
   
 


Tips zum Überwintern von Kübelpflanzen

          

Mit den ersten Frösten ist die Freiluftsaison für exotische Kübelpflanzen vorbei. Jetzt gilt es, das geeignete Winterquartier zu finden und die Pflanzen mit der richtigen Pflege unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Ideal: ein helles, kühles Quartier
Viele exotische Kübelpflanzen sind immergrüne Arten, das heißt, sie tragen ihre Blätter auch im Winter. Dazu zählen zum Beispiel Oleander, Lorbeer, Dattelpalme und Zitrusarten. Diese Arten sollten auch während der Winterruhe nicht zu dunkel stehen.
Hinter einer Glasscheibe ist das Licht jedoch weniger intensiv als unter freiem Himmel – man muss die Ruhephase daher durch niedrige Temperaturen unterstützen, damit die Pflanzen ihren Stoffwechsel herunterfahren. Ideal für die meisten Arten sind Temperaturen von 5–10 °C, wie sie zum Beispiel ein kühler Wintergarten
bietet. Sind die Temperaturen zu hoch, führt das zu einem Ungleichgewicht, da die Pflanzen den Stoffwechsel ankurbeln, während er durch den Lichtmangel gebremst wird. Die Folge ist eine so genannte Vergeilung: Die Pflanzen treiben aus und bilden lange dünne Triebe mit kleinen Blättern.

Auch helle, unbeheizte Kellerräume, Garagen oder Treppenhäuser eignen sich als Winterquartiere – wenn gewährleistet ist, dass das Thermometer nicht unter die Null-Grad-Grenze sinkt. Zu den Arten, die mit kühlen 0–5 °C zurechtkommen, gehören Myrte, Gewürzrinde (Cassia), Sternjasmin, Wollmispel und Zylinderputzer.
Je kühler die Überwinterungstemperatur ist, desto dunkler kann auch der Raum sein. Bei einer konstanten Überwinterungstemperatur von knapp über 0 °C kommen die genannten Arten auch ohne Licht aus.

Laub abwerfende Kübelpflanzen wie Engelstrompete
und Fuchsie kann man ebenfalls in stockdunklen Räumen überwintern, wenn die Temperaturen so niedrig sind, dass die Pflanzen nicht vorzeitig austreiben können. Man schneidet sie am besten schon vor dem Einräumen zurück, damit sie nicht alle Blätter im Winterquartier abwerfen.

 

Licht, Rückschnitt, Wasser Schädlinge

Die Schmucklilie (Agapanthus) bevorzugt ein möglichst lichtdurchflutetes Winterquartier. Je heller sie überwintert wird, desto mehr Blätter bleiben erhalten und desto früher beginnt im folgenden Jahr die Blütezeit

Bevor die Pflanzen ins Winterquartier kommen, sollte man dort alle Scheiben gründlich putzen. Regen und Staub haben während des Sommers eine dünne Schmutzschicht auf dem Glas gebildet, die einen Teil des wertvollen Lichts abfängt. Aus demselben Grund sollte man Kondenswasser an der Scheibe regelmäßig abstreifen und keine Vorhänge oder Stores vor die Fenster ziehen.

Übrigens:
Braune Blattränder und -spitzen sowie Schädlingsepidemien sind meist ein Hinweis auf zu geringe Luftfeuchtigkeit. Nutzen Sie deshalb milde Tage, um das Winterquartier ausgiebig zu lüften. Zimmerspringbrunnen oder wassergefüllte Schalen tragen ebenfalls zu einer Erhöhung der Luftfeuchte bei.

Rückschnitt mit Augenmaß
Zu groß gewordene Kübelpflanzen muss man vor dem Einräumen zurückschneiden. Besser ist es jedoch, damit bis zum Vorfrühling zu warten. Im Februar befinden sich die Pflanzen noch in der Ruhephase, werden allerdings durch die länger werdenden Tage bald aufgeweckt. Schnittwunden heilen dann besonders gut. Kürzen Sie die Pflanze ringsum ein und entfernen Sie einige der alten Triebe, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.

Nicht zu viel gießen
Einmal pro Woche Gießen reicht in der Regel aus. Prüfen Sie vorher mit einem Finger, ob die Erde schon trocken ist. Verwenden Sie möglichst abgestandenes Gießwasser, das sich vorher der Raumtemperatur anpassen konnte. Aufgepasst, wenn eine Pflanze in den kommenden Wochen einen Teil der Blätter abwirft: Die Ursache ist in der Regel kein Wassermangel, sondern das reduzierte Lichtangebot oder eine zu hohe Temperatur im Winterquartier.

Auf Schädlinge achten
Vorbeugend sollte man nur schädlingsfreie Pflanzen ins Winterquartier räumen. Exemplare, die gerade von Plagegeistern heimgesucht wurden, stellt man zunächst separat. Kontrollieren Sie bei jedem Pflegerundgang Ihre Schützlinge auf erste Anzeichen von Schädlingen und Krankheiten. Dabei vor allem die Blattunterseiten und Zweige genau untersuchen, da dies beliebte Verstecke für Schild- und Wollläuse sind.

An hartlaubigen Pflanzen bekämpft man die Schädlinge am besten mit rapsölhaltigen Insektiziden wie 'Schädlingsfrei Naturen'. Weichlaubige vertragen den Ölfilm nicht; für sie eignen sich 'Schädlingsfrei Neem' oder 'Spruzit Neu'. Pflanzenschutzstäbchen für den Topfballen zeigen im Winter keine gute Wirkung.

Woll- und Schildläusen ist auf Dauer nur mit konsequentem Absammeln und ölhaltigen Präparaten beizukommen. Pilzkrankheiten beugt man vor, indem man herabgefallene Blätter und abgestorbene Pflanzenteile regelmäßig entfernt.

 


 
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  GARTENTIPPS JANUAR-FEBRUAR 2018
Schlagworte Monat JANUAR - FEBRUAR:
Ziersträucher, Kirschlorbeer, Sommerflieder, Frostschäden, Rose, Sommerblumen, Zwiebelblumen, Blumenzwiebeln, Aussaat, Schnitt, Jasmin, Giersch

ZWIEBELBLUMEN: NACHZÜGLER PFLANZEN
Bei frostfreiem Boden können Sie jetzt noch Blumenzwiebeln pflanzen, die Sie im Herbst vergessen haben. Sie blühen in der Regel noch im Frühling auf, wenn auch meist etwas später. Wenn die Zwiebeln schon austreiben, werden sie nicht tief in die Erde gedrückt, sondern flach eingepflanzt. Befinden sie sich noch im Ruhestadium, brauchen sie eine kurze Kälteperiode, um ihre Keimhemmung zu überwinden. Legen Sie die Zwiebeln zur Not einfach vor dem Pflanzen für ein bis zwei Tage ins Eisfach Ihres Kühlschranks.

SCHNEE ABSCHÜTTELN
Wenn es im Februar stark schneit, sollte man blühende Sträucher wie Zaubernuss, Seidelbast oder Winter-Jasmin vom Schnee befreien, bevor die weiße Last zu schwer wird.

SOMMERBLÜHENDE STRÄUCHER SCHNEIDEN
Schneiden Sie sommerblühende Sträucher wie den Schmetterlingsflieder oder die Bartblume bei frostfreiem Wetter jetzt kräftig zurück, damit sie bis zum Sommer lange neue Triebe mit vielen Blüten bilden können. Je länger Sie mit dem Rückschnitt warten, desto weiter verschiebt sich die Blütezeit in den Spätsommer. Frostschäden beseitigen. Immergrüne Sträucher wie Kirschlorbeer und Stechpalme leiden in kalten Wintern oft unter Frostschäden. Einzelne Blätter oder ganze Triebe sterben dann ab und verfärben sich braun. Schneiden Sie jetzt alle abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurück, damit die Pflanzen die entstehenden Lücken wieder rechtzeitig schließen können.

WINTERSCHUTZ: BESSER SPÄT ALS ZU SPÄT
Auch wenn die erste Kältewelle vorbei ist: Wer bislang noch keinen Winterschutz für seine Kübelpflanzen im Freien angelegt hat, sollte dies bei Frostgefahr nachholen. Wenn Sie einen Jutesack oder ein Vlies um die Zweige wickeln, schützt das vor eisigem Wind, Nässe und Wintersonne. Eingehängte Fichtenzweige helfen ebenso. Die Wurzeln schützen Sie am besten mit einer Hülle aus Luftpolsterfolie oder speziellen Winterschutzmatten aus Kokosfasern.

IMMERGRÜNE PFLANZEN GIESSEN
Winterharte Immergrüne im Topf wie Buchsbaum, Bambus oder Rhododendron, aber auch im Kalthaus überwinternde Oleander und Oliven brauchen weiterhin stets feuchte Erde. Reicht der natürliche Niederschlag nicht aus, gießt man an frostfreien Tagen mit kaltem Regenwasser.

TOPFERDE AUSTAUSCHEN
Auch wenn Sie einige Ihrer Kübelpflanzen im Frühjahr nicht umpflanzen wollen, sollten Sie doch die Erde auffrischen. Dazu kratzen Sie vorsichtig die obere Schicht des Topfballens ab und füllen frische Kübelpflanzenerde auf.

VERBLÜHTE ZWIEBELBLUMEN AUSPFLANZEN
Im Gartenfachhandel werden im Winter oft vorgetriebene Krokusse und Narzissen in Töpfen angeboten. Wenn die Pflanzen im Februar verblüht sind, können Sie sie mitsamt ihres Topfballens im Garten auspflanzen. Lockern Sie dazu den Boden an einer schattigen Stelle unter Bäumen oder Sträuchern und bessern Sie ihn mit reichlich Humus oder gut verrottetem Kompost auf. Da die Pflanzen im Topf meist nicht ausreichend tief gesetzt wurden, sollten Sie den gesamten Wurzelballen entsprechend tiefer pflanzen.

APFELBÄUME: PFLANZSCHNITT NACHHOLEN
Im Herbst gepflanzte Apfelhochstämme brauchen erst jetzt einen Pflanzschnitt. Die Wartezeit ist sinnvoll, da die Bäume bei spätem Schnitt etwas langsamer wachsen und früher Früchte tragen. Schneiden Sie die drei bis vier kräftigsten Seitenäste alle auf eine Höhe zurück und lassen Sie den Mitteltrieb etwa eine gute Handbreit länger. Alle anderen, steil nach oben wachsenden Triebe sollten Sie entfernen. Mit dieser Schnitttechnik bildet sich eine sogenannte Pyramidenkrone.

STAUDEN UND ZIERGRÄSER ABSCHNEIDEN
Ende Februar können Sie die im Herbst stehengebliebenen alten Triebe und Blütenstände Ihrer Stauden und Ziergräser abschneiden, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Entsorgen Sie das Schnittgut nicht sofort auf dem Kompost, sondern lassen Sie es zunächst bis Ende März ungestört auf einem Haufen liegen, damit die in den Halmen überwinternden Nützlinge ihre Winterruhe möglichst ungestört zu Ende bringen können.

FROSTSCHÄDEN BESEITIGEN
Immergrüne Sträucher wie Kirschlorbeer und Stechpalme leiden in kalten Wintern oft unter Frostschäden. Einzelne Blätter oder ganze Triebe sterben dann ab und verfärben sich braun. Schneiden Sie jetzt alle abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurück, damit die Pflanzen die entstehenden Lücken wieder rechtzeitig schließen können.

GIERSCH FRÜHZEITIG BEKÄMPFEN
An schattigen, humus- und nährstoffreichen Stellen im Ziergarten macht sich oft der Giersch breit. Bekämpfen Sie das lästige Wurzelunkraut, sobald sich die ersten zarten Sprosse zeigen. Um ihn vollständig auszurotten, sollte man das Wurzelgeflecht flächendeckend mit einer Grabegabel roden und anschließend in der Sonne austrocknen lassen, bevor es auf den Kompost geht.
Einfacher, aber langwieriger: Legen Sie lückenlos eine feste Pappe auf der vom Giersch überwucherten Fläche aus und decken Sie diese mit Rindenmulch ab. Nach einem Jahr Wartezeit sind die Wurzeln komplett abgestorben.

HÜBSCHE FRÜHBLÜHER: ZWERG- ODER WINTER-IRIS
Bereits im Februar wagt die Netzblatt-Iris (Iris reticulata) ihren Blütenauftritt. Die kleinen Zwiebelblumen mit dem zarten Veilchenduft sind erstaunlich robust und pflegeleicht, solange der Boden durchlässig ist. Sie schätzen ein sonniges, geschütztes Plätzchen, zum Beispiel einen Sonnenhang im Steingarten. Leicht erhöht lassen sich die feinen Blütenzeichnungen auch besser betrachten. Nach der Blüte pflegen die Mini-Iris, jede Menge Tochterzwiebeln zu produzieren. Die Pflanzen selbst treiben dann häufig nur noch schwach oder gar nicht mehr aus. Etwas organischer Dünger nach der Blüte hilft, die anfängliche Zurückhaltung möglichst kurz zu halten.

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