SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  GARTEN-JAHRESZEITEN 24.02.2018 11:55 (UTC)
   
 

Garten der vier Jahreszeiten

Wer seine Pflanzen wohlüberlegt auswählt, kann die Reize jeder Jahreszeit voll und ganz genießen. Bunt blühendes Sommerkleid oder weißer Wintermantel? Unser Beispielgarten zeigt sich rund ums Jahr von seiner besten Seite. Gehen Sie auf Entdeckungstour!

 



FRÜHLING: RAUSCHENDES BLÜTENFEST
Im Frühling werden die Tage wieder länger, wärmer – und bunter. Denn langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Zwiebelblumen sind die Ersten, die sich von den wärmenden Sonnenstrahlen wachkitzeln lassen.

Edel wirkt eine Mischung aus rosafarbenen Tulpen
und weißen Narzissen. Die vitalen Frühjahrsboten sind pflegeleicht und robust, wenn ihnen der Standort zusagt. Regel Nummer eins heißt: keine Staunässe. Schwere Böden sollten Sie mit Sand oder Kies durchlässiger machen.

Auch viele Blütensträucher zeigen sich jetzt von ihrer schönsten Seite. Im vorliegenden Beispiel laden Braut-Spiere
(Spiraea x arguta) undPfeifenstrauch (Philadelphus) an der Terrasse zu einem strahlend weißen Blütenfest ein.

An einem windgeschützten Plätzchen (in der Zeichnung rechts vorn) trägt auch die Russische Zwerg-Mandel ‘Fire Hill’ (Prunus tenella) einen dichten rosa Blütenschleier zur Schau. Räumen Sie ihr viel Platz ein: Sie wird zwar nur 1,2 Meter hoch, dafür aber mit den Jahren durch Ausläufer oft doppelt so breit. Am zweiten Sitzplatz des Gartens schmücken sich Immergrüner Hirschzungen-Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) und Kirschlorbeer
(Prunus laurocerasus) mit weißen Tupfern.

Die Rhododendren im hinteren Bereich des Gartens sind dankbar für einige Stunden Sonnenlicht am Tag – Mittagshitze ausgenommen. Dafür sind sie im Frühjahr mit rosa und violetten Blüten übersät. Rhododendren gedeihen nur in sauren Böden. Arbeiten Sie daher vor der Pflanzung spezielle Moorbeeterde, alternativ verrottetes Laub oder Nadelerde ein. Seit einigen Jahren sind auch neue Züchtungen, sogenannte Inkarho-Rhododendren, auf dem Markt, die mit höheren pH-Werten besser zurecht kommen.



 

SOMMER: POTPOURRI AUS FARBE UND DUFT
Ab Juni präsentiert die rosafarbene Hochstammrose ihre charmanten Blüten auf Augenhöhe am Sitzplatz. Entscheiden Sie sich für öfterblühende Sorten, dann hält der Blütentraum bis weit in den Herbst hinein.

Im Staudenbeet nebenan strahlen farbenfrohe Sommerblüher um die Wette, ganz in Gelb und Orange getaucht. Eine auffällige Erscheinung ist der Bronze-Felberich ‘Firecracker’ (Lysimachia ciliata) mit seinen gelben Blüten über kupferbraunen Blättern. Unschlagbar ist auch das große Sortiment der Sonnenbräute
(hier: Helenium ‘Crimson Beauty’), die das ganze Spektrum warmer Gelb- und Rottöne abdecken.

Und was wäre die sonnige Jahreszeit ohne Sommerflieder
(Buddleja)! Selbst während trockener Hitzeperioden sorgt er unermüdlich für duftenden Blütennachwuchs. Er bildet das Rückgrat der Staudenrabatte und ist ein richtiger Schmetterlingsmagnet.

Im Beetstreifen an der linken Gartengrenze haben sich Tulpen und Narzissen längst wieder zurückgezogen. Jetzt ist die Bühne frei für Liggularien
mit goldgelben Blütenkerzen und filigrane Hostablüten über herzförmigem Laub. In Richtung Teich verzaubern die fedrigen Blütenrispen der Astilbe den halbschattigen Bereich. Die Schattenstaude liebt gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, deshalb ist eine Mulchdecke, zum Beispiel angetrockneter Rasenschnitt oder gehäckselte Gartenabfälle, sehr vorteilhaft. Positiver Nebeneffekt: Das Unkrautzupfen können Sie sich künftig sparen.

Von zeitweiliger Beschattung profitiert auch der kleine Teich, denn das Wasser kann sich nicht so stark erwärmen – Algen werden im Zaum gehalten. Gräser, blau blühende Schwertlilien
(Iris) und Steine binden den Teich harmonisch in die Umgebung ein.

Bizarrer Hingucker sind die Hauswurz-Rosetten (Sempervivum) in eingesenkten Töpfen. Sie vertragen viel Wärme und Trockenheit, da sie in ihren dicken, saftreichen Blättern Wasservorräte für Trockenzeiten speichern. Von Juni bis September machen auch die Seerosen (Nymphaea) mit wunderschönen Blüten von sich reden. Die Sonnenanbeter sind sehr wuchsfreudig – deshalb immer in Pflanzkörbe setzen! 



HERBST: EINZUG FEURIGER FARBEN
Das Sommerorchester hat sich inzwischen aus dem Garten verabschiedet, nun kommt der Auftritt herausragender Solisten. In der hinteren Gartenecke zieht der Fächer-Ahorn ‘Osakazuki’ (Acer palmatum) alle Blicke auf sich: Seine kräftig grünen Blätter haben sich karmesinrot verfärbt. Verteilen Sie an sonnigen, trockenen Plätzen Mulch um das wertvolle Gehölz, denn es liebt einen feucht-kühlen Wurzelbereich.

Direkt daneben trägt die Schmuck-Eberesche (Sorbus decora) leuchtend rote Beerenbüschel zur Schau. Die roten Früchte der Stechpalme
‘Blue Angel’ (Ilex x meservae) zeigen sich links von der Terrasse und haften sogar bis zum März am Strauch. In der Mitte des Gartens prägen Felsenbirne (Amelanchier ovalis) und Zaubernuss (Hamamelis mollis) die bunte Herbstszenerie. Ihre scharlachroten und goldgelben Blattfärbungen leiten farblich passend zum benachbarten Herbstbeet über.

Hier stehen Fetthenne
(Sedum), Sonnenhut (Rudbeckia), Astern und Goldruten (Solidago) in voller Blüte. Goldrute und Sonnenhut stecken Trockenheit mühelos weg und brauchen auch sonst wenig Zuwendung. Im Gegenteil: Schneidet man Verblühtes nicht ab, sind die Köpfchen des Sonnenhuts auch im Winter noch eine Zierde. Das gilt auch für die Fetthenne mit ihren breiten Blütentellern, vorausgesetzt, sie konnte genügend Sonne tanken. Wenn sie zu wenig Licht bekommt, zu nass oder auf zu nährstoffreichem Boden steht, fallen die Stängel leicht auseinander.

Höhepunkt im Herbst ist aber ohne Zweifel die Asternblüte. Die farbenfrohen Blüher sind äußerst flexibel einsetzbar: hohe Sorten wie Aster novi-belgii
als Rückgrat einer Rabatte, niedrige wie die Kissen-Aster (Aster dumosus) im Vordergrund.



WINTER: AUFTRITT DER IMMERGRÜNEN
Die Natur legt im Winter eine Verschnaufpause ein, doch das heißt nicht, dass der Garten eintönig und kahl werden muss. Immergrüne Sträucher wie Rhododendren, Kirschlorbeer und Hirschzungen-Schneeball sind die Formgeber der kalten Jahreszeit. Besonders stilvoll sind die geschnittenen Buxkuglen an der linken Gartengrenze und die Buchsspirale rechts der Terrasse. Denken Sie daran, dass Immergrüne auch im Winter über ihre Blätter und Nadeln Wasser verdunsten. An trockenen frostfreien Tagen müssen Sie daher gießen.

Die Zaubernuss hat zwar ihre Blätter abgeworfen, dennoch ist sie mit ihren bizarren gelben Blüten der Star im winterlichen Garten. Unter den Sträuchern im hinteren Teil des Gartens stoßen Schneeglöckchen und Vorfrühlings-Alpenveilchen durch den Schnee. Die Pflanzen verwildern leicht durch Selbstaussaat und bilden in kürzester Zeit einen hübschen Blütenteppich. Im Schutz der Japanischen Hülse öffnet auch die Christrose
ihre Blüten – oft schon zur Weihnachtszeit und dann bis in den März hinein. 

 

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

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  GARTENTIPPS JANUAR-FEBRUAR 2018
Schlagworte Monat JANUAR - FEBRUAR:
Ziersträucher, Kirschlorbeer, Sommerflieder, Frostschäden, Rose, Sommerblumen, Zwiebelblumen, Blumenzwiebeln, Aussaat, Schnitt, Jasmin, Giersch

ZWIEBELBLUMEN: NACHZÜGLER PFLANZEN
Bei frostfreiem Boden können Sie jetzt noch Blumenzwiebeln pflanzen, die Sie im Herbst vergessen haben. Sie blühen in der Regel noch im Frühling auf, wenn auch meist etwas später. Wenn die Zwiebeln schon austreiben, werden sie nicht tief in die Erde gedrückt, sondern flach eingepflanzt. Befinden sie sich noch im Ruhestadium, brauchen sie eine kurze Kälteperiode, um ihre Keimhemmung zu überwinden. Legen Sie die Zwiebeln zur Not einfach vor dem Pflanzen für ein bis zwei Tage ins Eisfach Ihres Kühlschranks.

SCHNEE ABSCHÜTTELN
Wenn es im Februar stark schneit, sollte man blühende Sträucher wie Zaubernuss, Seidelbast oder Winter-Jasmin vom Schnee befreien, bevor die weiße Last zu schwer wird.

SOMMERBLÜHENDE STRÄUCHER SCHNEIDEN
Schneiden Sie sommerblühende Sträucher wie den Schmetterlingsflieder oder die Bartblume bei frostfreiem Wetter jetzt kräftig zurück, damit sie bis zum Sommer lange neue Triebe mit vielen Blüten bilden können. Je länger Sie mit dem Rückschnitt warten, desto weiter verschiebt sich die Blütezeit in den Spätsommer. Frostschäden beseitigen. Immergrüne Sträucher wie Kirschlorbeer und Stechpalme leiden in kalten Wintern oft unter Frostschäden. Einzelne Blätter oder ganze Triebe sterben dann ab und verfärben sich braun. Schneiden Sie jetzt alle abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurück, damit die Pflanzen die entstehenden Lücken wieder rechtzeitig schließen können.

WINTERSCHUTZ: BESSER SPÄT ALS ZU SPÄT
Auch wenn die erste Kältewelle vorbei ist: Wer bislang noch keinen Winterschutz für seine Kübelpflanzen im Freien angelegt hat, sollte dies bei Frostgefahr nachholen. Wenn Sie einen Jutesack oder ein Vlies um die Zweige wickeln, schützt das vor eisigem Wind, Nässe und Wintersonne. Eingehängte Fichtenzweige helfen ebenso. Die Wurzeln schützen Sie am besten mit einer Hülle aus Luftpolsterfolie oder speziellen Winterschutzmatten aus Kokosfasern.

IMMERGRÜNE PFLANZEN GIESSEN
Winterharte Immergrüne im Topf wie Buchsbaum, Bambus oder Rhododendron, aber auch im Kalthaus überwinternde Oleander und Oliven brauchen weiterhin stets feuchte Erde. Reicht der natürliche Niederschlag nicht aus, gießt man an frostfreien Tagen mit kaltem Regenwasser.

TOPFERDE AUSTAUSCHEN
Auch wenn Sie einige Ihrer Kübelpflanzen im Frühjahr nicht umpflanzen wollen, sollten Sie doch die Erde auffrischen. Dazu kratzen Sie vorsichtig die obere Schicht des Topfballens ab und füllen frische Kübelpflanzenerde auf.

VERBLÜHTE ZWIEBELBLUMEN AUSPFLANZEN
Im Gartenfachhandel werden im Winter oft vorgetriebene Krokusse und Narzissen in Töpfen angeboten. Wenn die Pflanzen im Februar verblüht sind, können Sie sie mitsamt ihres Topfballens im Garten auspflanzen. Lockern Sie dazu den Boden an einer schattigen Stelle unter Bäumen oder Sträuchern und bessern Sie ihn mit reichlich Humus oder gut verrottetem Kompost auf. Da die Pflanzen im Topf meist nicht ausreichend tief gesetzt wurden, sollten Sie den gesamten Wurzelballen entsprechend tiefer pflanzen.

APFELBÄUME: PFLANZSCHNITT NACHHOLEN
Im Herbst gepflanzte Apfelhochstämme brauchen erst jetzt einen Pflanzschnitt. Die Wartezeit ist sinnvoll, da die Bäume bei spätem Schnitt etwas langsamer wachsen und früher Früchte tragen. Schneiden Sie die drei bis vier kräftigsten Seitenäste alle auf eine Höhe zurück und lassen Sie den Mitteltrieb etwa eine gute Handbreit länger. Alle anderen, steil nach oben wachsenden Triebe sollten Sie entfernen. Mit dieser Schnitttechnik bildet sich eine sogenannte Pyramidenkrone.

STAUDEN UND ZIERGRÄSER ABSCHNEIDEN
Ende Februar können Sie die im Herbst stehengebliebenen alten Triebe und Blütenstände Ihrer Stauden und Ziergräser abschneiden, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Entsorgen Sie das Schnittgut nicht sofort auf dem Kompost, sondern lassen Sie es zunächst bis Ende März ungestört auf einem Haufen liegen, damit die in den Halmen überwinternden Nützlinge ihre Winterruhe möglichst ungestört zu Ende bringen können.

FROSTSCHÄDEN BESEITIGEN
Immergrüne Sträucher wie Kirschlorbeer und Stechpalme leiden in kalten Wintern oft unter Frostschäden. Einzelne Blätter oder ganze Triebe sterben dann ab und verfärben sich braun. Schneiden Sie jetzt alle abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurück, damit die Pflanzen die entstehenden Lücken wieder rechtzeitig schließen können.

GIERSCH FRÜHZEITIG BEKÄMPFEN
An schattigen, humus- und nährstoffreichen Stellen im Ziergarten macht sich oft der Giersch breit. Bekämpfen Sie das lästige Wurzelunkraut, sobald sich die ersten zarten Sprosse zeigen. Um ihn vollständig auszurotten, sollte man das Wurzelgeflecht flächendeckend mit einer Grabegabel roden und anschließend in der Sonne austrocknen lassen, bevor es auf den Kompost geht.
Einfacher, aber langwieriger: Legen Sie lückenlos eine feste Pappe auf der vom Giersch überwucherten Fläche aus und decken Sie diese mit Rindenmulch ab. Nach einem Jahr Wartezeit sind die Wurzeln komplett abgestorben.

HÜBSCHE FRÜHBLÜHER: ZWERG- ODER WINTER-IRIS
Bereits im Februar wagt die Netzblatt-Iris (Iris reticulata) ihren Blütenauftritt. Die kleinen Zwiebelblumen mit dem zarten Veilchenduft sind erstaunlich robust und pflegeleicht, solange der Boden durchlässig ist. Sie schätzen ein sonniges, geschütztes Plätzchen, zum Beispiel einen Sonnenhang im Steingarten. Leicht erhöht lassen sich die feinen Blütenzeichnungen auch besser betrachten. Nach der Blüte pflegen die Mini-Iris, jede Menge Tochterzwiebeln zu produzieren. Die Pflanzen selbst treiben dann häufig nur noch schwach oder gar nicht mehr aus. Etwas organischer Dünger nach der Blüte hilft, die anfängliche Zurückhaltung möglichst kurz zu halten.

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