SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  PFLANZABSTÄNDE GRENZE 24.02.2018 11:50 (UTC)
   
 

Pflanzabstände an der Gartengrenze

       Regeln für Hessen

 

Grundsätzlich müssen alle Pflanzen Grenzabstände einhalten: Bäume, Sträucher

(auch sogenannte Halbsträucher), Schlinggewächse wie Knöterich und sogar

solche Pflanzen, die sich von selbst ausgesät haben („Wildlinge“). Das hat seinen

guten Grund: Respektierte Pflanzabstände können dabei helfen, Nachbarstreitigkeiten

zu vermeiden. Deshalb sollten Sie die gesetzlichen Vorschriften über Pflanzabstände

ernst nehmen.

Bei der Ermittlung des erforderlichen Grenzabstands für eine bestimmte Pflanze

müssen Sie zwischen Hecken, Obst- und Nutzgehölzen sowie Ziergehölzen unterscheiden.

 

Hecken:

Hecken bis 120 cm Höhe müssen einen Grenzabstand von 25 cm einhalten. Für

Hecken bis 200 cm Höhe gilt ein Grenzabstand von 50 cm; bei höheren Hecken

muss ein Abstand von 75 cm zur Nachbargrenze eingehalten werden.

 

Obst- und Nutzgehölze:

Obstbäume:

Kernobst auf stark wachsender Unterlage sowie Süßkirsche und veredelte Walnuss:

Grenzabstand 2 m Kernobst auf schwach wachsender Unterlage,

Steinobst ohne Süßkirsche: Grenzabstand 1,5 m

Walnusssämlinge: Grenzabstand 4 m

Obststräucher:

Brombeere: Grenzabstand 1 m übrige: Grenzabstand 50 cm

Diese Regelungen sind recht kompliziert, so dass man für die Umsetzung botanische

Kenntnisse benötigt. Notfalls muss ein Gärtner klären, ob die Pflanzenart,

um die es Ihnen geht, auf stark oder schwach wachsender Unterlage veredelt ist.

Ziergehölze:

Bäume:

sehr stark wachsende Bäume: Grenzabstand 4 m

stark wachsende Bäume: Grenzabstand 2 m

übrige Bäume: Grenzabstand 1,5 m

Sträucher:

stark wachsende Sträucher: Grenzabstand 1 m

übrige Sträucher: Grenzabstand 50 cm

Die wichtigste Frage lautet hier meist:

Handelt es sich um sehr stark, stark oder „normal“ wachsende Bäume oder Sträucher?

Das Gesetz nennt Beispiele:

Sehr stark wachsende Bäume:

Eschenahorn, Linde, Platane, Rosskastanie, Rotbuche, Stieleiche, Atlas- und Libanonzeder,

Douglasfichte, Eibe, Österreichische

Schwarzkiefer

Stark wachsende Bäume:

Mehlbeere, Weißbirke, Weißerle, Fichte oder Rottanne, Kiefer, Lebensbaum

Stark wachsende Sträucher: Feldahorn, Feuerdorn, Alpenrose (Rhododendron),

Flieder, Goldglöckchen (Forsythie), rotblättrige Haselnuss, stark wachsende Pfeifensträucher

(falscher Jasmin), Wacholder

Wenn die fragliche Pflanze nicht in dieser Auflistung erfasst ist, müssen Sie sie in

eine der vorhandenen Kategorien einordnen. Hier kann man nur raten, sich bei einem

Gärtner zu erkundigen und sich dann mit dem Nachbarn zu verständigen. Wenn

nämlich ein solcher Fall vor Gericht kommt, wird oft ein teurer Sachverständiger

bemüht. Wer den Prozess verliert, muss die Kosten hierfür übernehmen.

Besonderheiten:

Gegenüber landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken im

Außenbereich (geprägt durch unbebaute Grundstücke) und gegenüber Weinbaugelände

muss der doppelte Abstand (jedoch höchstens 6 m) eingehalten werden.

Pflanzen auf öffentlichen Grundstücken (Wege, Plätze, Grünflächen usw.)

oder auf privaten Grundstücken an der Grenze zu öffentlichen müssen keine Abstände

einhalten.

Pflanzen hinter einer Wand oder Mauer müssen keine Abstände einhalten,

wenn sie nicht höher als die Wand sind.

 

Rechtsfolgen bei Verstößen gegen die Abstandsvorschriften:

Grundregel: Steht eine Pflanze zu dicht an der Grenze, muss sie beseitigt werden.

Der Anspruch auf Beseitigung ist ausgeschlossen (Erläuterung dieses Begriffs

siehe Grundregeln für alle Bundesländer), wenn der Nachbar nicht binnen 5 Jahren

nach dem Anpflanzen Klage erhoben hat.

Ein Rückschnitt sollte aus Gründen des Tierschutzes (Nistperiode) und des Pflanzenschutzes

(Vegetationsperiode) nicht zwischen dem 1. März und dem 30. September

verlangt werden.

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

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  GARTENTIPPS JANUAR-FEBRUAR 2018
Schlagworte Monat JANUAR - FEBRUAR:
Ziersträucher, Kirschlorbeer, Sommerflieder, Frostschäden, Rose, Sommerblumen, Zwiebelblumen, Blumenzwiebeln, Aussaat, Schnitt, Jasmin, Giersch

ZWIEBELBLUMEN: NACHZÜGLER PFLANZEN
Bei frostfreiem Boden können Sie jetzt noch Blumenzwiebeln pflanzen, die Sie im Herbst vergessen haben. Sie blühen in der Regel noch im Frühling auf, wenn auch meist etwas später. Wenn die Zwiebeln schon austreiben, werden sie nicht tief in die Erde gedrückt, sondern flach eingepflanzt. Befinden sie sich noch im Ruhestadium, brauchen sie eine kurze Kälteperiode, um ihre Keimhemmung zu überwinden. Legen Sie die Zwiebeln zur Not einfach vor dem Pflanzen für ein bis zwei Tage ins Eisfach Ihres Kühlschranks.

SCHNEE ABSCHÜTTELN
Wenn es im Februar stark schneit, sollte man blühende Sträucher wie Zaubernuss, Seidelbast oder Winter-Jasmin vom Schnee befreien, bevor die weiße Last zu schwer wird.

SOMMERBLÜHENDE STRÄUCHER SCHNEIDEN
Schneiden Sie sommerblühende Sträucher wie den Schmetterlingsflieder oder die Bartblume bei frostfreiem Wetter jetzt kräftig zurück, damit sie bis zum Sommer lange neue Triebe mit vielen Blüten bilden können. Je länger Sie mit dem Rückschnitt warten, desto weiter verschiebt sich die Blütezeit in den Spätsommer. Frostschäden beseitigen. Immergrüne Sträucher wie Kirschlorbeer und Stechpalme leiden in kalten Wintern oft unter Frostschäden. Einzelne Blätter oder ganze Triebe sterben dann ab und verfärben sich braun. Schneiden Sie jetzt alle abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurück, damit die Pflanzen die entstehenden Lücken wieder rechtzeitig schließen können.

WINTERSCHUTZ: BESSER SPÄT ALS ZU SPÄT
Auch wenn die erste Kältewelle vorbei ist: Wer bislang noch keinen Winterschutz für seine Kübelpflanzen im Freien angelegt hat, sollte dies bei Frostgefahr nachholen. Wenn Sie einen Jutesack oder ein Vlies um die Zweige wickeln, schützt das vor eisigem Wind, Nässe und Wintersonne. Eingehängte Fichtenzweige helfen ebenso. Die Wurzeln schützen Sie am besten mit einer Hülle aus Luftpolsterfolie oder speziellen Winterschutzmatten aus Kokosfasern.

IMMERGRÜNE PFLANZEN GIESSEN
Winterharte Immergrüne im Topf wie Buchsbaum, Bambus oder Rhododendron, aber auch im Kalthaus überwinternde Oleander und Oliven brauchen weiterhin stets feuchte Erde. Reicht der natürliche Niederschlag nicht aus, gießt man an frostfreien Tagen mit kaltem Regenwasser.

TOPFERDE AUSTAUSCHEN
Auch wenn Sie einige Ihrer Kübelpflanzen im Frühjahr nicht umpflanzen wollen, sollten Sie doch die Erde auffrischen. Dazu kratzen Sie vorsichtig die obere Schicht des Topfballens ab und füllen frische Kübelpflanzenerde auf.

VERBLÜHTE ZWIEBELBLUMEN AUSPFLANZEN
Im Gartenfachhandel werden im Winter oft vorgetriebene Krokusse und Narzissen in Töpfen angeboten. Wenn die Pflanzen im Februar verblüht sind, können Sie sie mitsamt ihres Topfballens im Garten auspflanzen. Lockern Sie dazu den Boden an einer schattigen Stelle unter Bäumen oder Sträuchern und bessern Sie ihn mit reichlich Humus oder gut verrottetem Kompost auf. Da die Pflanzen im Topf meist nicht ausreichend tief gesetzt wurden, sollten Sie den gesamten Wurzelballen entsprechend tiefer pflanzen.

APFELBÄUME: PFLANZSCHNITT NACHHOLEN
Im Herbst gepflanzte Apfelhochstämme brauchen erst jetzt einen Pflanzschnitt. Die Wartezeit ist sinnvoll, da die Bäume bei spätem Schnitt etwas langsamer wachsen und früher Früchte tragen. Schneiden Sie die drei bis vier kräftigsten Seitenäste alle auf eine Höhe zurück und lassen Sie den Mitteltrieb etwa eine gute Handbreit länger. Alle anderen, steil nach oben wachsenden Triebe sollten Sie entfernen. Mit dieser Schnitttechnik bildet sich eine sogenannte Pyramidenkrone.

STAUDEN UND ZIERGRÄSER ABSCHNEIDEN
Ende Februar können Sie die im Herbst stehengebliebenen alten Triebe und Blütenstände Ihrer Stauden und Ziergräser abschneiden, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Entsorgen Sie das Schnittgut nicht sofort auf dem Kompost, sondern lassen Sie es zunächst bis Ende März ungestört auf einem Haufen liegen, damit die in den Halmen überwinternden Nützlinge ihre Winterruhe möglichst ungestört zu Ende bringen können.

FROSTSCHÄDEN BESEITIGEN
Immergrüne Sträucher wie Kirschlorbeer und Stechpalme leiden in kalten Wintern oft unter Frostschäden. Einzelne Blätter oder ganze Triebe sterben dann ab und verfärben sich braun. Schneiden Sie jetzt alle abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurück, damit die Pflanzen die entstehenden Lücken wieder rechtzeitig schließen können.

GIERSCH FRÜHZEITIG BEKÄMPFEN
An schattigen, humus- und nährstoffreichen Stellen im Ziergarten macht sich oft der Giersch breit. Bekämpfen Sie das lästige Wurzelunkraut, sobald sich die ersten zarten Sprosse zeigen. Um ihn vollständig auszurotten, sollte man das Wurzelgeflecht flächendeckend mit einer Grabegabel roden und anschließend in der Sonne austrocknen lassen, bevor es auf den Kompost geht.
Einfacher, aber langwieriger: Legen Sie lückenlos eine feste Pappe auf der vom Giersch überwucherten Fläche aus und decken Sie diese mit Rindenmulch ab. Nach einem Jahr Wartezeit sind die Wurzeln komplett abgestorben.

HÜBSCHE FRÜHBLÜHER: ZWERG- ODER WINTER-IRIS
Bereits im Februar wagt die Netzblatt-Iris (Iris reticulata) ihren Blütenauftritt. Die kleinen Zwiebelblumen mit dem zarten Veilchenduft sind erstaunlich robust und pflegeleicht, solange der Boden durchlässig ist. Sie schätzen ein sonniges, geschütztes Plätzchen, zum Beispiel einen Sonnenhang im Steingarten. Leicht erhöht lassen sich die feinen Blütenzeichnungen auch besser betrachten. Nach der Blüte pflegen die Mini-Iris, jede Menge Tochterzwiebeln zu produzieren. Die Pflanzen selbst treiben dann häufig nur noch schwach oder gar nicht mehr aus. Etwas organischer Dünger nach der Blüte hilft, die anfängliche Zurückhaltung möglichst kurz zu halten.

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