SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  ÜBERWINTERUNG KÜBELPFLANZEN 26.08.2019 03:10 (UTC)
   
 


Tips zum Überwintern von Kübelpflanzen

          

Mit den ersten Frösten ist die Freiluftsaison für exotische Kübelpflanzen vorbei. Jetzt gilt es, das geeignete Winterquartier zu finden und die Pflanzen mit der richtigen Pflege unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Ideal: ein helles, kühles Quartier
Viele exotische Kübelpflanzen sind immergrüne Arten, das heißt, sie tragen ihre Blätter auch im Winter. Dazu zählen zum Beispiel Oleander, Lorbeer, Dattelpalme und Zitrusarten. Diese Arten sollten auch während der Winterruhe nicht zu dunkel stehen.
Hinter einer Glasscheibe ist das Licht jedoch weniger intensiv als unter freiem Himmel – man muss die Ruhephase daher durch niedrige Temperaturen unterstützen, damit die Pflanzen ihren Stoffwechsel herunterfahren. Ideal für die meisten Arten sind Temperaturen von 5–10 °C, wie sie zum Beispiel ein kühler Wintergarten
bietet. Sind die Temperaturen zu hoch, führt das zu einem Ungleichgewicht, da die Pflanzen den Stoffwechsel ankurbeln, während er durch den Lichtmangel gebremst wird. Die Folge ist eine so genannte Vergeilung: Die Pflanzen treiben aus und bilden lange dünne Triebe mit kleinen Blättern.

Auch helle, unbeheizte Kellerräume, Garagen oder Treppenhäuser eignen sich als Winterquartiere – wenn gewährleistet ist, dass das Thermometer nicht unter die Null-Grad-Grenze sinkt. Zu den Arten, die mit kühlen 0–5 °C zurechtkommen, gehören Myrte, Gewürzrinde (Cassia), Sternjasmin, Wollmispel und Zylinderputzer.
Je kühler die Überwinterungstemperatur ist, desto dunkler kann auch der Raum sein. Bei einer konstanten Überwinterungstemperatur von knapp über 0 °C kommen die genannten Arten auch ohne Licht aus.

Laub abwerfende Kübelpflanzen wie Engelstrompete
und Fuchsie kann man ebenfalls in stockdunklen Räumen überwintern, wenn die Temperaturen so niedrig sind, dass die Pflanzen nicht vorzeitig austreiben können. Man schneidet sie am besten schon vor dem Einräumen zurück, damit sie nicht alle Blätter im Winterquartier abwerfen.

 

Licht, Rückschnitt, Wasser Schädlinge

Die Schmucklilie (Agapanthus) bevorzugt ein möglichst lichtdurchflutetes Winterquartier. Je heller sie überwintert wird, desto mehr Blätter bleiben erhalten und desto früher beginnt im folgenden Jahr die Blütezeit

Bevor die Pflanzen ins Winterquartier kommen, sollte man dort alle Scheiben gründlich putzen. Regen und Staub haben während des Sommers eine dünne Schmutzschicht auf dem Glas gebildet, die einen Teil des wertvollen Lichts abfängt. Aus demselben Grund sollte man Kondenswasser an der Scheibe regelmäßig abstreifen und keine Vorhänge oder Stores vor die Fenster ziehen.

Übrigens:
Braune Blattränder und -spitzen sowie Schädlingsepidemien sind meist ein Hinweis auf zu geringe Luftfeuchtigkeit. Nutzen Sie deshalb milde Tage, um das Winterquartier ausgiebig zu lüften. Zimmerspringbrunnen oder wassergefüllte Schalen tragen ebenfalls zu einer Erhöhung der Luftfeuchte bei.

Rückschnitt mit Augenmaß
Zu groß gewordene Kübelpflanzen muss man vor dem Einräumen zurückschneiden. Besser ist es jedoch, damit bis zum Vorfrühling zu warten. Im Februar befinden sich die Pflanzen noch in der Ruhephase, werden allerdings durch die länger werdenden Tage bald aufgeweckt. Schnittwunden heilen dann besonders gut. Kürzen Sie die Pflanze ringsum ein und entfernen Sie einige der alten Triebe, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.

Nicht zu viel gießen
Einmal pro Woche Gießen reicht in der Regel aus. Prüfen Sie vorher mit einem Finger, ob die Erde schon trocken ist. Verwenden Sie möglichst abgestandenes Gießwasser, das sich vorher der Raumtemperatur anpassen konnte. Aufgepasst, wenn eine Pflanze in den kommenden Wochen einen Teil der Blätter abwirft: Die Ursache ist in der Regel kein Wassermangel, sondern das reduzierte Lichtangebot oder eine zu hohe Temperatur im Winterquartier.

Auf Schädlinge achten
Vorbeugend sollte man nur schädlingsfreie Pflanzen ins Winterquartier räumen. Exemplare, die gerade von Plagegeistern heimgesucht wurden, stellt man zunächst separat. Kontrollieren Sie bei jedem Pflegerundgang Ihre Schützlinge auf erste Anzeichen von Schädlingen und Krankheiten. Dabei vor allem die Blattunterseiten und Zweige genau untersuchen, da dies beliebte Verstecke für Schild- und Wollläuse sind.

An hartlaubigen Pflanzen bekämpft man die Schädlinge am besten mit rapsölhaltigen Insektiziden wie 'Schädlingsfrei Naturen'. Weichlaubige vertragen den Ölfilm nicht; für sie eignen sich 'Schädlingsfrei Neem' oder 'Spruzit Neu'. Pflanzenschutzstäbchen für den Topfballen zeigen im Winter keine gute Wirkung.

Woll- und Schildläusen ist auf Dauer nur mit konsequentem Absammeln und ölhaltigen Präparaten beizukommen. Pilzkrankheiten beugt man vor, indem man herabgefallene Blätter und abgestorbene Pflanzenteile regelmäßig entfernt.

 


 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
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  GARTENTIPPS AUGUST 2019
Schlagworte zu diesem Monat: Kirschlorbeer, Gartenteich, Rhododendron, Hecken, Pfingstrosen, Dickmaulrüssler, Immergrüne, Schnitt, Nematoden, Steppenkerzen.
Im August können Sie stark wachsende Hecken noch einmal in Form bringen, Trockensträuße schneiden und Blütenstauden teilen. Hier finden Sie einen Überblick über alle wichtigen Aufgaben.

STARK WACHSENDE HECKEN SCHNEIDEN
Immergrüne und sommergrüne Hecken wie Lebensbaum, Hainbuche oder Rot-Buche können Sie bis Mitte August ein zweites Mal in Form bringen (Video). Damit dämmen Sie bei Feld-Ahorn und Hainbuche außerdem den häufigen Befall mit Mehltau ein.

IMMERGRÜNE GEHÖLZE PFLANZEN
Der Spätsommer ist ideal, um immergrüne Laubgehölze wie z. B. Kirschlorbeer, Kriechspindel oder Buchsbaum zu pflanzen. So können sie noch vor dem Winter einwurzeln. Das Pflanzloch sollte so groß sein, dass der Wurzelballen genug Platz hat. Danach die Sträucher kräftig angießen. Größere Sträucher und Bäume sollten Sie zum Schutz vor Wind mit einem Pfahl stabilisieren. Er wird an der Westseite der Pflanze – der Hauptwindrichtung – in die Erde gerammt.

RHODODENDRON WÄSSERN
Wie alle immergrünen Pflanzen zeigen auch Rhododendren erst sehr spät, dass sie unter Wassermangel leiden. Ein typisches Symptom sind die eingerollten Blätter. Warten Sie mit dem Gießen nicht zu lange, denn Trockenschäden wirken bei immergrünen Sträuchern besonders störend und wachsen nur langsam wieder heraus.

VERWELKTE BLUMEN AUSPUTZEN
Das Auszupfen welker Blüten und Blätter ist nicht nur wichtig für die Optik, sondern auch für die Gesundheit Ihrer Pflanzen. Einigen Sorten ist durch intensive Züchtung oder zu starke Düngung die Fähigkeit abhanden gekommen, die verwelkten Blütenblätter selbst abzustoßen. Auf den abgestorbenen Pflanzenteilen können sich verschiedene schädliche Pilze ansiedeln.

PFLANZZEIT FÜR MADONNEN-LILIEN
Während man die meisten Lilien-Arten erst im September pflanzt, kommt die Madonnen-Lilie (Lilium candidum) bereits im August in die Erde. Sie hat eine etwas längere Entwicklungszeit als andere Lilienarten. Geben Sie der nährstoffhungrigen Schönheit gleich etwas Kompost mit ins Pflanzloch und sorgen Sie dafür, dass der Standort sehr durchlässig ist.

STEPPENKERZEN PFLANZEN
Die beste Pflanzzeit für Steppenkerzen (Eremurus) ist August bis September. Die großen, dekorativen Pflanzen mit den auffallenden Blütensäulen wachsen am besten auf sandigen, trockenen Böden in voller Sonne. Heben Sie ein 20–30 cm tiefes Pflanzloch aus und häufen Sie auf dessen Grund als Dränage einen kleinen Sandhügel auf. Breiten Sie darauf die seesternförmige Knolle aus und verfüllen Sie das Loch mit lockerer Erde.

PFINGSTROSEN UMPFLANZEN
Pfingstrosen wachsen am liebsten ungestört. Wenn Sie die Frühlingsblüher trotzdem umpflanzen wollen, dann am besten im August. Wichtig ist, dass Sie den Wurzelstock teilen, andernfalls kümmert die Pflanze am neuen Standort vor sich hin und wächst nicht gut an. Setzen Sie die Wurzelstücke so tief in die Erde, dass die Überwinterungsknospen auf den Wurzeln maximal zwei Finger breit mit Erde bedeckt sind. Meist dauert es zwei Jahre, bis die Pflanzen wieder prächtig blühen.

STAUDEN: FRÜHLINGS- UND SOMMERBLÜHER TEILEN
Waren Sie mit der Blüte Ihrer Stauden in dieser Saison zufrieden? Wenn die Pflanzen nur spärlich geblüht haben, könnte es daran liegen, dass sie zu alt sind und durch Teilung verjüngt werden müssen. Ab August können Sie alle bereits verblühten Staudenarten teilen: Graben Sie die Pflanzen aus und teilen Sie das Wurzelwerk mit dem Spaten oder einem scharfen Messer in faustgroße Stücke. Diese setzen Sie am alten Platz oder an einem neuen Standort mit frischer Komposterde wieder ein. Wenn Sie die Pflanzen gleichmäßig feucht halten, wachsen sie bis zum Winter gut ein und blühen im nächsten Jahr wieder üppig.

ABGEKNICKTE SONNENBLUMEN RETTEN
Die langstieligen Sonnenblumen sind mit ihren schweren Blütenköpfen anfällig für Windbruch. Wenn Ihre Sonnenblumen beim letzten Gewittersturm umgeknickt wurden, sind sie in den meisten Fällen noch zu retten: Schienen Sie die Bruchstelle mit zwei Bambusstäben und fixieren Sie diese mit Paket-Klebeband. So können die abgeknickten Leitungsbahnen wieder genügend Wasser transportieren – die Sonnenblumen wachsen weiter, als wäre nichts passiert.

BEIM GIESSEN NICHT SPARSAM SEIN
Der August ist in den meisten Regionen Deutschlands trocken und warm, deshalb sollten Sie Ihre Gartenpflanzen bei Wassermangel gründlich gießen. Seien Sie dabei nicht zu sparsam: Die Pflanzen breiten ihre Wurzeln vor allem dort aus, wo sie feuchte Erde finden. Wenn Sie bei jedem Durchgang intensiv gießen, sickert das Wasser auch in untere Bodenschichten und die Wurzeln wachsen in die Tiefe. So überstehen die Pflanzen kurze Trockenzeiten besser und man muss nur alle paar Tage zur Gießkanne greifen. Faustregel: Je nach Bodenart sollten es 15 bis 30 Liter pro Quadratmeter sein! Das Wasser gelangt dann etwa 15 bis 30 cm tief in den Boden. Tipp: Wenn Sie einen Spaten in die Erde stechen und diese ein wenig auseinanderdrücken, sehen Sie, wie tief der Boden durchfeuchtet ist. Wichtig: Frisch gesetzte Pflanzen brauchen häufiger Wasser, als gut eingewachsene.

TROCKENSTRÄUSSE SCHNEIDEN
Wer Trockengestecke mag, sollte jetzt aktiv werden. Strohblume (Helichrysum), Edeldistel (Eryngium) und Kugeldistel (Echinops) schneiden Sie, wenn die Knospen gerade Farbe zu zeigen beginnen. Lavendel und Schleierkraut (Gypsophila) werden kurz nach dem Aufblühen gekappt. Zum Trocknen an einen schattigen, luftigen Ort hängen. Pflanzen mit großen Einzelblüten stecken Sie am besten in ein Stück Maschendraht. Alle anderen kopfüber in Bündeln aufhängen. Vermeiden Sie direkte Sonne, da sie die Farben ausbleicht und die Blüten brüchig macht.

FADENALGEN IM TEICH BEKÄMPFEN
Wenn sich der Teich bei sommerlichen Temperaturen stark aufheizt, wachsen auch die Fadenalgen. Sie sollten daher jetzt regelmäßig mit einem Rechen die Algen abfischen, damit sich auf dem Teichgrund nicht zu viel Faulschlamm bildet. Sie können sie anschließend entweder kompostieren oder als Mulch unter Bäumen und Sträuchern verwenden.

NEMATODEN GEGEN DICKMAULRÜSSLER
Der Dickmaulrüssler ist ein nachtaktiver Käfer, der mit Vorliebe die Blätter vieler Zierpflanzen vom Rhododendron bis zur Engelstrompete anfrisst. Gegen die im Boden lebenden Larven können Sie jetzt parasitäre HM-Nematoden ausbringen. Man kann die Nützlinge über Bestellkarten aus dem Fachhandel beziehen und sie werden dann frisch vom Hersteller direkt zu Ihnen nach Hause geliefert. Bringen Sie die Nematoden möglichst umgehend aus, indem Sie sie in abgestandenes, mindestens 18° C warmes Leitungswasser einrühren und mit einer Gießkanne im Wurzelbereich der von den Dickmaulrüsslern geschädigten Pflanzen verteilen.

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