SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  ÜBERWINTERUNG KÜBELPFLANZEN 23.10.2019 16:06 (UTC)
   
 


Tips zum Überwintern von Kübelpflanzen

          

Mit den ersten Frösten ist die Freiluftsaison für exotische Kübelpflanzen vorbei. Jetzt gilt es, das geeignete Winterquartier zu finden und die Pflanzen mit der richtigen Pflege unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Ideal: ein helles, kühles Quartier
Viele exotische Kübelpflanzen sind immergrüne Arten, das heißt, sie tragen ihre Blätter auch im Winter. Dazu zählen zum Beispiel Oleander, Lorbeer, Dattelpalme und Zitrusarten. Diese Arten sollten auch während der Winterruhe nicht zu dunkel stehen.
Hinter einer Glasscheibe ist das Licht jedoch weniger intensiv als unter freiem Himmel – man muss die Ruhephase daher durch niedrige Temperaturen unterstützen, damit die Pflanzen ihren Stoffwechsel herunterfahren. Ideal für die meisten Arten sind Temperaturen von 5–10 °C, wie sie zum Beispiel ein kühler Wintergarten
bietet. Sind die Temperaturen zu hoch, führt das zu einem Ungleichgewicht, da die Pflanzen den Stoffwechsel ankurbeln, während er durch den Lichtmangel gebremst wird. Die Folge ist eine so genannte Vergeilung: Die Pflanzen treiben aus und bilden lange dünne Triebe mit kleinen Blättern.

Auch helle, unbeheizte Kellerräume, Garagen oder Treppenhäuser eignen sich als Winterquartiere – wenn gewährleistet ist, dass das Thermometer nicht unter die Null-Grad-Grenze sinkt. Zu den Arten, die mit kühlen 0–5 °C zurechtkommen, gehören Myrte, Gewürzrinde (Cassia), Sternjasmin, Wollmispel und Zylinderputzer.
Je kühler die Überwinterungstemperatur ist, desto dunkler kann auch der Raum sein. Bei einer konstanten Überwinterungstemperatur von knapp über 0 °C kommen die genannten Arten auch ohne Licht aus.

Laub abwerfende Kübelpflanzen wie Engelstrompete
und Fuchsie kann man ebenfalls in stockdunklen Räumen überwintern, wenn die Temperaturen so niedrig sind, dass die Pflanzen nicht vorzeitig austreiben können. Man schneidet sie am besten schon vor dem Einräumen zurück, damit sie nicht alle Blätter im Winterquartier abwerfen.

 

Licht, Rückschnitt, Wasser Schädlinge

Die Schmucklilie (Agapanthus) bevorzugt ein möglichst lichtdurchflutetes Winterquartier. Je heller sie überwintert wird, desto mehr Blätter bleiben erhalten und desto früher beginnt im folgenden Jahr die Blütezeit

Bevor die Pflanzen ins Winterquartier kommen, sollte man dort alle Scheiben gründlich putzen. Regen und Staub haben während des Sommers eine dünne Schmutzschicht auf dem Glas gebildet, die einen Teil des wertvollen Lichts abfängt. Aus demselben Grund sollte man Kondenswasser an der Scheibe regelmäßig abstreifen und keine Vorhänge oder Stores vor die Fenster ziehen.

Übrigens:
Braune Blattränder und -spitzen sowie Schädlingsepidemien sind meist ein Hinweis auf zu geringe Luftfeuchtigkeit. Nutzen Sie deshalb milde Tage, um das Winterquartier ausgiebig zu lüften. Zimmerspringbrunnen oder wassergefüllte Schalen tragen ebenfalls zu einer Erhöhung der Luftfeuchte bei.

Rückschnitt mit Augenmaß
Zu groß gewordene Kübelpflanzen muss man vor dem Einräumen zurückschneiden. Besser ist es jedoch, damit bis zum Vorfrühling zu warten. Im Februar befinden sich die Pflanzen noch in der Ruhephase, werden allerdings durch die länger werdenden Tage bald aufgeweckt. Schnittwunden heilen dann besonders gut. Kürzen Sie die Pflanze ringsum ein und entfernen Sie einige der alten Triebe, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.

Nicht zu viel gießen
Einmal pro Woche Gießen reicht in der Regel aus. Prüfen Sie vorher mit einem Finger, ob die Erde schon trocken ist. Verwenden Sie möglichst abgestandenes Gießwasser, das sich vorher der Raumtemperatur anpassen konnte. Aufgepasst, wenn eine Pflanze in den kommenden Wochen einen Teil der Blätter abwirft: Die Ursache ist in der Regel kein Wassermangel, sondern das reduzierte Lichtangebot oder eine zu hohe Temperatur im Winterquartier.

Auf Schädlinge achten
Vorbeugend sollte man nur schädlingsfreie Pflanzen ins Winterquartier räumen. Exemplare, die gerade von Plagegeistern heimgesucht wurden, stellt man zunächst separat. Kontrollieren Sie bei jedem Pflegerundgang Ihre Schützlinge auf erste Anzeichen von Schädlingen und Krankheiten. Dabei vor allem die Blattunterseiten und Zweige genau untersuchen, da dies beliebte Verstecke für Schild- und Wollläuse sind.

An hartlaubigen Pflanzen bekämpft man die Schädlinge am besten mit rapsölhaltigen Insektiziden wie 'Schädlingsfrei Naturen'. Weichlaubige vertragen den Ölfilm nicht; für sie eignen sich 'Schädlingsfrei Neem' oder 'Spruzit Neu'. Pflanzenschutzstäbchen für den Topfballen zeigen im Winter keine gute Wirkung.

Woll- und Schildläusen ist auf Dauer nur mit konsequentem Absammeln und ölhaltigen Präparaten beizukommen. Pilzkrankheiten beugt man vor, indem man herabgefallene Blätter und abgestorbene Pflanzenteile regelmäßig entfernt.

 


 
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  GARTENTIPPS OKTOBER 2019
Schlagworte für Oktober: Rose, Rasen, Stauden, Kompost, Zwiebelblumen, Herbstlaub, Dahlien, Blumenzwiebeln.
Die Gartensaison geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. So bereiten Sie Ihre Pflanzen im Ziergarten auf die kalte Jahreszeit vor.

STAUDEN ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie jetzt im Herbst nicht alle verblühten Stauden zurück. Etliche Staudenarten wie Purpursonnenhut und Fetthenne tragen Samenstände, die auch im Winter attraktiv sind. Zudem werden zum Beispiel Astern durch den frühen Rückschnitt empfindlicher gegen Frost. Auch vielen Insekten tun Sie einen Gefallen, wenn Sie mit dem Rückschnitt bis zum nächsten Frühjahr warten, denn sie nutzen die hohlen Stängel als Winterquartier. Kurzlebigen Stauden wie Stockrosen und Kokardenblumen (Gaillardia) tut ein früher Rückschnitt allerdings gut – sie leben dann länger.

MONTBRETIEN VOR FROST SCHÜTZEN
Die Knollen von Montbretien (Crocosmia) können im Winter im Boden bleiben, wenn man sie mit einer dicken Schicht aus Laub und Tannenzweigen abdeckt. Man kann sie allerdings auch wie Gladiolen in einer Kiste mit sandiger Erde im kühlen Keller überwintern.

WINTERGRÜNE STAUDEN VON LAUB BEFREIEN
Achten Sie darauf, dass wintergrüne Stauden wie Gänsekresse (Arabis) und Hornkraut (Cerastium) im Winter nicht vollständig unter einer Laubschicht verschwinden. Sie faulen unter der feuchten Decke leicht.

SOMMERBLUMEN KOMPOSTIEREN
Viele Sommerblumen sind ab Ende Oktober nicht mehr besonders ansehnlich. Räumen Sie jetzt die Beete ab und entsorgen Sie die Pflanzen auf dem Kompost. Den Boden Ihrer Sommerblumenbeete können Sie auch im Oktober noch mit einer schnell wachsenden Gründüngung wie Raps oder Winter-Roggen aufbessern.

DAHLIEN NICHT ZU FRÜH RODEN
Lassen Sie Ihre Dahlien stehen, bis das Laub völlig abgestorben ist – je länger die Freiluftsaison dauert, desto mehr Reservestoffe können die Pflanzen für den nächsten Austrieb in ihren Knollen einlagern. Leichte Fröste können den Knollen in der Erde nicht viel anhaben.

ZWIEBELBLUMEN PFLANZEN
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Tulpen, Narzissen und andere Frühlingsblüher zu pflanzen. Wenn Sie die Zwiebelblumen ins Beet oder in den Rasen setzen, sollten Sie die Pflanzstellen mit einem Stab markieren. So können Sie im nächsten Frühjahr leicht überprüfen, ob alle Zwiebeln und Knollen ausgetrieben sind.

HERBSTLAUB VOM RASEN ENTFERNEN
Waldstauden und Bodendecker wie Schaumblüte (Tiarella), Waldsteinie oder Efeu fühlen sich im Herbst unter einer Laubdecke wohl. Der Rasen hingegen braucht auch im Winter genügend Licht, damit sich keine kahlen Stellen bilden. Harken Sie den grünen Teppich daher bei Bedarf wöchentlich mit einem Laubrechen ab. Größere Laubmengen lassen sich in einfachen runden Körben aus Hasendraht platzsparend lagern.

RASEN: KAHLE STELLEN ERNEUEREN
Der Oktober ist für Hobbygärtner die letzte Gelegenheit, um kahle Stellen im Rasen auszubessern. Rauen Sie den Boden mit einem Handvertikutierer oder einem Eisenrechen auf und säen Sie die Kahlstellen möglichst mit der gleichen Saatgut-Mischung nach, aus der auch der übrige Rasen besteht. Die Nachsaat wird dünn mit Humuserde abgedeckt und gründlich gewässert. Großflächige Reparaturen sollten Sie auf das nächste Frühjahr verschieben.

ROSEN: LEICHTER RÜCKSCHNITT
Beet- und Strauchrosen brauchen bereits im Herbst einen leichten Rückschnitt. Kürzen Sie mit der Rosenschere alle besonders langen, sparrigen Triebe, so dass ein gleichmäßiger Strauch mit einer kompakten Krone entsteht. Der richtige Rückschnitt findet allerdings erst im nächsten Frühjahr statt, sobald die Forsythien ihre Blüten öffnen.

SOMMERGRÜNE GEHÖLZE UMPFLANZEN
Wenn Sie einen größeren sommergrünen Strauch oder Baum umpflanzen wollen, sollten Sie das noch im Herbst tun. Grund: Die Pflanze hat dann ausreichend Zeit, um bis zum nächsten Austrieb neue Wurzeln zu bilden. Warten Sie, bis die meisten Blätter abgefallen sind, und graben Sie das Gehölz dann mit einem großzügig bemessenen Wurzelballen aus. Der Boden am neuen Standort wird mit Komposterde ausgebessert und das Gehölz möglichst ohne Lagerzeit gleich wieder eingesetzt. Ausnahme: Immergrüne Gehölze pflanzt man im Spätsommer oder – besser – im zeitigen Frühjahr um. Sie sollten bis zum Winter gut eingewurzelt sein, da sie bei Frost sonst Blattschäden erleiden können.

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