SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  ENGL. GARTEN: Hatfield House 23.10.2019 15:37 (UTC)
   
 

Englischer Garten der Extra-Klasse: Hatfield House



Nördlich von London liegt ein traditionsreiches Anwesen mit einem eindrucksvollen, englischen Garten: Hatfield House.

Hatfield, eine Kleinstadt im County Hertfordshire, liegt 32 Kilometer nördlich von London. Ein Tourist würde sich kaum dorthin verirren, wenn es nicht den prächtigen Wohnsitz von Lord und Lady Salisbury gäbe: Hatfield House. Das Anwesen liegt dem Bahnhof direkt gegenüber – so kann man bequem den Nahverkehrszug aus der Londoner City nehmen. Der Besucher betritt das Anwesen durch eine lange Allee, die sich zu einem großen Platz und dem imposanten Schloss öffnet. Typisch für die Architektur des 17. Jahrhunderts: helle Steinbänder verzieren die mächtigen Klinkermauern und auf den Dächern ragen unzählige Kamine empor. Bescheiden wirkt dagegen der Eingang, der Besucher seitlich des Schlosses in das berühmte Gartenreich einlässt. Doch hinter dem Tor erwarten einen dann auf rund 17 Hektar Fläche kunstvoll geschnittene Buchs- und Weißdornhecken, Figuren aus Eiben sowie üppige Staudenbeete und knorrige Eichen.


Lady Salisbury legten den Knotengarten nach historischem Vorbild an

Der Knotengarten
Die höhergelegenen Wege rund um den Knotengarten bieten eine gute Aussicht auf seine raffinierten Buchs-Ornamente. Die Anlage greift die Gartenmode zur Zeit Elisabeths I. (1533–1603) auf und passt perfekt zum dahinterliegenden Alten Palast aus der frühen Tudorzeit (1485). Der historisch wirkende Knotengarten wurde aber erst ab 1972 von Lady Salisbury angelegt und verdrängte einen Rosengarten, der seit dem 19. Jahrhundert dort blühte. Damit führt die Schlossherrin eine lange Gartentradition des Anwesens fort. Bereits mit dem Bau des neuen Schlosses im 17. Jahrhundert ließ Robert Cecil, der erste Lord vom Salisbury, vielgerühmte Gärten anlegen. In ihnen wuchsen Pflanzenarten, die der Gärtner und Botaniker John Tradescant der Ältere aus anderen europäischen Ländern nach England eingeführt hatte. Später erlagen die Schlossherren wie so viele Adelige im 18. Jahrhundert der Begeisterung für den Englischen Landschaftspark und das Anwesen wurde entsprechend diesem Stil umgestaltet.


Im West-Parterre wurden Staudenbeete angelegt, in denen unter anderem Wolfsmilch blüht

Die Staudenbeete des West-Parterres
Das an den Knotengarten angrenzende West-Parterre sollte man sich als Besucher nicht entgehen lassen: Mächtige Eibenhecken rahmen die Rasenfläche mit den Staudenbeeten ein, die das große Wasserbecken umgeben. Pfingstrosen, Wolfsmilch, Storchschnabel und Zierlauch blühen dort im Frühsommer und werden später von Rittersporn, Türken-Mohn, Glockenblumen, Fingerhut sowie englischen Strauchrosen abgelöst.


Ein schmiedeeisernes Tor führt in den als Landschaftspark gestalteten Teil des Anwesenes

Die Parklandschaft läd zu Spaziergängen ein
Leider können Besucher nicht an allen Tagen die gesamte Anlage erkunden. Der große Ostgarten mit dem berühmten Hecken-Irrgarten und der Küchengarten sind nur donnerstags zugänglich. Wenn Sie nicht zu den Glücklichen gehören, die diesen Part besichtigen dürfen, können Sie jedoch – nach einer Stärkung mit Tee und Kuchen im alten Kutschenhaus – den Besuch von Hatfield House mit einem Spaziergang durch die weite Parklandschaft des Anwesens beenden. Auf den drei Routen gibt es unter anderem alte Baum-Veteranen, einen stillen Weiher und den Weingarten aus dem 17. Jahrhundert zu entdecken.


Ham House am Ufer der Themse. Originell wirken die großflächig gepflanzten Heiligenkraut-Kugeln

Gartentipps - rund um London
Weitere Informationen zu Hatfield House wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Veranstaltungen finden Sie auf der englischsprachigen Website. Wer mehr Zeit in London verbringt, kann sich auch die historischen Gärten von Ham House anschauen und die pompösen Anlagen von Hampton Court Palace, wo jedes Jahr auch eine Gartenschau stattfindet. Beide Anlagen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.


Ein kleiner Hausgarten nach englischem Vorbild

Ideen für den eigenen Garten
Wer sich wie Lady Salisbury für den Charme historischer Gärten begeistert, kann auch seinen eigenen Garten im Stil der elisabethanischen Zeit anlegen – keine Angst, dafür benötigt man kein Grundstück in der Ausdehnung eines herrschaftlichen Anwesens. Der Gestaltungsvorschlag zeigt ein rund 100 Quadratmeter großes Grundstück, angelegt nach dem Vorbild des Knotengartens von Hatfield House. Direkt an die Terrasse, die mit hellen Natursteinplatten (Sand- oder Kalkstein) ausgelegt ist, grenzen die Ornamente aus Buchsbaumhecken. Die Eckpunkte der Hecken werden durch höhere Buchsbaumkegel betont. Edel wirkt die Beschränkung auf weiße Stauden und Rosen, die zwischen den Buchsbändern wachsen. Wählen Sie beispielsweise die Sorten Storchschnabel ‘Kashmir White’ (Geranium clarkei), Bart-Iris ‘Cup Race’ (Iris-Barbata-Hybride), Katzenminze ‘Snowflake’ (Nepeta x faassenii) und Lavendel ‘Nana Alba’ (Lavandula angustiflia), ergänzt durch Kleinstrauchrosen wie ‘Innocencia’. Wie im englischen Original ziert ein Steinbrunnen die Mitte des vorderen Gartenteils. Eine geschnittene Weißdornhecke umgibt den Buchsgarten. Schirmförmig geschnittener Weißdorn setzt besondere Akzente. Die mit Weinreben berankte Pergola bildet den Übergang zum hinteren Part. Dort führen schmale Kieswege durch bunte Staudenbeete, in der Mitte der Rasenfläche plätschert ein weiterer Brunnen. In der Eibenhecke, die diesen Gartenteil umgibt, ist eine Nische für eine Sitzbank angelegt.

 

 

 

 


 
  NAVIGATION
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

***MEISTERBETRIEB***
  Ộ MITARBEITER-LOGIN
Benutzername:
Kennwort:
  GARTENPLANUNG-IDEENSCHMIEDE
DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

***Besuchen Sie auch unsere neue Homepage für ökologische Katzenkratzbäume***
www.SKM-Cat-Adventure.de
  GARTENTIPPS OKTOBER 2019
Schlagworte für Oktober: Rose, Rasen, Stauden, Kompost, Zwiebelblumen, Herbstlaub, Dahlien, Blumenzwiebeln.
Die Gartensaison geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. So bereiten Sie Ihre Pflanzen im Ziergarten auf die kalte Jahreszeit vor.

STAUDEN ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie jetzt im Herbst nicht alle verblühten Stauden zurück. Etliche Staudenarten wie Purpursonnenhut und Fetthenne tragen Samenstände, die auch im Winter attraktiv sind. Zudem werden zum Beispiel Astern durch den frühen Rückschnitt empfindlicher gegen Frost. Auch vielen Insekten tun Sie einen Gefallen, wenn Sie mit dem Rückschnitt bis zum nächsten Frühjahr warten, denn sie nutzen die hohlen Stängel als Winterquartier. Kurzlebigen Stauden wie Stockrosen und Kokardenblumen (Gaillardia) tut ein früher Rückschnitt allerdings gut – sie leben dann länger.

MONTBRETIEN VOR FROST SCHÜTZEN
Die Knollen von Montbretien (Crocosmia) können im Winter im Boden bleiben, wenn man sie mit einer dicken Schicht aus Laub und Tannenzweigen abdeckt. Man kann sie allerdings auch wie Gladiolen in einer Kiste mit sandiger Erde im kühlen Keller überwintern.

WINTERGRÜNE STAUDEN VON LAUB BEFREIEN
Achten Sie darauf, dass wintergrüne Stauden wie Gänsekresse (Arabis) und Hornkraut (Cerastium) im Winter nicht vollständig unter einer Laubschicht verschwinden. Sie faulen unter der feuchten Decke leicht.

SOMMERBLUMEN KOMPOSTIEREN
Viele Sommerblumen sind ab Ende Oktober nicht mehr besonders ansehnlich. Räumen Sie jetzt die Beete ab und entsorgen Sie die Pflanzen auf dem Kompost. Den Boden Ihrer Sommerblumenbeete können Sie auch im Oktober noch mit einer schnell wachsenden Gründüngung wie Raps oder Winter-Roggen aufbessern.

DAHLIEN NICHT ZU FRÜH RODEN
Lassen Sie Ihre Dahlien stehen, bis das Laub völlig abgestorben ist – je länger die Freiluftsaison dauert, desto mehr Reservestoffe können die Pflanzen für den nächsten Austrieb in ihren Knollen einlagern. Leichte Fröste können den Knollen in der Erde nicht viel anhaben.

ZWIEBELBLUMEN PFLANZEN
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Tulpen, Narzissen und andere Frühlingsblüher zu pflanzen. Wenn Sie die Zwiebelblumen ins Beet oder in den Rasen setzen, sollten Sie die Pflanzstellen mit einem Stab markieren. So können Sie im nächsten Frühjahr leicht überprüfen, ob alle Zwiebeln und Knollen ausgetrieben sind.

HERBSTLAUB VOM RASEN ENTFERNEN
Waldstauden und Bodendecker wie Schaumblüte (Tiarella), Waldsteinie oder Efeu fühlen sich im Herbst unter einer Laubdecke wohl. Der Rasen hingegen braucht auch im Winter genügend Licht, damit sich keine kahlen Stellen bilden. Harken Sie den grünen Teppich daher bei Bedarf wöchentlich mit einem Laubrechen ab. Größere Laubmengen lassen sich in einfachen runden Körben aus Hasendraht platzsparend lagern.

RASEN: KAHLE STELLEN ERNEUEREN
Der Oktober ist für Hobbygärtner die letzte Gelegenheit, um kahle Stellen im Rasen auszubessern. Rauen Sie den Boden mit einem Handvertikutierer oder einem Eisenrechen auf und säen Sie die Kahlstellen möglichst mit der gleichen Saatgut-Mischung nach, aus der auch der übrige Rasen besteht. Die Nachsaat wird dünn mit Humuserde abgedeckt und gründlich gewässert. Großflächige Reparaturen sollten Sie auf das nächste Frühjahr verschieben.

ROSEN: LEICHTER RÜCKSCHNITT
Beet- und Strauchrosen brauchen bereits im Herbst einen leichten Rückschnitt. Kürzen Sie mit der Rosenschere alle besonders langen, sparrigen Triebe, so dass ein gleichmäßiger Strauch mit einer kompakten Krone entsteht. Der richtige Rückschnitt findet allerdings erst im nächsten Frühjahr statt, sobald die Forsythien ihre Blüten öffnen.

SOMMERGRÜNE GEHÖLZE UMPFLANZEN
Wenn Sie einen größeren sommergrünen Strauch oder Baum umpflanzen wollen, sollten Sie das noch im Herbst tun. Grund: Die Pflanze hat dann ausreichend Zeit, um bis zum nächsten Austrieb neue Wurzeln zu bilden. Warten Sie, bis die meisten Blätter abgefallen sind, und graben Sie das Gehölz dann mit einem großzügig bemessenen Wurzelballen aus. Der Boden am neuen Standort wird mit Komposterde ausgebessert und das Gehölz möglichst ohne Lagerzeit gleich wieder eingesetzt. Ausnahme: Immergrüne Gehölze pflanzt man im Spätsommer oder – besser – im zeitigen Frühjahr um. Sie sollten bis zum Winter gut eingewurzelt sein, da sie bei Frost sonst Blattschäden erleiden können.

© 1998-2019 SKM-GaLaBau Günter Müller Goldhecker Weg 6, D-61276 Weilrod