SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller MEISTERBETRIEB  
 
  GARTENKULTUR 20.04.2021 14:07 (UTC)
   
 

Der Traum vom immerblühenden Beet

Das ganze Jahr lang auf ein Meer aus bunten Blüten schauen – eine schöne Vorstellung, die mit ein wenig Geschick in fast jedem Garten umsetzbar ist.

In dem lang und tief angelegten Beet finden Blütenstauden für jede Jahreszeit Platz. Zusätzlich wurden Blattschmuckpflanzen wie Funkien (Hosta) und einjährige rotblättrige Melde (Atriplex) gepflanzt

 

Zu den lang blühenden Stauden zählen zum Beispiel die Katzenminze, Flammenblume (Phlox) oder Mädchenauge (Coreopsis verticillata). Schönheiten wie Türken-Mohn (Papaver orientalis), dessen Blüten nur wenige Wochen halten, sollten Sie nur in geringer Stückzahl pflanzen und im hinteren Teil des Beetes platzieren. Sonst entstehen, da nach dem Verblühen auch die Blätter schnell absterben, unschöne Lücken. Wenn vor solche Kurzblüher Stauden wie Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) oder Silberkerze (Cimicifuga) gesetzt werden, verdecken deren üppige Blätter die kahlen Stellen – und zum Ende des Gartenjahrs ist noch einmal für neue Blüten gesorgt. Dazu ein oder zwei dekorative Ziergräser wie Chinaschilf (Miscanthus sinensis) oder Lampenputzer- Gras (Pennisetum alopecuroides), und der Herbst-Garten ist perfekt.

 

Blauer Rittersporn, purpurne Becher-Malve (Lavatera), rosa Lupine, gelber Frauenmantel und roter Mohn (Papaver) blühen im Juni und Juli um die Wette

 

Ein einfacher Trick, um mehr Farbe in die Beete zu bringen: Stellen Sie zusätzlich Töpfe hinein, die im Frühjahr, Sommer und Herbst immer neu bepflanzt werden. Natürlich können Sie statt Sommerblumen auch üppig blühende Kübelpflanzen verwenden. Auch ein- oder mehrjährige Kletterpflanzen wie Kapuzinerkresse, Duft- Wicken (Lathyrus odoratus) oder Jelängerjelieber (Lonicera) vergrößern den Blütenreichtum. An Säulen oder Obelisken gepflanzt benötigen sie wenig Platz und bringen auch in der Höhe Farbe.

 

Mit feurigen Farben legen die Fackellilien (Kniphofia) im Juni los. Sonnenhut (Rudbeckia), Aster und Fetthenne (Sedum) gesellen sich im Juli und August dazu

 

Wenn Sie jedes Jahr zur gleichen Zeit an Ihren Lieblings- Urlaubsort fahren, darf der Garten dann auch etwas trister aussehen. So bleibt mehr Platz für Stauden, die überreich blühen,wenn Sie zu Hause sind. Tipp: Immergrüne Sträucher wie Buchsbaum und Stechpalme sowie wintergrüne Stauden wie Bergenie und Purpurglöckchen sorgen dafür, dass das Beet auch im Winter nicht kahl wirkt.

 

Rosafarbene Flammenblume (Phlox), gelbe Königskerze (Verbascum), niedrige blauviolette Katzenminze (Nepeta) und Lavendel feiern im Juli und August ihren gemeinsamen Blütenhöhepunkt

 

Damit Blütenfarben und -düfte sich optimal entfalten können, braucht das Beet viel Sonne, vor allem bei üppigen Blütenstauden wie Rittersporn, Flammenblume oder Lupinen. Bedenken Sie auch, dass eine solche Pflanzung viel Platz benötigt. Wichtig: Eine Fläche von zehn Quadratmetern ist das Minimum. Wenn immer nur ein oder zwei Pflanzen gleichzeitig blühen, wird der Traum nicht erfüllt.

 

Rosa Mondviole (Lunaria), weiße Akelei, hohe Katzenminze und dunkelvioletter Steppen- Salbei geben sich im Juni neben Rosenblüten ein Stelldichein

 

Nur Beete, in denen mehrere Pflanzen gemeinsam in voller Blüte stehen, wirken schön üppig. Besonders gut sieht es aus, wenn ein paar Stauden derselben Art an ein, zwei Stellen im Beet erneut auftauchen. Entscheidend ist die Farbabstimmung. Schön wirken zum Beispiel romantische Kombinationen in Rosa, Weiß oder Blau oder fröhliche Mischungen aus Gelb, Blau und Rot.

 

Zierlauch (Allium ‘Globemaster’) ist ein Blüten-Star, der nur wenig Fläche braucht, aber zwischen Salbei sowie roten und weißen Spornblumen (Centranthus) tolle Akzente im Beet setzt

 

Ein immerblühendes Beet braucht eine gute Planung. Da das Angebot an früh blühenden Stauden sehr gering ist, sollten Sie die Auswahl auf Zwiebelpflanzen und kleine Frühlingssträucher wie Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) oder Zwerg-Mandel (Prunus tenella) ausdehnen. Die Sträucher bilden in der kalten Jahreszeit das Gerüst des Beets.Zwiebelblumen wie Narzisse, Krokus oder Traubenhyazinthe (Muscari) haben außerdem den Vorteil, dass sie im Sommer und Herbst nur wenig Platz brauchen. Ihr welkendes Laub wird später von den Beetnachbarn verdeckt.

 

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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
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  GARTENTIPPS MÄRZ 2021
Im März ist Pflanzzeit für viele Gehölze und Stauden. Außerdem sollten Sie schon jetzt etwas gegen die bevorstehende Schneckenplage unternehmen.

BLÜTENSTAUDEN TEILEN
Haben manche Pflanzen letztes Jahr weniger geblüht als früher? Fallen sie auseinander oder bedrängen sie sich gegenseitig? Gute Gründe für eine Verjüngungskur! Der beste Zeitpunkt fürs Teilen der meisten Stauden ist kurz vor dem Austrieb im Frühjahr. Schneiden Sie alte Stängel eine Hand breit über dem Boden ab – falls Sie das noch nicht im Herbst erledigt haben. Die Pflanzenhorste jetzt vorsichtig ausgraben und die Wurzelballen mit Spaten oder Messer teilen. Filigrane Pflanzen können Sie mit der Hand einfach auseinanderziehen. Schneiden Sie zu lange oder vertrocknete Wurzelteile ab, und arbeiten Sie Kompost ins Pflanzloch ein. Die Teilstücke werden so tief wie vorher eingesetzt. Tipp: Stauden, die im Frühjahr blühen, sollten Sie besser im Herbst teilen.

GRASNELKEN-SAMEN AUSSÄEN
An sonnigen Plätzen trägt die Grasnelke dichte rosa Blütenbälle zur Schau, die von Mai bis Juni in großer Zahl erscheinen. Ab März können Sie die bis 20 cm hohe Polsterstaude aussäen: Legen Sie die Samen in Töpfe mit Aussaaterde und drücken Sie die Saat nur leicht an. Nicht abdecken! An einem warmen Ort (mehr als 20 °C) keimen sie nach fünf bis zehn Tagen, wenn man die Samen gut feucht hält. Nach einigen Wochen können die Jungpflanzen in den Garten umsiedeln. Meist fällt die Blüte im ersten Jahr spärlich aus. Eine echte Schnellstarterin ist dagegen die neue Sorte ‘Morning Star’. Sie bringt gleich im ersten Jahr viele Blüten hervor.

SCHNEKKEN FRÜHZEITIG BEKÄMPFEN
Sobald die Temperaturen im März etwas milder werden, sollten Sie frisch austreibende Funkien und andere gefährdete Stauden wie beispielsweise Leberblümchen vor Schneckenfraß schützen. Streuen Sie dazu am besten Schneckenkorn aus – es wirkt im Frühjahr am besten, weil das Nahrungsangebot noch nicht allzu groß ist. Wenn es Ihnen gelingt, einen großen Teil der ersten Schneckengeneration frühzeitig zu vernichten, werden Sie mit den gefräßigen Weichtieren im Sommer kaum noch Probleme haben.

VERKAHLTE BUCHSEINFASSUNGEN TIEFER SETZEN
Einfassungen aus Buchsbaum verkahlen unten an schattigen Standorten leicht und werden dann unansehnlich. Aber kein Grund zur Panik: Graben Sie die Pflanzen aus und setzen Sie sie anschließend einfach eine Handbreit tiefer wieder ein. Im Gegensatz zu vielen anderen Gehölzen nehmen sie diese Maßnahme nicht übel: Sie bilden einfach neue Wurzeln und treiben gut wieder durch.

ZWIEBELBLUMEN DÜNGEN
Wenn Ihre Zwiebelblumen nur spärlich treiben oder die letzten Jahre immer weniger geblüht haben, sollten Sie ihnen Dünger verabreichen. Das gilt vor allem für üppige Blüher wie Narzisse oder Tulpe. Streuen Sie einen rasch wirkenden mineralischen Volldünger, sobald die Pflanzen die ersten Blätter zeigen.

KÄLTEEMPFINDLICHE STRÄUCHER JETZT PFLANZEN
Kälteempfindliche Sträucher wie Sommerflieder, Lavendel, Säckelblume oder Bartblume pflanzt man besser jetzt im Frühjahr als im Herbst. So können die Pflanzen bis zum nächsten Winter gut einwurzeln und sind widerstandsfähiger gegen starke Fröste.

RASEN ABHARKEN UND DÜNGEN
Wenn der Frost vorbei ist, sollten Sie alte Blätter und herabgefallene Äste vom Rasen entfernen. Wichtig ist, dass der grüne Teppich jetzt viel Licht bekommt, damit er sich schnell von den Winterstrapazen erholt. Wenn es Mitte März bereits warm genug ist, sollten Sie dem Rasen außerdem mit einem Langzeit-Dünger versorgen. Im Fachhandel sind Produkte mit unterschiedlich langer Wirkungsdauer erhältlich. Achten Sie aber darauf, dass das Produkt auch Nährstoffanteile enthält, die sofort wirksam werden.

HOCHSTÄMMCHEN ZURÜCKSCHNEIDEN
Ein beliebter Zierstrauch ist die Japanische Stämmchen-Weide. Damit die Krone ihre schöne Form behält, muss sie jedes Jahr Anfang März stark zurückgeschnitten werden. Das gilt ebenso fürs Mandelbäumchen (Prunus triloba) – warten Sie bei ihm aber, bis die rosa Blütenpracht vorbei ist. Bei der Hängenden Kätzchen-Weide (Salix caprea ‘Pendula’) sollten Sie ebenfalls erst dann zur Schere greifen, wenn die Blütenkätzchen abgefallen sind.

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