SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  GARTENKULTUR 23.10.2019 16:34 (UTC)
   
 

Der Traum vom immerblühenden Beet

Das ganze Jahr lang auf ein Meer aus bunten Blüten schauen – eine schöne Vorstellung, die mit ein wenig Geschick in fast jedem Garten umsetzbar ist.

In dem lang und tief angelegten Beet finden Blütenstauden für jede Jahreszeit Platz. Zusätzlich wurden Blattschmuckpflanzen wie Funkien (Hosta) und einjährige rotblättrige Melde (Atriplex) gepflanzt

 

Zu den lang blühenden Stauden zählen zum Beispiel die Katzenminze, Flammenblume (Phlox) oder Mädchenauge (Coreopsis verticillata). Schönheiten wie Türken-Mohn (Papaver orientalis), dessen Blüten nur wenige Wochen halten, sollten Sie nur in geringer Stückzahl pflanzen und im hinteren Teil des Beetes platzieren. Sonst entstehen, da nach dem Verblühen auch die Blätter schnell absterben, unschöne Lücken. Wenn vor solche Kurzblüher Stauden wie Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) oder Silberkerze (Cimicifuga) gesetzt werden, verdecken deren üppige Blätter die kahlen Stellen – und zum Ende des Gartenjahrs ist noch einmal für neue Blüten gesorgt. Dazu ein oder zwei dekorative Ziergräser wie Chinaschilf (Miscanthus sinensis) oder Lampenputzer- Gras (Pennisetum alopecuroides), und der Herbst-Garten ist perfekt.

 

Blauer Rittersporn, purpurne Becher-Malve (Lavatera), rosa Lupine, gelber Frauenmantel und roter Mohn (Papaver) blühen im Juni und Juli um die Wette

 

Ein einfacher Trick, um mehr Farbe in die Beete zu bringen: Stellen Sie zusätzlich Töpfe hinein, die im Frühjahr, Sommer und Herbst immer neu bepflanzt werden. Natürlich können Sie statt Sommerblumen auch üppig blühende Kübelpflanzen verwenden. Auch ein- oder mehrjährige Kletterpflanzen wie Kapuzinerkresse, Duft- Wicken (Lathyrus odoratus) oder Jelängerjelieber (Lonicera) vergrößern den Blütenreichtum. An Säulen oder Obelisken gepflanzt benötigen sie wenig Platz und bringen auch in der Höhe Farbe.

 

Mit feurigen Farben legen die Fackellilien (Kniphofia) im Juni los. Sonnenhut (Rudbeckia), Aster und Fetthenne (Sedum) gesellen sich im Juli und August dazu

 

Wenn Sie jedes Jahr zur gleichen Zeit an Ihren Lieblings- Urlaubsort fahren, darf der Garten dann auch etwas trister aussehen. So bleibt mehr Platz für Stauden, die überreich blühen,wenn Sie zu Hause sind. Tipp: Immergrüne Sträucher wie Buchsbaum und Stechpalme sowie wintergrüne Stauden wie Bergenie und Purpurglöckchen sorgen dafür, dass das Beet auch im Winter nicht kahl wirkt.

 

Rosafarbene Flammenblume (Phlox), gelbe Königskerze (Verbascum), niedrige blauviolette Katzenminze (Nepeta) und Lavendel feiern im Juli und August ihren gemeinsamen Blütenhöhepunkt

 

Damit Blütenfarben und -düfte sich optimal entfalten können, braucht das Beet viel Sonne, vor allem bei üppigen Blütenstauden wie Rittersporn, Flammenblume oder Lupinen. Bedenken Sie auch, dass eine solche Pflanzung viel Platz benötigt. Wichtig: Eine Fläche von zehn Quadratmetern ist das Minimum. Wenn immer nur ein oder zwei Pflanzen gleichzeitig blühen, wird der Traum nicht erfüllt.

 

Rosa Mondviole (Lunaria), weiße Akelei, hohe Katzenminze und dunkelvioletter Steppen- Salbei geben sich im Juni neben Rosenblüten ein Stelldichein

 

Nur Beete, in denen mehrere Pflanzen gemeinsam in voller Blüte stehen, wirken schön üppig. Besonders gut sieht es aus, wenn ein paar Stauden derselben Art an ein, zwei Stellen im Beet erneut auftauchen. Entscheidend ist die Farbabstimmung. Schön wirken zum Beispiel romantische Kombinationen in Rosa, Weiß oder Blau oder fröhliche Mischungen aus Gelb, Blau und Rot.

 

Zierlauch (Allium ‘Globemaster’) ist ein Blüten-Star, der nur wenig Fläche braucht, aber zwischen Salbei sowie roten und weißen Spornblumen (Centranthus) tolle Akzente im Beet setzt

 

Ein immerblühendes Beet braucht eine gute Planung. Da das Angebot an früh blühenden Stauden sehr gering ist, sollten Sie die Auswahl auf Zwiebelpflanzen und kleine Frühlingssträucher wie Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) oder Zwerg-Mandel (Prunus tenella) ausdehnen. Die Sträucher bilden in der kalten Jahreszeit das Gerüst des Beets.Zwiebelblumen wie Narzisse, Krokus oder Traubenhyazinthe (Muscari) haben außerdem den Vorteil, dass sie im Sommer und Herbst nur wenig Platz brauchen. Ihr welkendes Laub wird später von den Beetnachbarn verdeckt.

 

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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
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  GARTENTIPPS OKTOBER 2019
Schlagworte für Oktober: Rose, Rasen, Stauden, Kompost, Zwiebelblumen, Herbstlaub, Dahlien, Blumenzwiebeln.
Die Gartensaison geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. So bereiten Sie Ihre Pflanzen im Ziergarten auf die kalte Jahreszeit vor.

STAUDEN ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie jetzt im Herbst nicht alle verblühten Stauden zurück. Etliche Staudenarten wie Purpursonnenhut und Fetthenne tragen Samenstände, die auch im Winter attraktiv sind. Zudem werden zum Beispiel Astern durch den frühen Rückschnitt empfindlicher gegen Frost. Auch vielen Insekten tun Sie einen Gefallen, wenn Sie mit dem Rückschnitt bis zum nächsten Frühjahr warten, denn sie nutzen die hohlen Stängel als Winterquartier. Kurzlebigen Stauden wie Stockrosen und Kokardenblumen (Gaillardia) tut ein früher Rückschnitt allerdings gut – sie leben dann länger.

MONTBRETIEN VOR FROST SCHÜTZEN
Die Knollen von Montbretien (Crocosmia) können im Winter im Boden bleiben, wenn man sie mit einer dicken Schicht aus Laub und Tannenzweigen abdeckt. Man kann sie allerdings auch wie Gladiolen in einer Kiste mit sandiger Erde im kühlen Keller überwintern.

WINTERGRÜNE STAUDEN VON LAUB BEFREIEN
Achten Sie darauf, dass wintergrüne Stauden wie Gänsekresse (Arabis) und Hornkraut (Cerastium) im Winter nicht vollständig unter einer Laubschicht verschwinden. Sie faulen unter der feuchten Decke leicht.

SOMMERBLUMEN KOMPOSTIEREN
Viele Sommerblumen sind ab Ende Oktober nicht mehr besonders ansehnlich. Räumen Sie jetzt die Beete ab und entsorgen Sie die Pflanzen auf dem Kompost. Den Boden Ihrer Sommerblumenbeete können Sie auch im Oktober noch mit einer schnell wachsenden Gründüngung wie Raps oder Winter-Roggen aufbessern.

DAHLIEN NICHT ZU FRÜH RODEN
Lassen Sie Ihre Dahlien stehen, bis das Laub völlig abgestorben ist – je länger die Freiluftsaison dauert, desto mehr Reservestoffe können die Pflanzen für den nächsten Austrieb in ihren Knollen einlagern. Leichte Fröste können den Knollen in der Erde nicht viel anhaben.

ZWIEBELBLUMEN PFLANZEN
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Tulpen, Narzissen und andere Frühlingsblüher zu pflanzen. Wenn Sie die Zwiebelblumen ins Beet oder in den Rasen setzen, sollten Sie die Pflanzstellen mit einem Stab markieren. So können Sie im nächsten Frühjahr leicht überprüfen, ob alle Zwiebeln und Knollen ausgetrieben sind.

HERBSTLAUB VOM RASEN ENTFERNEN
Waldstauden und Bodendecker wie Schaumblüte (Tiarella), Waldsteinie oder Efeu fühlen sich im Herbst unter einer Laubdecke wohl. Der Rasen hingegen braucht auch im Winter genügend Licht, damit sich keine kahlen Stellen bilden. Harken Sie den grünen Teppich daher bei Bedarf wöchentlich mit einem Laubrechen ab. Größere Laubmengen lassen sich in einfachen runden Körben aus Hasendraht platzsparend lagern.

RASEN: KAHLE STELLEN ERNEUEREN
Der Oktober ist für Hobbygärtner die letzte Gelegenheit, um kahle Stellen im Rasen auszubessern. Rauen Sie den Boden mit einem Handvertikutierer oder einem Eisenrechen auf und säen Sie die Kahlstellen möglichst mit der gleichen Saatgut-Mischung nach, aus der auch der übrige Rasen besteht. Die Nachsaat wird dünn mit Humuserde abgedeckt und gründlich gewässert. Großflächige Reparaturen sollten Sie auf das nächste Frühjahr verschieben.

ROSEN: LEICHTER RÜCKSCHNITT
Beet- und Strauchrosen brauchen bereits im Herbst einen leichten Rückschnitt. Kürzen Sie mit der Rosenschere alle besonders langen, sparrigen Triebe, so dass ein gleichmäßiger Strauch mit einer kompakten Krone entsteht. Der richtige Rückschnitt findet allerdings erst im nächsten Frühjahr statt, sobald die Forsythien ihre Blüten öffnen.

SOMMERGRÜNE GEHÖLZE UMPFLANZEN
Wenn Sie einen größeren sommergrünen Strauch oder Baum umpflanzen wollen, sollten Sie das noch im Herbst tun. Grund: Die Pflanze hat dann ausreichend Zeit, um bis zum nächsten Austrieb neue Wurzeln zu bilden. Warten Sie, bis die meisten Blätter abgefallen sind, und graben Sie das Gehölz dann mit einem großzügig bemessenen Wurzelballen aus. Der Boden am neuen Standort wird mit Komposterde ausgebessert und das Gehölz möglichst ohne Lagerzeit gleich wieder eingesetzt. Ausnahme: Immergrüne Gehölze pflanzt man im Spätsommer oder – besser – im zeitigen Frühjahr um. Sie sollten bis zum Winter gut eingewurzelt sein, da sie bei Frost sonst Blattschäden erleiden können.

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