SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  GARTEN-JAHRESZEITEN 24.06.2019 17:32 (UTC)
   
 

Garten der vier Jahreszeiten

Wer seine Pflanzen wohlüberlegt auswählt, kann die Reize jeder Jahreszeit voll und ganz genießen. Bunt blühendes Sommerkleid oder weißer Wintermantel? Unser Beispielgarten zeigt sich rund ums Jahr von seiner besten Seite. Gehen Sie auf Entdeckungstour!

 



FRÜHLING: RAUSCHENDES BLÜTENFEST
Im Frühling werden die Tage wieder länger, wärmer – und bunter. Denn langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Zwiebelblumen sind die Ersten, die sich von den wärmenden Sonnenstrahlen wachkitzeln lassen.

Edel wirkt eine Mischung aus rosafarbenen Tulpen
und weißen Narzissen. Die vitalen Frühjahrsboten sind pflegeleicht und robust, wenn ihnen der Standort zusagt. Regel Nummer eins heißt: keine Staunässe. Schwere Böden sollten Sie mit Sand oder Kies durchlässiger machen.

Auch viele Blütensträucher zeigen sich jetzt von ihrer schönsten Seite. Im vorliegenden Beispiel laden Braut-Spiere
(Spiraea x arguta) undPfeifenstrauch (Philadelphus) an der Terrasse zu einem strahlend weißen Blütenfest ein.

An einem windgeschützten Plätzchen (in der Zeichnung rechts vorn) trägt auch die Russische Zwerg-Mandel ‘Fire Hill’ (Prunus tenella) einen dichten rosa Blütenschleier zur Schau. Räumen Sie ihr viel Platz ein: Sie wird zwar nur 1,2 Meter hoch, dafür aber mit den Jahren durch Ausläufer oft doppelt so breit. Am zweiten Sitzplatz des Gartens schmücken sich Immergrüner Hirschzungen-Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) und Kirschlorbeer
(Prunus laurocerasus) mit weißen Tupfern.

Die Rhododendren im hinteren Bereich des Gartens sind dankbar für einige Stunden Sonnenlicht am Tag – Mittagshitze ausgenommen. Dafür sind sie im Frühjahr mit rosa und violetten Blüten übersät. Rhododendren gedeihen nur in sauren Böden. Arbeiten Sie daher vor der Pflanzung spezielle Moorbeeterde, alternativ verrottetes Laub oder Nadelerde ein. Seit einigen Jahren sind auch neue Züchtungen, sogenannte Inkarho-Rhododendren, auf dem Markt, die mit höheren pH-Werten besser zurecht kommen.



 

SOMMER: POTPOURRI AUS FARBE UND DUFT
Ab Juni präsentiert die rosafarbene Hochstammrose ihre charmanten Blüten auf Augenhöhe am Sitzplatz. Entscheiden Sie sich für öfterblühende Sorten, dann hält der Blütentraum bis weit in den Herbst hinein.

Im Staudenbeet nebenan strahlen farbenfrohe Sommerblüher um die Wette, ganz in Gelb und Orange getaucht. Eine auffällige Erscheinung ist der Bronze-Felberich ‘Firecracker’ (Lysimachia ciliata) mit seinen gelben Blüten über kupferbraunen Blättern. Unschlagbar ist auch das große Sortiment der Sonnenbräute
(hier: Helenium ‘Crimson Beauty’), die das ganze Spektrum warmer Gelb- und Rottöne abdecken.

Und was wäre die sonnige Jahreszeit ohne Sommerflieder
(Buddleja)! Selbst während trockener Hitzeperioden sorgt er unermüdlich für duftenden Blütennachwuchs. Er bildet das Rückgrat der Staudenrabatte und ist ein richtiger Schmetterlingsmagnet.

Im Beetstreifen an der linken Gartengrenze haben sich Tulpen und Narzissen längst wieder zurückgezogen. Jetzt ist die Bühne frei für Liggularien
mit goldgelben Blütenkerzen und filigrane Hostablüten über herzförmigem Laub. In Richtung Teich verzaubern die fedrigen Blütenrispen der Astilbe den halbschattigen Bereich. Die Schattenstaude liebt gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, deshalb ist eine Mulchdecke, zum Beispiel angetrockneter Rasenschnitt oder gehäckselte Gartenabfälle, sehr vorteilhaft. Positiver Nebeneffekt: Das Unkrautzupfen können Sie sich künftig sparen.

Von zeitweiliger Beschattung profitiert auch der kleine Teich, denn das Wasser kann sich nicht so stark erwärmen – Algen werden im Zaum gehalten. Gräser, blau blühende Schwertlilien
(Iris) und Steine binden den Teich harmonisch in die Umgebung ein.

Bizarrer Hingucker sind die Hauswurz-Rosetten (Sempervivum) in eingesenkten Töpfen. Sie vertragen viel Wärme und Trockenheit, da sie in ihren dicken, saftreichen Blättern Wasservorräte für Trockenzeiten speichern. Von Juni bis September machen auch die Seerosen (Nymphaea) mit wunderschönen Blüten von sich reden. Die Sonnenanbeter sind sehr wuchsfreudig – deshalb immer in Pflanzkörbe setzen! 



HERBST: EINZUG FEURIGER FARBEN
Das Sommerorchester hat sich inzwischen aus dem Garten verabschiedet, nun kommt der Auftritt herausragender Solisten. In der hinteren Gartenecke zieht der Fächer-Ahorn ‘Osakazuki’ (Acer palmatum) alle Blicke auf sich: Seine kräftig grünen Blätter haben sich karmesinrot verfärbt. Verteilen Sie an sonnigen, trockenen Plätzen Mulch um das wertvolle Gehölz, denn es liebt einen feucht-kühlen Wurzelbereich.

Direkt daneben trägt die Schmuck-Eberesche (Sorbus decora) leuchtend rote Beerenbüschel zur Schau. Die roten Früchte der Stechpalme
‘Blue Angel’ (Ilex x meservae) zeigen sich links von der Terrasse und haften sogar bis zum März am Strauch. In der Mitte des Gartens prägen Felsenbirne (Amelanchier ovalis) und Zaubernuss (Hamamelis mollis) die bunte Herbstszenerie. Ihre scharlachroten und goldgelben Blattfärbungen leiten farblich passend zum benachbarten Herbstbeet über.

Hier stehen Fetthenne
(Sedum), Sonnenhut (Rudbeckia), Astern und Goldruten (Solidago) in voller Blüte. Goldrute und Sonnenhut stecken Trockenheit mühelos weg und brauchen auch sonst wenig Zuwendung. Im Gegenteil: Schneidet man Verblühtes nicht ab, sind die Köpfchen des Sonnenhuts auch im Winter noch eine Zierde. Das gilt auch für die Fetthenne mit ihren breiten Blütentellern, vorausgesetzt, sie konnte genügend Sonne tanken. Wenn sie zu wenig Licht bekommt, zu nass oder auf zu nährstoffreichem Boden steht, fallen die Stängel leicht auseinander.

Höhepunkt im Herbst ist aber ohne Zweifel die Asternblüte. Die farbenfrohen Blüher sind äußerst flexibel einsetzbar: hohe Sorten wie Aster novi-belgii
als Rückgrat einer Rabatte, niedrige wie die Kissen-Aster (Aster dumosus) im Vordergrund.



WINTER: AUFTRITT DER IMMERGRÜNEN
Die Natur legt im Winter eine Verschnaufpause ein, doch das heißt nicht, dass der Garten eintönig und kahl werden muss. Immergrüne Sträucher wie Rhododendren, Kirschlorbeer und Hirschzungen-Schneeball sind die Formgeber der kalten Jahreszeit. Besonders stilvoll sind die geschnittenen Buxkuglen an der linken Gartengrenze und die Buchsspirale rechts der Terrasse. Denken Sie daran, dass Immergrüne auch im Winter über ihre Blätter und Nadeln Wasser verdunsten. An trockenen frostfreien Tagen müssen Sie daher gießen.

Die Zaubernuss hat zwar ihre Blätter abgeworfen, dennoch ist sie mit ihren bizarren gelben Blüten der Star im winterlichen Garten. Unter den Sträuchern im hinteren Teil des Gartens stoßen Schneeglöckchen und Vorfrühlings-Alpenveilchen durch den Schnee. Die Pflanzen verwildern leicht durch Selbstaussaat und bilden in kürzester Zeit einen hübschen Blütenteppich. Im Schutz der Japanischen Hülse öffnet auch die Christrose
ihre Blüten – oft schon zur Weihnachtszeit und dann bis in den März hinein. 

 

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

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  GARTENTIPPS JUNI 2019
Rosen düngen, Hecken schneiden, Stauden teilen: Im Ziergarten ist im Juni einiges zu tun. Hier haben wir für Sie die wichtigsten Arbeiten aufgelistet.

ROSEN: VERWELKTE BLÄTTER ZURÜCKSCHNEIDEN
Wenn bei öfterblühenden Beet-, Strauch- und Kletterrosen die ersten Blüten verwelkt sind, sollten Sie diese umgehend abschneiden. Blütenbüschel schneiden Sie direkt oberhalb des obersten Blatts ab, bei einzeln stehenden Blüten entfernen Sie die beiden obersten Blätter mit. Mit dem Rückschnitt stimulieren Sie die Pflanze, neue Blütenknospen zu bilden.

ROSEN DÜNGEN UND WÄSSERN
Öfterblühende Rosen brauchen im Juni noch einmal Nährstoffe, damit sie nach dem Entfernen der alten Blüten gut wieder durchtreiben. Versorgen Sie die Pflanzen am besten mit einem organischen oder mineralischen Mehrnährstoffdünger.

HECKEN SCHNEIDEN
In der Zeit um den 24. Juni herum, den Johannistag, sollten Sie Ihre Hecken in Form bringen. Die meisten Gehölze haben jetzt nämlich ihren ersten Jahrestrieb abgeschlossen und schlagen nach dem Rückschnitt mit dem zweiten, dem sogenannten Johannistrieb, noch einmal aus. Schneiden Sie immergrüne großblättrige Pflanzen am besten mit einer Hand-Heckenschere. Elektrische Geräte verursachen bei Kirschlorbeer und Ilex hässliche Blattschäden.

ZIERSTRÄUCHER DURCH STECKLINGE VERMEHREN
Beim Schnitt von Formgehölzen wie Buchsbaum und Liguster fallen viele Zweige an, die man zur Vermehrung verwenden kann. Nehmen Sie leicht verholzte einjährige Triebe und zerteilen Sie diese in fünf bis zehn Zentimeter lange Abschnitte. Entfernen Sie anschließend im unteren Drittel die Blätter und stecken Sie die Stecklinge in eine Pflanzschale mit Anzuchterde. Gießen Sie die Stecklinge gut an und decken Sie die Schale anschließend mit Folie ab. Die Bewurzelungsdauer hängt von der Pflanzenart ab: Liguster braucht in der Regel kaum drei Wochen, beim Buchsbaum kann dieser Prozess dagegen bis zu einem halben Jahr dauern. Auch Blütensträucher wie Duftjasmin, Kolkwitzie und Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla) können Sie jetzt durch Stecklinge vermehren.

WELKE RHODODENDRONBLÜTEN AUSBRECHEN
Die meisten Rhododendren haben im Juni das Ende ihrer Blütezeit erreicht und die bunte Farbenpracht beginnt zu welken. Brechen Sie nun die alten Blütenstände mit den Fingern aus, denn damit verhindern Sie die Samenbildung. Die immergrünen Sträucher können so mehr Energie in die Bildung neuer Blütenknospen fürs nächste Jahr stecken.

BUNTER MARGERITEN TEILEN
Die 70 Zentimeter hohe Bunte Margerite (Chrysanthemum coccineum) ist von Natur aus recht kurzlebig. Damit Sie trotzdem möglichst lange was von der attraktiven Blütenstaude haben, sollten Sie die Pflanze mindestens alle zwei Jahre nach der Blüte im Juni/Juli abschneiden, in faustgroße Stücke teilen und an anderer Stelle wieder ins Beet setzen. Damit wirken Sie dem natürlichen Alterungsprozess entgegen.

RÜCKSCHNITT FÜR POLSTERSTAUDEN
Der Frühlingsflor im Steingarten ist im Juni endgültig vorbei. Schneiden Sie früh blühende Polsterstauden wie Blaukissen, Polster-Phlox und Polster-Glockenblume jetzt am besten mit einer Heckenschere zurück. So bleiben die Pflanzen vital, kompakt und blühfreudig.

RITTERSPORN: BLÜTEN ABSTÜTZEN
Hohe Stauden mit schweren Blütenständen wie beispielsweise der Rittersporn knicken bei Wind und starken Gewitterschauern leicht ab. Deshalb sollten Sie die Blütenstängel jetzt abstützen. Im Gartencenter sind spezielle Staudenstützen aus kunststoffummanteltem Draht erhältlich – aus geschälten Weidenruten kann man sich die Stützen aber auch selbst basteln.

BART-IRIS VERJÜNGEN
Alle Bart-Iris-Sorten breiten sich durch waagerechte Wurzelstöcke aus, die dicht unter der Bodenoberfläche liegen. Wenn im Zentrum der Pflanzen die Blütenfülle langsam nachlässt, müssen Sie die Stauden verjüngen. Graben Sie die Wurzelstöcke nach der Blüte aus und zerteilen Sie die äußeren, jüngsten Rhizomteile mit einem scharfen Messer in etwa zehn Zentimeter lange Stücke mit mindestens einem Blattschopf. Kürzen Sie die Blätter anschließend etwa um die Hälfte ein und pflanzen Sie die Teilstücke anschließend so flach wieder ein, dass ihre Oberseite nur rund ein bis zwei Zentimeter hoch mit Erde bedeckt ist.

KLETTERPFLANZEN: TRIEBE LEITEN
Die meisten Kletterpflanzen wachsen im Mai und Juni besonders stark. Damit die Triebe sich nicht zu einem undurchdringlichen Dickicht verflechten, sollten Sie rechtzeitig eingreifen und sie gleichmäßig durch die Kletterhilfe leiten.

NEUE RASENFLÄCHEN ERSTMALS MÄHEN
Wenn Sie im Mai einen neuen Rasen ausgesät haben, sollten Sie Ihn jetzt zum ersten Mal mähen. Bis zur ersten Mahd sollten die Gräser eine Höhe von acht bis zehn Zentimeter erreicht haben, geschnitten wird zunächst nicht kürzer als fünf Zentimeter. Bei den nächsten Mähterminen stellen Sie den Rasenmäher immer eine Stufe tiefer ein bis Sie die gewünschte endgültige Mähhöhe erreicht haben. Diese sollte 3,5 Zentimeter nicht unterschreiten.

RASEN: LÖWENZAHN AUSSTECHEN
Löwenzahn sät sich auf Rasenflächen leicht selbst aus. Damit die Pflanzen auf dem grünen Teppich nicht überhandnehmen, muss man sie mehrmals im Jahr mitsamt ihrer langen, fleischigen Pfahlwurzel ausstechen. Tipp: Mit dem pfiffig konstruierten Unkrautstecher der Firma Fiskars kann man den Löwenzahn entfernen, ohne sich bücken zu müssen.

GARTENTEICH: WASSER NACHFÜLLEN
An heißen Sommertagen sinkt der Wasserspiegel im Gartenteich durch die Verdunstung kontinuierlich. Füllen Sie Ihren Teich bei anhaltender Trockenheit am besten mit gespeichertem Regenwasser nach. Lassen Sie das Wasser möglichst vorsichtig in den Teich einlaufen, damit nicht unnötig viel Schlamm aufgewirbelt wird.

ALGEN IM GARTENTEICH BEKÄMPFEN
Sorgen Sie bei warmem Sommerwetter dafür, dass die Algen im Gartenteich nicht überhand nehmen. Fischen Sie die Fadenalgen am besten mit einem schmalen Rechen ab, indem Sie diesen vorsichtig durchs Wasser ziehen. Gleichzeitig sollten Sie mit mineralischen Bindemitteln wie beispielsweise Zeolith versuchen, den Nährstoffgehalt des Teichwassers zu senken. Hängen Sie die Gesteinsbröckchen in einem Kunststoffnetz ins Wasser. Wenn nach einigen Wochen die Aufnahmekapazität erschöpft ist, können Sie das nun nährstoffreiche Granulat in den Gartenboden einarbeiten oder unter die Kübelpflanzenerde mischen.

AKELEIEN ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie die halbreifen Samenstände der Akeleien ab, bevor sie sich öffnen. Durch Selbstaussaat können die attraktiven Stauden sonst schnell größere Gartenbereiche vereinnahmen. Außerdem verdrängen die vitalen Sämlingspflanzen mit der Zeit die gekauften Edelsorten.

© 1998-2019 SKM-GaLaBau Günter Müller Goldhecker Weg 6, D-61276 Weilrod