SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  GARTEN-JAHRESZEITEN 25.05.2018 01:25 (UTC)
   
 

Garten der vier Jahreszeiten

Wer seine Pflanzen wohlüberlegt auswählt, kann die Reize jeder Jahreszeit voll und ganz genießen. Bunt blühendes Sommerkleid oder weißer Wintermantel? Unser Beispielgarten zeigt sich rund ums Jahr von seiner besten Seite. Gehen Sie auf Entdeckungstour!

 



FRÜHLING: RAUSCHENDES BLÜTENFEST
Im Frühling werden die Tage wieder länger, wärmer – und bunter. Denn langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Zwiebelblumen sind die Ersten, die sich von den wärmenden Sonnenstrahlen wachkitzeln lassen.

Edel wirkt eine Mischung aus rosafarbenen Tulpen
und weißen Narzissen. Die vitalen Frühjahrsboten sind pflegeleicht und robust, wenn ihnen der Standort zusagt. Regel Nummer eins heißt: keine Staunässe. Schwere Böden sollten Sie mit Sand oder Kies durchlässiger machen.

Auch viele Blütensträucher zeigen sich jetzt von ihrer schönsten Seite. Im vorliegenden Beispiel laden Braut-Spiere
(Spiraea x arguta) undPfeifenstrauch (Philadelphus) an der Terrasse zu einem strahlend weißen Blütenfest ein.

An einem windgeschützten Plätzchen (in der Zeichnung rechts vorn) trägt auch die Russische Zwerg-Mandel ‘Fire Hill’ (Prunus tenella) einen dichten rosa Blütenschleier zur Schau. Räumen Sie ihr viel Platz ein: Sie wird zwar nur 1,2 Meter hoch, dafür aber mit den Jahren durch Ausläufer oft doppelt so breit. Am zweiten Sitzplatz des Gartens schmücken sich Immergrüner Hirschzungen-Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) und Kirschlorbeer
(Prunus laurocerasus) mit weißen Tupfern.

Die Rhododendren im hinteren Bereich des Gartens sind dankbar für einige Stunden Sonnenlicht am Tag – Mittagshitze ausgenommen. Dafür sind sie im Frühjahr mit rosa und violetten Blüten übersät. Rhododendren gedeihen nur in sauren Böden. Arbeiten Sie daher vor der Pflanzung spezielle Moorbeeterde, alternativ verrottetes Laub oder Nadelerde ein. Seit einigen Jahren sind auch neue Züchtungen, sogenannte Inkarho-Rhododendren, auf dem Markt, die mit höheren pH-Werten besser zurecht kommen.



 

SOMMER: POTPOURRI AUS FARBE UND DUFT
Ab Juni präsentiert die rosafarbene Hochstammrose ihre charmanten Blüten auf Augenhöhe am Sitzplatz. Entscheiden Sie sich für öfterblühende Sorten, dann hält der Blütentraum bis weit in den Herbst hinein.

Im Staudenbeet nebenan strahlen farbenfrohe Sommerblüher um die Wette, ganz in Gelb und Orange getaucht. Eine auffällige Erscheinung ist der Bronze-Felberich ‘Firecracker’ (Lysimachia ciliata) mit seinen gelben Blüten über kupferbraunen Blättern. Unschlagbar ist auch das große Sortiment der Sonnenbräute
(hier: Helenium ‘Crimson Beauty’), die das ganze Spektrum warmer Gelb- und Rottöne abdecken.

Und was wäre die sonnige Jahreszeit ohne Sommerflieder
(Buddleja)! Selbst während trockener Hitzeperioden sorgt er unermüdlich für duftenden Blütennachwuchs. Er bildet das Rückgrat der Staudenrabatte und ist ein richtiger Schmetterlingsmagnet.

Im Beetstreifen an der linken Gartengrenze haben sich Tulpen und Narzissen längst wieder zurückgezogen. Jetzt ist die Bühne frei für Liggularien
mit goldgelben Blütenkerzen und filigrane Hostablüten über herzförmigem Laub. In Richtung Teich verzaubern die fedrigen Blütenrispen der Astilbe den halbschattigen Bereich. Die Schattenstaude liebt gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, deshalb ist eine Mulchdecke, zum Beispiel angetrockneter Rasenschnitt oder gehäckselte Gartenabfälle, sehr vorteilhaft. Positiver Nebeneffekt: Das Unkrautzupfen können Sie sich künftig sparen.

Von zeitweiliger Beschattung profitiert auch der kleine Teich, denn das Wasser kann sich nicht so stark erwärmen – Algen werden im Zaum gehalten. Gräser, blau blühende Schwertlilien
(Iris) und Steine binden den Teich harmonisch in die Umgebung ein.

Bizarrer Hingucker sind die Hauswurz-Rosetten (Sempervivum) in eingesenkten Töpfen. Sie vertragen viel Wärme und Trockenheit, da sie in ihren dicken, saftreichen Blättern Wasservorräte für Trockenzeiten speichern. Von Juni bis September machen auch die Seerosen (Nymphaea) mit wunderschönen Blüten von sich reden. Die Sonnenanbeter sind sehr wuchsfreudig – deshalb immer in Pflanzkörbe setzen! 



HERBST: EINZUG FEURIGER FARBEN
Das Sommerorchester hat sich inzwischen aus dem Garten verabschiedet, nun kommt der Auftritt herausragender Solisten. In der hinteren Gartenecke zieht der Fächer-Ahorn ‘Osakazuki’ (Acer palmatum) alle Blicke auf sich: Seine kräftig grünen Blätter haben sich karmesinrot verfärbt. Verteilen Sie an sonnigen, trockenen Plätzen Mulch um das wertvolle Gehölz, denn es liebt einen feucht-kühlen Wurzelbereich.

Direkt daneben trägt die Schmuck-Eberesche (Sorbus decora) leuchtend rote Beerenbüschel zur Schau. Die roten Früchte der Stechpalme
‘Blue Angel’ (Ilex x meservae) zeigen sich links von der Terrasse und haften sogar bis zum März am Strauch. In der Mitte des Gartens prägen Felsenbirne (Amelanchier ovalis) und Zaubernuss (Hamamelis mollis) die bunte Herbstszenerie. Ihre scharlachroten und goldgelben Blattfärbungen leiten farblich passend zum benachbarten Herbstbeet über.

Hier stehen Fetthenne
(Sedum), Sonnenhut (Rudbeckia), Astern und Goldruten (Solidago) in voller Blüte. Goldrute und Sonnenhut stecken Trockenheit mühelos weg und brauchen auch sonst wenig Zuwendung. Im Gegenteil: Schneidet man Verblühtes nicht ab, sind die Köpfchen des Sonnenhuts auch im Winter noch eine Zierde. Das gilt auch für die Fetthenne mit ihren breiten Blütentellern, vorausgesetzt, sie konnte genügend Sonne tanken. Wenn sie zu wenig Licht bekommt, zu nass oder auf zu nährstoffreichem Boden steht, fallen die Stängel leicht auseinander.

Höhepunkt im Herbst ist aber ohne Zweifel die Asternblüte. Die farbenfrohen Blüher sind äußerst flexibel einsetzbar: hohe Sorten wie Aster novi-belgii
als Rückgrat einer Rabatte, niedrige wie die Kissen-Aster (Aster dumosus) im Vordergrund.



WINTER: AUFTRITT DER IMMERGRÜNEN
Die Natur legt im Winter eine Verschnaufpause ein, doch das heißt nicht, dass der Garten eintönig und kahl werden muss. Immergrüne Sträucher wie Rhododendren, Kirschlorbeer und Hirschzungen-Schneeball sind die Formgeber der kalten Jahreszeit. Besonders stilvoll sind die geschnittenen Buxkuglen an der linken Gartengrenze und die Buchsspirale rechts der Terrasse. Denken Sie daran, dass Immergrüne auch im Winter über ihre Blätter und Nadeln Wasser verdunsten. An trockenen frostfreien Tagen müssen Sie daher gießen.

Die Zaubernuss hat zwar ihre Blätter abgeworfen, dennoch ist sie mit ihren bizarren gelben Blüten der Star im winterlichen Garten. Unter den Sträuchern im hinteren Teil des Gartens stoßen Schneeglöckchen und Vorfrühlings-Alpenveilchen durch den Schnee. Die Pflanzen verwildern leicht durch Selbstaussaat und bilden in kürzester Zeit einen hübschen Blütenteppich. Im Schutz der Japanischen Hülse öffnet auch die Christrose
ihre Blüten – oft schon zur Weihnachtszeit und dann bis in den März hinein. 

 

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

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  GARTENTIPPS MAI 2018
Dahlien pflanzen, Rasen aussäen, Tulpen roden, Formgehölze schneiden: Im Mai ist im Ziergarten allerhand zu tun. Hier finden Sie die besten Tipps.

SEEROSEN PFLANZEN
Das Wasser im Gartenteich hat im Mai die richtige Temperatur, um neue Seerosen zu pflanzen. Setzen Sie die Seerosen in spezielle Pflanzkörbe mit Seerosenerde und senken Sie die Körbe auf die für die jeweilige Seerose richtige Wassertiefe ab. Beschädigte und abgestorbene Blätter sollten Sie vor dem Pflanzen entfernen und die Topfoberfläche anschließend mit einer Schicht Kies vor dem Aufschwimmen schützen. Grobmaschige Gittertöpfe kleiden Sie am besten mit Vlies oder Sackleinen aus, damit die Seerosenerde nicht ausgespült wird.

BLUMENWIESE ANLEGEN
Der Mai ist ein guter Monat, um eine Blumenwiese anzulegen. Graben Sie die Fläche um, zerkleinern Sie grobe Erdklumpen mit einem Kultivator und ebnen Sie die Fläche mit einer Harke ein, so dass ein feinkrümeliges Saatbett entsteht. Am besten eignet sich dafür eine Heuharke aus Holz oder Aluminium. Die Samen werden nach Packungsanleitung ausgesät. leicht eingeharkt und nach der Aussaat bis zum Keimen gleichmäßig feucht gehalten. Wichtig: Verwenden Sie ausschließlich Saatgut-Mischungen, die auf Ihre Bodenverhältnisse abgestimmt sind – eine Blumenmischung für magere Sandböden beispielsweise verschwindet innerhalb weniger Jahre wieder, wenn sie auf einem feuchten Lehmboden ausgesät wird.

FORMGEHÖLZE SCHNEIDEN
Im Mai müssen Sie den frischen Austrieb Ihrer Formgehölze zum ersten Mal stutzen. Verwenden Sie dafür am besten eine Akku-Strauchschere oder eine kleine Handheckenschere. Besonders detaillierte Konturen sollten Sie mit einer normalen Gartenschere oder einer Schafschere herausarbeiten. Bei Kiefern in Bonsai-Form bricht man die noch weichen neuen Triebe einfach mit den Fingern in der Mitte durch, denn so werden die jungen Nadeln nicht beschädigt. Nach dem Schnitt sollten Sie die Formgehölze düngen, um den neuen Austrieb zu unterstützen.

RINDENMULCH AUSBRINGEN
Eine Mulchschicht im Beet hat viele Vorteile: Sie versorgt den Boden mit Humus, hält ihn locker und länger feucht. Anfang Mai ist der beste Zeitpunkt, um sie auszubringen, denn der Boden hat sich jetzt ausreichend erwärmt. Bewährt haben sich Holzhäcksel, Rindenmulch oder Rindenkompost. Wichtig: Streuen Sie vor dem Abdecken des Bodens reichlich Hornspäne aus, da die Zersetzungsprozesse in der nährstoffarmen Mulchschicht viel Stickstoff binden.

VORGEZOGENE SOMMERBLUMEN AUSPFLANZEN
Sommerblumen, die Sie im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen haben, dürfen ab Mitte Mai ins Beet. Mit den Studentenblumen (Tagetes) und Zinnien sollten Sie bei kühler Witterung allerdings bis Ende Mai warten, denn sie brauchen zum schnellen Anwachsen unbedingt warmen Boden.

ZWIEBELBLUMEN: VERBLÜHTES ABSCHNEIDEN
Sobald Zwiebelblumen verblüht sind, sollten Sie die zurückbleibenden Fruchtkapseln abschneiden. Das ist vor allem bei Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen (Fritillaria) wichtig. Sie setzen leicht Samen an, was die Frühlingsblüher sehr viel Kraft kostet.

TULPEN RODEN UND EINLAGERN
Ende des Monats haben die ersten Tulpen ihre Vegetationsperiode beendet und beginnen damit, alle benötigten Nährstoffe wieder in die Blumenzwiebeln einzulagern. Nehmen Sie die Pflanzen jetzt aus dem Beet und lagern Sie die Zwiebeln mitsamt dem welkenden Spross trocken und dunkel in einer Kiste mit Sand. Im Herbst können Sie die Tulpenzwiebeln dann wieder in die Beete auspflanzen.

ROSEN: WILDTRIEBE ABREISSEN
Bei Rosen bilden sich oft Wildtriebe, die in der Nähe der Basis aus der Erde wachsen. Sie müssen direkt am Stamm abgerissen werden, denn aus verbleibenden Knospen wachsen sonst erneut Wildtriebe. Folgende Technik hat sich bewährt: Wurzelhals vorsichtig freigraben, anschließend die Rinde unter dem Wildtrieb mit einem scharfen Messer waagerecht einschneiden und den Trieb nach unten abreißen. Mit dem kurzen waagerechten Schnitt verhindern Sie, dass die Wunden zu groß werden.

RASEN AUSSÄEN
Im Mai ist die günstigste Zeit, um einen neuen Rasen anzulegen. Vorher ist es oft zu kühl, denn die Grassamen brauchen zum Keimen auch nachts eine Mindesttemperatur von 10 °C. Den Boden mit einer Fräse oder Motorhacke lockern, dann die Fläche mit einem breiten Rechen einebnen. Das Saatgut mit einem Streuwagen ausbringen, Fläche walzen und mit einem Regner gründlich wässern. Wichtig: Verwenden Sie ausschließlich Markensaatgut! Mischungen wie "Berliner Tiergarten" sind zwar billig, aber qualitativ minderwertig. Sie wachsen zu schnell und bilden keine dichte Grasnarbe.

DAHLIEN PFLANZEN
Anfang Mai kommen die überwinterten Dahlienknollen wieder in den Boden – idealerweise an einen sonnigen Standort mit sandiger Erde. Falls deren Blühfreude in den letzten Jahren nachgelassen hat, sollten Sie die neuen Triebe reduzieren und nur die stärksten stehen lassen. Alternativ könnnen Sie die Knollen vor dem Auspflanzen teilen – auch das regt die Blütenbildung an.

UNKRAUTBEKÄMPFUNG
Warm-feuchtes Wetter lässt im Mai auch das Unkraut wieder kräftig sprießen. Arbeiten Sie daher Ihre Stauden- und Sommerblumenbeete regelmäßig mit der Hacke durch, damit die Unkräuter nicht zur Samenreife kommen.

RHODODENDRON: BRAUNE KNOSPEN ENTFERNEN
Wenn Ihre Rhododendron braunschwarze, vertrocknete Blütenknospen tragen, sollen Sie diese spätestens Anfang Mai entfernen. Grund: Die Knospen enthalten die Gelege der Rhododendron-Zikade. Die Schädlinge schlüpfen je nach Witterung oft schon ab Mitte Mai und befallen dann im Juni/Juli die neuen Blütenknospen. Entsorgen Sie die abgestorbenen Knospen am besten mit dem Hausmüll.

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