SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  GARTEN-JAHRESZEITEN 23.10.2019 15:34 (UTC)
   
 

Garten der vier Jahreszeiten

Wer seine Pflanzen wohlüberlegt auswählt, kann die Reize jeder Jahreszeit voll und ganz genießen. Bunt blühendes Sommerkleid oder weißer Wintermantel? Unser Beispielgarten zeigt sich rund ums Jahr von seiner besten Seite. Gehen Sie auf Entdeckungstour!

 



FRÜHLING: RAUSCHENDES BLÜTENFEST
Im Frühling werden die Tage wieder länger, wärmer – und bunter. Denn langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Zwiebelblumen sind die Ersten, die sich von den wärmenden Sonnenstrahlen wachkitzeln lassen.

Edel wirkt eine Mischung aus rosafarbenen Tulpen
und weißen Narzissen. Die vitalen Frühjahrsboten sind pflegeleicht und robust, wenn ihnen der Standort zusagt. Regel Nummer eins heißt: keine Staunässe. Schwere Böden sollten Sie mit Sand oder Kies durchlässiger machen.

Auch viele Blütensträucher zeigen sich jetzt von ihrer schönsten Seite. Im vorliegenden Beispiel laden Braut-Spiere
(Spiraea x arguta) undPfeifenstrauch (Philadelphus) an der Terrasse zu einem strahlend weißen Blütenfest ein.

An einem windgeschützten Plätzchen (in der Zeichnung rechts vorn) trägt auch die Russische Zwerg-Mandel ‘Fire Hill’ (Prunus tenella) einen dichten rosa Blütenschleier zur Schau. Räumen Sie ihr viel Platz ein: Sie wird zwar nur 1,2 Meter hoch, dafür aber mit den Jahren durch Ausläufer oft doppelt so breit. Am zweiten Sitzplatz des Gartens schmücken sich Immergrüner Hirschzungen-Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) und Kirschlorbeer
(Prunus laurocerasus) mit weißen Tupfern.

Die Rhododendren im hinteren Bereich des Gartens sind dankbar für einige Stunden Sonnenlicht am Tag – Mittagshitze ausgenommen. Dafür sind sie im Frühjahr mit rosa und violetten Blüten übersät. Rhododendren gedeihen nur in sauren Böden. Arbeiten Sie daher vor der Pflanzung spezielle Moorbeeterde, alternativ verrottetes Laub oder Nadelerde ein. Seit einigen Jahren sind auch neue Züchtungen, sogenannte Inkarho-Rhododendren, auf dem Markt, die mit höheren pH-Werten besser zurecht kommen.



 

SOMMER: POTPOURRI AUS FARBE UND DUFT
Ab Juni präsentiert die rosafarbene Hochstammrose ihre charmanten Blüten auf Augenhöhe am Sitzplatz. Entscheiden Sie sich für öfterblühende Sorten, dann hält der Blütentraum bis weit in den Herbst hinein.

Im Staudenbeet nebenan strahlen farbenfrohe Sommerblüher um die Wette, ganz in Gelb und Orange getaucht. Eine auffällige Erscheinung ist der Bronze-Felberich ‘Firecracker’ (Lysimachia ciliata) mit seinen gelben Blüten über kupferbraunen Blättern. Unschlagbar ist auch das große Sortiment der Sonnenbräute
(hier: Helenium ‘Crimson Beauty’), die das ganze Spektrum warmer Gelb- und Rottöne abdecken.

Und was wäre die sonnige Jahreszeit ohne Sommerflieder
(Buddleja)! Selbst während trockener Hitzeperioden sorgt er unermüdlich für duftenden Blütennachwuchs. Er bildet das Rückgrat der Staudenrabatte und ist ein richtiger Schmetterlingsmagnet.

Im Beetstreifen an der linken Gartengrenze haben sich Tulpen und Narzissen längst wieder zurückgezogen. Jetzt ist die Bühne frei für Liggularien
mit goldgelben Blütenkerzen und filigrane Hostablüten über herzförmigem Laub. In Richtung Teich verzaubern die fedrigen Blütenrispen der Astilbe den halbschattigen Bereich. Die Schattenstaude liebt gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, deshalb ist eine Mulchdecke, zum Beispiel angetrockneter Rasenschnitt oder gehäckselte Gartenabfälle, sehr vorteilhaft. Positiver Nebeneffekt: Das Unkrautzupfen können Sie sich künftig sparen.

Von zeitweiliger Beschattung profitiert auch der kleine Teich, denn das Wasser kann sich nicht so stark erwärmen – Algen werden im Zaum gehalten. Gräser, blau blühende Schwertlilien
(Iris) und Steine binden den Teich harmonisch in die Umgebung ein.

Bizarrer Hingucker sind die Hauswurz-Rosetten (Sempervivum) in eingesenkten Töpfen. Sie vertragen viel Wärme und Trockenheit, da sie in ihren dicken, saftreichen Blättern Wasservorräte für Trockenzeiten speichern. Von Juni bis September machen auch die Seerosen (Nymphaea) mit wunderschönen Blüten von sich reden. Die Sonnenanbeter sind sehr wuchsfreudig – deshalb immer in Pflanzkörbe setzen! 



HERBST: EINZUG FEURIGER FARBEN
Das Sommerorchester hat sich inzwischen aus dem Garten verabschiedet, nun kommt der Auftritt herausragender Solisten. In der hinteren Gartenecke zieht der Fächer-Ahorn ‘Osakazuki’ (Acer palmatum) alle Blicke auf sich: Seine kräftig grünen Blätter haben sich karmesinrot verfärbt. Verteilen Sie an sonnigen, trockenen Plätzen Mulch um das wertvolle Gehölz, denn es liebt einen feucht-kühlen Wurzelbereich.

Direkt daneben trägt die Schmuck-Eberesche (Sorbus decora) leuchtend rote Beerenbüschel zur Schau. Die roten Früchte der Stechpalme
‘Blue Angel’ (Ilex x meservae) zeigen sich links von der Terrasse und haften sogar bis zum März am Strauch. In der Mitte des Gartens prägen Felsenbirne (Amelanchier ovalis) und Zaubernuss (Hamamelis mollis) die bunte Herbstszenerie. Ihre scharlachroten und goldgelben Blattfärbungen leiten farblich passend zum benachbarten Herbstbeet über.

Hier stehen Fetthenne
(Sedum), Sonnenhut (Rudbeckia), Astern und Goldruten (Solidago) in voller Blüte. Goldrute und Sonnenhut stecken Trockenheit mühelos weg und brauchen auch sonst wenig Zuwendung. Im Gegenteil: Schneidet man Verblühtes nicht ab, sind die Köpfchen des Sonnenhuts auch im Winter noch eine Zierde. Das gilt auch für die Fetthenne mit ihren breiten Blütentellern, vorausgesetzt, sie konnte genügend Sonne tanken. Wenn sie zu wenig Licht bekommt, zu nass oder auf zu nährstoffreichem Boden steht, fallen die Stängel leicht auseinander.

Höhepunkt im Herbst ist aber ohne Zweifel die Asternblüte. Die farbenfrohen Blüher sind äußerst flexibel einsetzbar: hohe Sorten wie Aster novi-belgii
als Rückgrat einer Rabatte, niedrige wie die Kissen-Aster (Aster dumosus) im Vordergrund.



WINTER: AUFTRITT DER IMMERGRÜNEN
Die Natur legt im Winter eine Verschnaufpause ein, doch das heißt nicht, dass der Garten eintönig und kahl werden muss. Immergrüne Sträucher wie Rhododendren, Kirschlorbeer und Hirschzungen-Schneeball sind die Formgeber der kalten Jahreszeit. Besonders stilvoll sind die geschnittenen Buxkuglen an der linken Gartengrenze und die Buchsspirale rechts der Terrasse. Denken Sie daran, dass Immergrüne auch im Winter über ihre Blätter und Nadeln Wasser verdunsten. An trockenen frostfreien Tagen müssen Sie daher gießen.

Die Zaubernuss hat zwar ihre Blätter abgeworfen, dennoch ist sie mit ihren bizarren gelben Blüten der Star im winterlichen Garten. Unter den Sträuchern im hinteren Teil des Gartens stoßen Schneeglöckchen und Vorfrühlings-Alpenveilchen durch den Schnee. Die Pflanzen verwildern leicht durch Selbstaussaat und bilden in kürzester Zeit einen hübschen Blütenteppich. Im Schutz der Japanischen Hülse öffnet auch die Christrose
ihre Blüten – oft schon zur Weihnachtszeit und dann bis in den März hinein. 

 

 
  NAVIGATION
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

***MEISTERBETRIEB***
  Ộ MITARBEITER-LOGIN
Benutzername:
Kennwort:
  GARTENPLANUNG-IDEENSCHMIEDE
DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

***Besuchen Sie auch unsere neue Homepage für ökologische Katzenkratzbäume***
www.SKM-Cat-Adventure.de
  GARTENTIPPS OKTOBER 2019
Schlagworte für Oktober: Rose, Rasen, Stauden, Kompost, Zwiebelblumen, Herbstlaub, Dahlien, Blumenzwiebeln.
Die Gartensaison geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. So bereiten Sie Ihre Pflanzen im Ziergarten auf die kalte Jahreszeit vor.

STAUDEN ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie jetzt im Herbst nicht alle verblühten Stauden zurück. Etliche Staudenarten wie Purpursonnenhut und Fetthenne tragen Samenstände, die auch im Winter attraktiv sind. Zudem werden zum Beispiel Astern durch den frühen Rückschnitt empfindlicher gegen Frost. Auch vielen Insekten tun Sie einen Gefallen, wenn Sie mit dem Rückschnitt bis zum nächsten Frühjahr warten, denn sie nutzen die hohlen Stängel als Winterquartier. Kurzlebigen Stauden wie Stockrosen und Kokardenblumen (Gaillardia) tut ein früher Rückschnitt allerdings gut – sie leben dann länger.

MONTBRETIEN VOR FROST SCHÜTZEN
Die Knollen von Montbretien (Crocosmia) können im Winter im Boden bleiben, wenn man sie mit einer dicken Schicht aus Laub und Tannenzweigen abdeckt. Man kann sie allerdings auch wie Gladiolen in einer Kiste mit sandiger Erde im kühlen Keller überwintern.

WINTERGRÜNE STAUDEN VON LAUB BEFREIEN
Achten Sie darauf, dass wintergrüne Stauden wie Gänsekresse (Arabis) und Hornkraut (Cerastium) im Winter nicht vollständig unter einer Laubschicht verschwinden. Sie faulen unter der feuchten Decke leicht.

SOMMERBLUMEN KOMPOSTIEREN
Viele Sommerblumen sind ab Ende Oktober nicht mehr besonders ansehnlich. Räumen Sie jetzt die Beete ab und entsorgen Sie die Pflanzen auf dem Kompost. Den Boden Ihrer Sommerblumenbeete können Sie auch im Oktober noch mit einer schnell wachsenden Gründüngung wie Raps oder Winter-Roggen aufbessern.

DAHLIEN NICHT ZU FRÜH RODEN
Lassen Sie Ihre Dahlien stehen, bis das Laub völlig abgestorben ist – je länger die Freiluftsaison dauert, desto mehr Reservestoffe können die Pflanzen für den nächsten Austrieb in ihren Knollen einlagern. Leichte Fröste können den Knollen in der Erde nicht viel anhaben.

ZWIEBELBLUMEN PFLANZEN
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Tulpen, Narzissen und andere Frühlingsblüher zu pflanzen. Wenn Sie die Zwiebelblumen ins Beet oder in den Rasen setzen, sollten Sie die Pflanzstellen mit einem Stab markieren. So können Sie im nächsten Frühjahr leicht überprüfen, ob alle Zwiebeln und Knollen ausgetrieben sind.

HERBSTLAUB VOM RASEN ENTFERNEN
Waldstauden und Bodendecker wie Schaumblüte (Tiarella), Waldsteinie oder Efeu fühlen sich im Herbst unter einer Laubdecke wohl. Der Rasen hingegen braucht auch im Winter genügend Licht, damit sich keine kahlen Stellen bilden. Harken Sie den grünen Teppich daher bei Bedarf wöchentlich mit einem Laubrechen ab. Größere Laubmengen lassen sich in einfachen runden Körben aus Hasendraht platzsparend lagern.

RASEN: KAHLE STELLEN ERNEUEREN
Der Oktober ist für Hobbygärtner die letzte Gelegenheit, um kahle Stellen im Rasen auszubessern. Rauen Sie den Boden mit einem Handvertikutierer oder einem Eisenrechen auf und säen Sie die Kahlstellen möglichst mit der gleichen Saatgut-Mischung nach, aus der auch der übrige Rasen besteht. Die Nachsaat wird dünn mit Humuserde abgedeckt und gründlich gewässert. Großflächige Reparaturen sollten Sie auf das nächste Frühjahr verschieben.

ROSEN: LEICHTER RÜCKSCHNITT
Beet- und Strauchrosen brauchen bereits im Herbst einen leichten Rückschnitt. Kürzen Sie mit der Rosenschere alle besonders langen, sparrigen Triebe, so dass ein gleichmäßiger Strauch mit einer kompakten Krone entsteht. Der richtige Rückschnitt findet allerdings erst im nächsten Frühjahr statt, sobald die Forsythien ihre Blüten öffnen.

SOMMERGRÜNE GEHÖLZE UMPFLANZEN
Wenn Sie einen größeren sommergrünen Strauch oder Baum umpflanzen wollen, sollten Sie das noch im Herbst tun. Grund: Die Pflanze hat dann ausreichend Zeit, um bis zum nächsten Austrieb neue Wurzeln zu bilden. Warten Sie, bis die meisten Blätter abgefallen sind, und graben Sie das Gehölz dann mit einem großzügig bemessenen Wurzelballen aus. Der Boden am neuen Standort wird mit Komposterde ausgebessert und das Gehölz möglichst ohne Lagerzeit gleich wieder eingesetzt. Ausnahme: Immergrüne Gehölze pflanzt man im Spätsommer oder – besser – im zeitigen Frühjahr um. Sie sollten bis zum Winter gut eingewurzelt sein, da sie bei Frost sonst Blattschäden erleiden können.

© 1998-2019 SKM-GaLaBau Günter Müller Goldhecker Weg 6, D-61276 Weilrod