SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  GARTEN-JAHRESZEITEN 25.04.2019 17:55 (UTC)
   
 

Garten der vier Jahreszeiten

Wer seine Pflanzen wohlüberlegt auswählt, kann die Reize jeder Jahreszeit voll und ganz genießen. Bunt blühendes Sommerkleid oder weißer Wintermantel? Unser Beispielgarten zeigt sich rund ums Jahr von seiner besten Seite. Gehen Sie auf Entdeckungstour!

 



FRÜHLING: RAUSCHENDES BLÜTENFEST
Im Frühling werden die Tage wieder länger, wärmer – und bunter. Denn langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Zwiebelblumen sind die Ersten, die sich von den wärmenden Sonnenstrahlen wachkitzeln lassen.

Edel wirkt eine Mischung aus rosafarbenen Tulpen
und weißen Narzissen. Die vitalen Frühjahrsboten sind pflegeleicht und robust, wenn ihnen der Standort zusagt. Regel Nummer eins heißt: keine Staunässe. Schwere Böden sollten Sie mit Sand oder Kies durchlässiger machen.

Auch viele Blütensträucher zeigen sich jetzt von ihrer schönsten Seite. Im vorliegenden Beispiel laden Braut-Spiere
(Spiraea x arguta) undPfeifenstrauch (Philadelphus) an der Terrasse zu einem strahlend weißen Blütenfest ein.

An einem windgeschützten Plätzchen (in der Zeichnung rechts vorn) trägt auch die Russische Zwerg-Mandel ‘Fire Hill’ (Prunus tenella) einen dichten rosa Blütenschleier zur Schau. Räumen Sie ihr viel Platz ein: Sie wird zwar nur 1,2 Meter hoch, dafür aber mit den Jahren durch Ausläufer oft doppelt so breit. Am zweiten Sitzplatz des Gartens schmücken sich Immergrüner Hirschzungen-Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) und Kirschlorbeer
(Prunus laurocerasus) mit weißen Tupfern.

Die Rhododendren im hinteren Bereich des Gartens sind dankbar für einige Stunden Sonnenlicht am Tag – Mittagshitze ausgenommen. Dafür sind sie im Frühjahr mit rosa und violetten Blüten übersät. Rhododendren gedeihen nur in sauren Böden. Arbeiten Sie daher vor der Pflanzung spezielle Moorbeeterde, alternativ verrottetes Laub oder Nadelerde ein. Seit einigen Jahren sind auch neue Züchtungen, sogenannte Inkarho-Rhododendren, auf dem Markt, die mit höheren pH-Werten besser zurecht kommen.



 

SOMMER: POTPOURRI AUS FARBE UND DUFT
Ab Juni präsentiert die rosafarbene Hochstammrose ihre charmanten Blüten auf Augenhöhe am Sitzplatz. Entscheiden Sie sich für öfterblühende Sorten, dann hält der Blütentraum bis weit in den Herbst hinein.

Im Staudenbeet nebenan strahlen farbenfrohe Sommerblüher um die Wette, ganz in Gelb und Orange getaucht. Eine auffällige Erscheinung ist der Bronze-Felberich ‘Firecracker’ (Lysimachia ciliata) mit seinen gelben Blüten über kupferbraunen Blättern. Unschlagbar ist auch das große Sortiment der Sonnenbräute
(hier: Helenium ‘Crimson Beauty’), die das ganze Spektrum warmer Gelb- und Rottöne abdecken.

Und was wäre die sonnige Jahreszeit ohne Sommerflieder
(Buddleja)! Selbst während trockener Hitzeperioden sorgt er unermüdlich für duftenden Blütennachwuchs. Er bildet das Rückgrat der Staudenrabatte und ist ein richtiger Schmetterlingsmagnet.

Im Beetstreifen an der linken Gartengrenze haben sich Tulpen und Narzissen längst wieder zurückgezogen. Jetzt ist die Bühne frei für Liggularien
mit goldgelben Blütenkerzen und filigrane Hostablüten über herzförmigem Laub. In Richtung Teich verzaubern die fedrigen Blütenrispen der Astilbe den halbschattigen Bereich. Die Schattenstaude liebt gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, deshalb ist eine Mulchdecke, zum Beispiel angetrockneter Rasenschnitt oder gehäckselte Gartenabfälle, sehr vorteilhaft. Positiver Nebeneffekt: Das Unkrautzupfen können Sie sich künftig sparen.

Von zeitweiliger Beschattung profitiert auch der kleine Teich, denn das Wasser kann sich nicht so stark erwärmen – Algen werden im Zaum gehalten. Gräser, blau blühende Schwertlilien
(Iris) und Steine binden den Teich harmonisch in die Umgebung ein.

Bizarrer Hingucker sind die Hauswurz-Rosetten (Sempervivum) in eingesenkten Töpfen. Sie vertragen viel Wärme und Trockenheit, da sie in ihren dicken, saftreichen Blättern Wasservorräte für Trockenzeiten speichern. Von Juni bis September machen auch die Seerosen (Nymphaea) mit wunderschönen Blüten von sich reden. Die Sonnenanbeter sind sehr wuchsfreudig – deshalb immer in Pflanzkörbe setzen! 



HERBST: EINZUG FEURIGER FARBEN
Das Sommerorchester hat sich inzwischen aus dem Garten verabschiedet, nun kommt der Auftritt herausragender Solisten. In der hinteren Gartenecke zieht der Fächer-Ahorn ‘Osakazuki’ (Acer palmatum) alle Blicke auf sich: Seine kräftig grünen Blätter haben sich karmesinrot verfärbt. Verteilen Sie an sonnigen, trockenen Plätzen Mulch um das wertvolle Gehölz, denn es liebt einen feucht-kühlen Wurzelbereich.

Direkt daneben trägt die Schmuck-Eberesche (Sorbus decora) leuchtend rote Beerenbüschel zur Schau. Die roten Früchte der Stechpalme
‘Blue Angel’ (Ilex x meservae) zeigen sich links von der Terrasse und haften sogar bis zum März am Strauch. In der Mitte des Gartens prägen Felsenbirne (Amelanchier ovalis) und Zaubernuss (Hamamelis mollis) die bunte Herbstszenerie. Ihre scharlachroten und goldgelben Blattfärbungen leiten farblich passend zum benachbarten Herbstbeet über.

Hier stehen Fetthenne
(Sedum), Sonnenhut (Rudbeckia), Astern und Goldruten (Solidago) in voller Blüte. Goldrute und Sonnenhut stecken Trockenheit mühelos weg und brauchen auch sonst wenig Zuwendung. Im Gegenteil: Schneidet man Verblühtes nicht ab, sind die Köpfchen des Sonnenhuts auch im Winter noch eine Zierde. Das gilt auch für die Fetthenne mit ihren breiten Blütentellern, vorausgesetzt, sie konnte genügend Sonne tanken. Wenn sie zu wenig Licht bekommt, zu nass oder auf zu nährstoffreichem Boden steht, fallen die Stängel leicht auseinander.

Höhepunkt im Herbst ist aber ohne Zweifel die Asternblüte. Die farbenfrohen Blüher sind äußerst flexibel einsetzbar: hohe Sorten wie Aster novi-belgii
als Rückgrat einer Rabatte, niedrige wie die Kissen-Aster (Aster dumosus) im Vordergrund.



WINTER: AUFTRITT DER IMMERGRÜNEN
Die Natur legt im Winter eine Verschnaufpause ein, doch das heißt nicht, dass der Garten eintönig und kahl werden muss. Immergrüne Sträucher wie Rhododendren, Kirschlorbeer und Hirschzungen-Schneeball sind die Formgeber der kalten Jahreszeit. Besonders stilvoll sind die geschnittenen Buxkuglen an der linken Gartengrenze und die Buchsspirale rechts der Terrasse. Denken Sie daran, dass Immergrüne auch im Winter über ihre Blätter und Nadeln Wasser verdunsten. An trockenen frostfreien Tagen müssen Sie daher gießen.

Die Zaubernuss hat zwar ihre Blätter abgeworfen, dennoch ist sie mit ihren bizarren gelben Blüten der Star im winterlichen Garten. Unter den Sträuchern im hinteren Teil des Gartens stoßen Schneeglöckchen und Vorfrühlings-Alpenveilchen durch den Schnee. Die Pflanzen verwildern leicht durch Selbstaussaat und bilden in kürzester Zeit einen hübschen Blütenteppich. Im Schutz der Japanischen Hülse öffnet auch die Christrose
ihre Blüten – oft schon zur Weihnachtszeit und dann bis in den März hinein. 

 

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

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  GARTENTIPPS APRIL 2019
Pflanzen, düngen, schneiden – die Liste der Gartenaufgaben für den April ist länger als in jedem anderen Monat.

SOMMERBLUMEN DIREKT AUSSÄEN
Robuste Sommerblumen wie Schmuckkörbchen, Ringelblume oder Jungfer im Grünen können Sie jetzt direkt ins Beet säen. Sie blühen zwar später als ihre Kollegen, die auf der Fensterbank vorgezogen wurden, sind dafür aber vitaler. Die Samen leicht in die Erde einharken und mit einer feinen Brause angießen.

GARTENTEICH REINIGEN
Schneiden Sie spätestens im April alle Gräser und Stauden am Teichrand auf eine Handbreit über dem Boden ab. Achten Sie aber darauf, dass Sie dabei die neuen Triebe, die aus der Erde kommen, nicht beschädigen. Die Wasseroberfläche sollten Sie mit einem speziellen Kescher von schwimmenden Pflanzenresten befreien. Hat sich auf dem Teichgrund viel Faulschlamm angesammelt, dann saugen Sie diesen am besten mit einem speziellen Teichschlammsauger ab. Sie können den nährstoffreichen Schlamm anschließend einfach kompostieren oder zum Düngen Ihrer Beete verwenden. Belassen Sie einen kleinen Rest Schlamm im Teich, damit das biologische Gleichgewicht nicht zu sehr beeinträchtigt wird.

FRÜHJAHRSPFLEGE FÜR DEN RASEN
Damit der Rasen die Strapazen der kalten Jahreszeit möglichst schnell hinter sich lässt, wird er je nach Witterung spätestens Anfang April mit einem Langzeit-Rasendünger versorgt. Beim zweiten Mähtermin, etwa zwei bis drei Wochen nach dem Düngen, sollten Sie ihn ganz kurz abmähen und anschließend vertikutieren. Die Messer des Vertikutierers dringen wenige Millimeter in die Grasnarbe ein und entfernen dabei Moospolster und alten Rasenfilz. Auf diese Weise verbessern Sie die Belüftung der Wurzeln, der grüne Teppich wird vitaler und sichtlich schöner. Nach dem Vertikutieren werden kahle Stellen mit frischem Saatgut nachgesät. Lehmige Böden können Sie außerdem mit einer ein bis zwei Zentimeter dicken Schicht aus grobem Bausand durchlässiger machen.

SOMMERZWIEBELN PFLANZEN
Von März bis Mai ist Pflanzzeit für frostempfindliche Blumenzwiebeln und –knollen, die im Sommer blühen. Die empfindlichen Dahlien sollten Sie erst nach den Eisheiligen auspflanzen. Weniger empfindlich ist die Zigeunerblume (Sparaxis tricolor). Ihre oft dreifarbigen Blüten streuen von Juli bis Oktober kräftig-bunte Kleckse ins Sommerbeet. Die Riesen-Hyazinthe (Galtonia candicans) macht ihrem Namen mit 100 cm Höhe alle Ehre. Aus bis zu 30 weißen Glöckchen setzen sich ihre Blütentrauben zusammen. Ab September blüht Nerine (Nerine bowdenii). Tipp: Sommerzwiebeln sollte man im Herbst wieder ausgraben und in einem kühlen und dunklen, frostfreien Raum in leicht feuchter Erde eingeschlagen überwintern.

RHODODENDREN PFLANZEN
Im April ist Pflanzzeit für Rhododendren und andere immergrüne Sträucher. Rhododendren wachsen natürlicherweise im Wald, deshalb brauchen sie einen sehr humusreichen, durchlässigen und kalkarmen Boden. Verbessern Sie die Erde im Wurzelbereich der Sträucher vor dem Pflanzen großzügig mit Rindenkompost, Laubkompost oder Weißtorf. Besonders empfindlich reagieren Rhododendren, wenn man sie zu tief pflanzt. Der Wurzelballen sollte sicherheitshalber sogar ein bis zwei Zentimeter aus dem Boden herausragen. Nach dem Pflanzen werden die Sträucher gründlich angegossen, reichlich mit Hornspänen gedüngt und etwa fünf Zentimeter hoch mit Rindenkompost gemulcht.

JUNGE TRIEBE ENTSPITZEN
Im Austrieb wachsen viele Stauden und Sommerblumen erst mal geradlinig nach oben und verzweigen sich kaum – insbesondere dann, wenn sie in der Anzuchtphase zu wenig Licht bekommen haben. Um schöne buschige Pflanzen zu bekommen, können Sie die Triebspitze einfach mit den Fingernägeln auszwicken oder mit einer Schere über einem Blatt abschneiden. Dieser Vorgang heißt Pinzieren oder Entspitzen und regt die Bildung von Seitentrieben an.

DAHLIEN VORTREIBEN
Wer sich so früh wie möglich an der Dahlienblüte erfreuen möchte, kann die frostempfindlichen Dahlienknollen schon jetzt in Töpfe pflanzen und an einem kühlen, hellen Platz im Haus vorziehen. Mitte Mai – nach den Eisheiligen – kommen sie samt Topfballen ins Beet.

NEUER STANDORT FÜR GLADIOLEN
Gladiolenknollen müssen Sie jedes Jahr an einer anderen Stelle einpflanzen, sonst werden sie anfällig für Krankheiten. Außerdem dürfen sie nicht zu flach in die Erde, sonst knicken die Stängel wegen der großen Blütenstände leicht ab. 10 bis 15 cm Pflanztiefe sind ideal – je lockerer der Boden, desto tiefer sollte man die Knollen setzen.

MANDELBÄUMCHEN FRÜHZEITIG ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie die Blütentriebe des Mandelbäumchens zurück, sobald die Blüten zu welken beginnen. So reduzieren Sie die Anfälligkeit für die Spitzendürre (Monilia), denn die Pilzsporen dringen vor allem über die Blüten in die Pflanze ein. Ein kräftiger Rückschnitt ist kein Problem – umso länger werden die neuen Blütentriebe, die dann im nächsten Frühjahr ihre Blütenknospen öffnen.

SCHLECHTE BÖDEN VERBESSERN
Auf schweren Lehm- oder Tonböden versickert das Regenwasser nur langsam und die Durchlüftung ist schlecht – ungünstige Bedingungen für Pflanzen. Arbeiten Sie Sand, Kompost oder Torf ein, um den Boden zu lockern. Gesteinsmehl reichert die Erde mit Spurenelementen an und stärkt die Pflanzen. Leichte, sandige Böden sollten Sie mit Kompost oder gut abgelagertem Rinderdung anreichern. So speichern sie Wasser und Nährstoffe besser. Durch Zusatz spezieller Tonminerale, zum Beispiel Bentonit (Fachhandel), können Sie die Speicherkapazität noch weiter steigern.

SONNENBLUMEN AUSSÄEN
Bei Sonnenblumen ist eine Anzucht auf der Fensterbank nicht sinnvoll. Sie wachsen so schnell, dass man sie jetzt im April direkt ins Beet säen kann. Heben Sie an den gewünschten Stellen im Beet eine flache Mulde aus, legen Sie zwei bis drei Samen hinein und decken Sie die Saat einen Finger breit mit Erde ab. Wenn die Samen gekeimt sind, entfernen Sie die schwächeren Keimlinge, so dass nur noch der stärkste übrig bleibt und genug Platz zum Wachsen hat.

© 1998-2019 SKM-GaLaBau Günter Müller Goldhecker Weg 6, D-61276 Weilrod