SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  PFLANZABSTÄNDE GRENZE 25.05.2018 01:22 (UTC)
   
 

Pflanzabstände an der Gartengrenze

       Regeln für Hessen

 

Grundsätzlich müssen alle Pflanzen Grenzabstände einhalten: Bäume, Sträucher

(auch sogenannte Halbsträucher), Schlinggewächse wie Knöterich und sogar

solche Pflanzen, die sich von selbst ausgesät haben („Wildlinge“). Das hat seinen

guten Grund: Respektierte Pflanzabstände können dabei helfen, Nachbarstreitigkeiten

zu vermeiden. Deshalb sollten Sie die gesetzlichen Vorschriften über Pflanzabstände

ernst nehmen.

Bei der Ermittlung des erforderlichen Grenzabstands für eine bestimmte Pflanze

müssen Sie zwischen Hecken, Obst- und Nutzgehölzen sowie Ziergehölzen unterscheiden.

 

Hecken:

Hecken bis 120 cm Höhe müssen einen Grenzabstand von 25 cm einhalten. Für

Hecken bis 200 cm Höhe gilt ein Grenzabstand von 50 cm; bei höheren Hecken

muss ein Abstand von 75 cm zur Nachbargrenze eingehalten werden.

 

Obst- und Nutzgehölze:

Obstbäume:

Kernobst auf stark wachsender Unterlage sowie Süßkirsche und veredelte Walnuss:

Grenzabstand 2 m Kernobst auf schwach wachsender Unterlage,

Steinobst ohne Süßkirsche: Grenzabstand 1,5 m

Walnusssämlinge: Grenzabstand 4 m

Obststräucher:

Brombeere: Grenzabstand 1 m übrige: Grenzabstand 50 cm

Diese Regelungen sind recht kompliziert, so dass man für die Umsetzung botanische

Kenntnisse benötigt. Notfalls muss ein Gärtner klären, ob die Pflanzenart,

um die es Ihnen geht, auf stark oder schwach wachsender Unterlage veredelt ist.

Ziergehölze:

Bäume:

sehr stark wachsende Bäume: Grenzabstand 4 m

stark wachsende Bäume: Grenzabstand 2 m

übrige Bäume: Grenzabstand 1,5 m

Sträucher:

stark wachsende Sträucher: Grenzabstand 1 m

übrige Sträucher: Grenzabstand 50 cm

Die wichtigste Frage lautet hier meist:

Handelt es sich um sehr stark, stark oder „normal“ wachsende Bäume oder Sträucher?

Das Gesetz nennt Beispiele:

Sehr stark wachsende Bäume:

Eschenahorn, Linde, Platane, Rosskastanie, Rotbuche, Stieleiche, Atlas- und Libanonzeder,

Douglasfichte, Eibe, Österreichische

Schwarzkiefer

Stark wachsende Bäume:

Mehlbeere, Weißbirke, Weißerle, Fichte oder Rottanne, Kiefer, Lebensbaum

Stark wachsende Sträucher: Feldahorn, Feuerdorn, Alpenrose (Rhododendron),

Flieder, Goldglöckchen (Forsythie), rotblättrige Haselnuss, stark wachsende Pfeifensträucher

(falscher Jasmin), Wacholder

Wenn die fragliche Pflanze nicht in dieser Auflistung erfasst ist, müssen Sie sie in

eine der vorhandenen Kategorien einordnen. Hier kann man nur raten, sich bei einem

Gärtner zu erkundigen und sich dann mit dem Nachbarn zu verständigen. Wenn

nämlich ein solcher Fall vor Gericht kommt, wird oft ein teurer Sachverständiger

bemüht. Wer den Prozess verliert, muss die Kosten hierfür übernehmen.

Besonderheiten:

Gegenüber landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken im

Außenbereich (geprägt durch unbebaute Grundstücke) und gegenüber Weinbaugelände

muss der doppelte Abstand (jedoch höchstens 6 m) eingehalten werden.

Pflanzen auf öffentlichen Grundstücken (Wege, Plätze, Grünflächen usw.)

oder auf privaten Grundstücken an der Grenze zu öffentlichen müssen keine Abstände

einhalten.

Pflanzen hinter einer Wand oder Mauer müssen keine Abstände einhalten,

wenn sie nicht höher als die Wand sind.

 

Rechtsfolgen bei Verstößen gegen die Abstandsvorschriften:

Grundregel: Steht eine Pflanze zu dicht an der Grenze, muss sie beseitigt werden.

Der Anspruch auf Beseitigung ist ausgeschlossen (Erläuterung dieses Begriffs

siehe Grundregeln für alle Bundesländer), wenn der Nachbar nicht binnen 5 Jahren

nach dem Anpflanzen Klage erhoben hat.

Ein Rückschnitt sollte aus Gründen des Tierschutzes (Nistperiode) und des Pflanzenschutzes

(Vegetationsperiode) nicht zwischen dem 1. März und dem 30. September

verlangt werden.

 
  NAVIGATION
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

***MEISTERBETRIEB***
  Ộ MITARBEITER-LOGIN
Benutzername:
Kennwort:
  GARTENPLANUNG-IDEENSCHMIEDE
DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

***Besuchen Sie auch unsere neue Homepage für ökologische Katzenkratzbäume***
www.SKM-Cat-Adventure.de
  GARTENTIPPS MAI 2018
Dahlien pflanzen, Rasen aussäen, Tulpen roden, Formgehölze schneiden: Im Mai ist im Ziergarten allerhand zu tun. Hier finden Sie die besten Tipps.

SEEROSEN PFLANZEN
Das Wasser im Gartenteich hat im Mai die richtige Temperatur, um neue Seerosen zu pflanzen. Setzen Sie die Seerosen in spezielle Pflanzkörbe mit Seerosenerde und senken Sie die Körbe auf die für die jeweilige Seerose richtige Wassertiefe ab. Beschädigte und abgestorbene Blätter sollten Sie vor dem Pflanzen entfernen und die Topfoberfläche anschließend mit einer Schicht Kies vor dem Aufschwimmen schützen. Grobmaschige Gittertöpfe kleiden Sie am besten mit Vlies oder Sackleinen aus, damit die Seerosenerde nicht ausgespült wird.

BLUMENWIESE ANLEGEN
Der Mai ist ein guter Monat, um eine Blumenwiese anzulegen. Graben Sie die Fläche um, zerkleinern Sie grobe Erdklumpen mit einem Kultivator und ebnen Sie die Fläche mit einer Harke ein, so dass ein feinkrümeliges Saatbett entsteht. Am besten eignet sich dafür eine Heuharke aus Holz oder Aluminium. Die Samen werden nach Packungsanleitung ausgesät. leicht eingeharkt und nach der Aussaat bis zum Keimen gleichmäßig feucht gehalten. Wichtig: Verwenden Sie ausschließlich Saatgut-Mischungen, die auf Ihre Bodenverhältnisse abgestimmt sind – eine Blumenmischung für magere Sandböden beispielsweise verschwindet innerhalb weniger Jahre wieder, wenn sie auf einem feuchten Lehmboden ausgesät wird.

FORMGEHÖLZE SCHNEIDEN
Im Mai müssen Sie den frischen Austrieb Ihrer Formgehölze zum ersten Mal stutzen. Verwenden Sie dafür am besten eine Akku-Strauchschere oder eine kleine Handheckenschere. Besonders detaillierte Konturen sollten Sie mit einer normalen Gartenschere oder einer Schafschere herausarbeiten. Bei Kiefern in Bonsai-Form bricht man die noch weichen neuen Triebe einfach mit den Fingern in der Mitte durch, denn so werden die jungen Nadeln nicht beschädigt. Nach dem Schnitt sollten Sie die Formgehölze düngen, um den neuen Austrieb zu unterstützen.

RINDENMULCH AUSBRINGEN
Eine Mulchschicht im Beet hat viele Vorteile: Sie versorgt den Boden mit Humus, hält ihn locker und länger feucht. Anfang Mai ist der beste Zeitpunkt, um sie auszubringen, denn der Boden hat sich jetzt ausreichend erwärmt. Bewährt haben sich Holzhäcksel, Rindenmulch oder Rindenkompost. Wichtig: Streuen Sie vor dem Abdecken des Bodens reichlich Hornspäne aus, da die Zersetzungsprozesse in der nährstoffarmen Mulchschicht viel Stickstoff binden.

VORGEZOGENE SOMMERBLUMEN AUSPFLANZEN
Sommerblumen, die Sie im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen haben, dürfen ab Mitte Mai ins Beet. Mit den Studentenblumen (Tagetes) und Zinnien sollten Sie bei kühler Witterung allerdings bis Ende Mai warten, denn sie brauchen zum schnellen Anwachsen unbedingt warmen Boden.

ZWIEBELBLUMEN: VERBLÜHTES ABSCHNEIDEN
Sobald Zwiebelblumen verblüht sind, sollten Sie die zurückbleibenden Fruchtkapseln abschneiden. Das ist vor allem bei Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen (Fritillaria) wichtig. Sie setzen leicht Samen an, was die Frühlingsblüher sehr viel Kraft kostet.

TULPEN RODEN UND EINLAGERN
Ende des Monats haben die ersten Tulpen ihre Vegetationsperiode beendet und beginnen damit, alle benötigten Nährstoffe wieder in die Blumenzwiebeln einzulagern. Nehmen Sie die Pflanzen jetzt aus dem Beet und lagern Sie die Zwiebeln mitsamt dem welkenden Spross trocken und dunkel in einer Kiste mit Sand. Im Herbst können Sie die Tulpenzwiebeln dann wieder in die Beete auspflanzen.

ROSEN: WILDTRIEBE ABREISSEN
Bei Rosen bilden sich oft Wildtriebe, die in der Nähe der Basis aus der Erde wachsen. Sie müssen direkt am Stamm abgerissen werden, denn aus verbleibenden Knospen wachsen sonst erneut Wildtriebe. Folgende Technik hat sich bewährt: Wurzelhals vorsichtig freigraben, anschließend die Rinde unter dem Wildtrieb mit einem scharfen Messer waagerecht einschneiden und den Trieb nach unten abreißen. Mit dem kurzen waagerechten Schnitt verhindern Sie, dass die Wunden zu groß werden.

RASEN AUSSÄEN
Im Mai ist die günstigste Zeit, um einen neuen Rasen anzulegen. Vorher ist es oft zu kühl, denn die Grassamen brauchen zum Keimen auch nachts eine Mindesttemperatur von 10 °C. Den Boden mit einer Fräse oder Motorhacke lockern, dann die Fläche mit einem breiten Rechen einebnen. Das Saatgut mit einem Streuwagen ausbringen, Fläche walzen und mit einem Regner gründlich wässern. Wichtig: Verwenden Sie ausschließlich Markensaatgut! Mischungen wie "Berliner Tiergarten" sind zwar billig, aber qualitativ minderwertig. Sie wachsen zu schnell und bilden keine dichte Grasnarbe.

DAHLIEN PFLANZEN
Anfang Mai kommen die überwinterten Dahlienknollen wieder in den Boden – idealerweise an einen sonnigen Standort mit sandiger Erde. Falls deren Blühfreude in den letzten Jahren nachgelassen hat, sollten Sie die neuen Triebe reduzieren und nur die stärksten stehen lassen. Alternativ könnnen Sie die Knollen vor dem Auspflanzen teilen – auch das regt die Blütenbildung an.

UNKRAUTBEKÄMPFUNG
Warm-feuchtes Wetter lässt im Mai auch das Unkraut wieder kräftig sprießen. Arbeiten Sie daher Ihre Stauden- und Sommerblumenbeete regelmäßig mit der Hacke durch, damit die Unkräuter nicht zur Samenreife kommen.

RHODODENDRON: BRAUNE KNOSPEN ENTFERNEN
Wenn Ihre Rhododendron braunschwarze, vertrocknete Blütenknospen tragen, sollen Sie diese spätestens Anfang Mai entfernen. Grund: Die Knospen enthalten die Gelege der Rhododendron-Zikade. Die Schädlinge schlüpfen je nach Witterung oft schon ab Mitte Mai und befallen dann im Juni/Juli die neuen Blütenknospen. Entsorgen Sie die abgestorbenen Knospen am besten mit dem Hausmüll.

© 1998-2018 SKM-GaLaBau Günter Müller Goldhecker Weg 6, D-61276 Weilrod