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  PFLANZABSTÄNDE GRENZE 18.05.2021 17:49 (UTC)
   
 

Pflanzabstände an der Gartengrenze

       Regeln für Hessen

 

Grundsätzlich müssen alle Pflanzen Grenzabstände einhalten: Bäume, Sträucher

(auch sogenannte Halbsträucher), Schlinggewächse wie Knöterich und sogar

solche Pflanzen, die sich von selbst ausgesät haben („Wildlinge“). Das hat seinen

guten Grund: Respektierte Pflanzabstände können dabei helfen, Nachbarstreitigkeiten

zu vermeiden. Deshalb sollten Sie die gesetzlichen Vorschriften über Pflanzabstände

ernst nehmen.

Bei der Ermittlung des erforderlichen Grenzabstands für eine bestimmte Pflanze

müssen Sie zwischen Hecken, Obst- und Nutzgehölzen sowie Ziergehölzen unterscheiden.

 

Hecken:

Hecken bis 120 cm Höhe müssen einen Grenzabstand von 25 cm einhalten. Für

Hecken bis 200 cm Höhe gilt ein Grenzabstand von 50 cm; bei höheren Hecken

muss ein Abstand von 75 cm zur Nachbargrenze eingehalten werden.

 

Obst- und Nutzgehölze:

Obstbäume:

Kernobst auf stark wachsender Unterlage sowie Süßkirsche und veredelte Walnuss:

Grenzabstand 2 m Kernobst auf schwach wachsender Unterlage,

Steinobst ohne Süßkirsche: Grenzabstand 1,5 m

Walnusssämlinge: Grenzabstand 4 m

Obststräucher:

Brombeere: Grenzabstand 1 m übrige: Grenzabstand 50 cm

Diese Regelungen sind recht kompliziert, so dass man für die Umsetzung botanische

Kenntnisse benötigt. Notfalls muss ein Gärtner klären, ob die Pflanzenart,

um die es Ihnen geht, auf stark oder schwach wachsender Unterlage veredelt ist.

Ziergehölze:

Bäume:

sehr stark wachsende Bäume: Grenzabstand 4 m

stark wachsende Bäume: Grenzabstand 2 m

übrige Bäume: Grenzabstand 1,5 m

Sträucher:

stark wachsende Sträucher: Grenzabstand 1 m

übrige Sträucher: Grenzabstand 50 cm

Die wichtigste Frage lautet hier meist:

Handelt es sich um sehr stark, stark oder „normal“ wachsende Bäume oder Sträucher?

Das Gesetz nennt Beispiele:

Sehr stark wachsende Bäume:

Eschenahorn, Linde, Platane, Rosskastanie, Rotbuche, Stieleiche, Atlas- und Libanonzeder,

Douglasfichte, Eibe, Österreichische

Schwarzkiefer

Stark wachsende Bäume:

Mehlbeere, Weißbirke, Weißerle, Fichte oder Rottanne, Kiefer, Lebensbaum

Stark wachsende Sträucher: Feldahorn, Feuerdorn, Alpenrose (Rhododendron),

Flieder, Goldglöckchen (Forsythie), rotblättrige Haselnuss, stark wachsende Pfeifensträucher

(falscher Jasmin), Wacholder

Wenn die fragliche Pflanze nicht in dieser Auflistung erfasst ist, müssen Sie sie in

eine der vorhandenen Kategorien einordnen. Hier kann man nur raten, sich bei einem

Gärtner zu erkundigen und sich dann mit dem Nachbarn zu verständigen. Wenn

nämlich ein solcher Fall vor Gericht kommt, wird oft ein teurer Sachverständiger

bemüht. Wer den Prozess verliert, muss die Kosten hierfür übernehmen.

Besonderheiten:

Gegenüber landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken im

Außenbereich (geprägt durch unbebaute Grundstücke) und gegenüber Weinbaugelände

muss der doppelte Abstand (jedoch höchstens 6 m) eingehalten werden.

Pflanzen auf öffentlichen Grundstücken (Wege, Plätze, Grünflächen usw.)

oder auf privaten Grundstücken an der Grenze zu öffentlichen müssen keine Abstände

einhalten.

Pflanzen hinter einer Wand oder Mauer müssen keine Abstände einhalten,

wenn sie nicht höher als die Wand sind.

 

Rechtsfolgen bei Verstößen gegen die Abstandsvorschriften:

Grundregel: Steht eine Pflanze zu dicht an der Grenze, muss sie beseitigt werden.

Der Anspruch auf Beseitigung ist ausgeschlossen (Erläuterung dieses Begriffs

siehe Grundregeln für alle Bundesländer), wenn der Nachbar nicht binnen 5 Jahren

nach dem Anpflanzen Klage erhoben hat.

Ein Rückschnitt sollte aus Gründen des Tierschutzes (Nistperiode) und des Pflanzenschutzes

(Vegetationsperiode) nicht zwischen dem 1. März und dem 30. September

verlangt werden.

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

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  GARTENTIPPS APRIL 2021
Pflanzen, düngen, schneiden – die Liste der Gartenaufgaben für den April ist länger als in jedem anderen Monat.

SOMMERBLUMEN DIREKT AUSSÄEN
Robuste Sommerblumen wie Schmuckkörbchen, Ringelblume oder Jungfer im Grünen können Sie jetzt direkt ins Beet säen. Sie blühen zwar später als ihre Kollegen, die auf der Fensterbank vorgezogen wurden, sind dafür aber vitaler. Die Samen leicht in die Erde einharken und mit einer feinen Brause angießen.

GARTENTEICH REINIGEN
Schneiden Sie spätestens im April alle Gräser und Stauden am Teichrand auf eine Handbreit über dem Boden ab. Achten Sie aber darauf, dass Sie dabei die neuen Triebe, die aus der Erde kommen, nicht beschädigen. Die Wasseroberfläche sollten Sie mit einem speziellen Kescher von schwimmenden Pflanzenresten befreien. Hat sich auf dem Teichgrund viel Faulschlamm angesammelt, dann saugen Sie diesen am besten mit einem speziellen Teichschlammsauger ab. Sie können den nährstoffreichen Schlamm anschließend einfach kompostieren oder zum Düngen Ihrer Beete verwenden. Belassen Sie einen kleinen Rest Schlamm im Teich, damit das biologische Gleichgewicht nicht zu sehr beeinträchtigt wird.

FRÜHJAHRSPFLEGE FÜR DEN RASEN
Damit der Rasen die Strapazen der kalten Jahreszeit möglichst schnell hinter sich lässt, wird er je nach Witterung spätestens Anfang April mit einem Langzeit-Rasendünger versorgt. Beim zweiten Mähtermin, etwa zwei bis drei Wochen nach dem Düngen, sollten Sie ihn ganz kurz abmähen und anschließend vertikutieren. Die Messer des Vertikutierers dringen wenige Millimeter in die Grasnarbe ein und entfernen dabei Moospolster und alten Rasenfilz. Auf diese Weise verbessern Sie die Belüftung der Wurzeln, der grüne Teppich wird vitaler und sichtlich schöner. Nach dem Vertikutieren werden kahle Stellen mit frischem Saatgut nachgesät. Lehmige Böden können Sie außerdem mit einer ein bis zwei Zentimeter dicken Schicht aus grobem Bausand durchlässiger machen.

SOMMERZWIEBELN PFLANZEN
Von März bis Mai ist Pflanzzeit für frostempfindliche Blumenzwiebeln und –knollen, die im Sommer blühen. Die empfindlichen Dahlien sollten Sie erst nach den Eisheiligen auspflanzen. Weniger empfindlich ist die Zigeunerblume (Sparaxis tricolor). Ihre oft dreifarbigen Blüten streuen von Juli bis Oktober kräftig-bunte Kleckse ins Sommerbeet. Die Riesen-Hyazinthe (Galtonia candicans) macht ihrem Namen mit 100 cm Höhe alle Ehre. Aus bis zu 30 weißen Glöckchen setzen sich ihre Blütentrauben zusammen. Ab September blüht Nerine (Nerine bowdenii). Tipp: Sommerzwiebeln sollte man im Herbst wieder ausgraben und in einem kühlen und dunklen, frostfreien Raum in leicht feuchter Erde eingeschlagen überwintern.

RHODODENDREN PFLANZEN
Im April ist Pflanzzeit für Rhododendren und andere immergrüne Sträucher. Rhododendren wachsen natürlicherweise im Wald, deshalb brauchen sie einen sehr humusreichen, durchlässigen und kalkarmen Boden. Verbessern Sie die Erde im Wurzelbereich der Sträucher vor dem Pflanzen großzügig mit Rindenkompost, Laubkompost oder Weißtorf. Besonders empfindlich reagieren Rhododendren, wenn man sie zu tief pflanzt. Der Wurzelballen sollte sicherheitshalber sogar ein bis zwei Zentimeter aus dem Boden herausragen. Nach dem Pflanzen werden die Sträucher gründlich angegossen, reichlich mit Hornspänen gedüngt und etwa fünf Zentimeter hoch mit Rindenkompost gemulcht.

JUNGE TRIEBE ENTSPITZEN
Im Austrieb wachsen viele Stauden und Sommerblumen erst mal geradlinig nach oben und verzweigen sich kaum – insbesondere dann, wenn sie in der Anzuchtphase zu wenig Licht bekommen haben. Um schöne buschige Pflanzen zu bekommen, können Sie die Triebspitze einfach mit den Fingernägeln auszwicken oder mit einer Schere über einem Blatt abschneiden. Dieser Vorgang heißt Pinzieren oder Entspitzen und regt die Bildung von Seitentrieben an.

DAHLIEN VORTREIBEN
Wer sich so früh wie möglich an der Dahlienblüte erfreuen möchte, kann die frostempfindlichen Dahlienknollen schon jetzt in Töpfe pflanzen und an einem kühlen, hellen Platz im Haus vorziehen. Mitte Mai – nach den Eisheiligen – kommen sie samt Topfballen ins Beet.

NEUER STANDORT FÜR GLADIOLEN
Gladiolenknollen müssen Sie jedes Jahr an einer anderen Stelle einpflanzen, sonst werden sie anfällig für Krankheiten. Außerdem dürfen sie nicht zu flach in die Erde, sonst knicken die Stängel wegen der großen Blütenstände leicht ab. 10 bis 15 cm Pflanztiefe sind ideal – je lockerer der Boden, desto tiefer sollte man die Knollen setzen.

MANDELBÄUMCHEN FRÜHZEITIG ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie die Blütentriebe des Mandelbäumchens zurück, sobald die Blüten zu welken beginnen. So reduzieren Sie die Anfälligkeit für die Spitzendürre (Monilia), denn die Pilzsporen dringen vor allem über die Blüten in die Pflanze ein. Ein kräftiger Rückschnitt ist kein Problem – umso länger werden die neuen Blütentriebe, die dann im nächsten Frühjahr ihre Blütenknospen öffnen.

SCHLECHTE BÖDEN VERBESSERN
Auf schweren Lehm- oder Tonböden versickert das Regenwasser nur langsam und die Durchlüftung ist schlecht – ungünstige Bedingungen für Pflanzen. Arbeiten Sie Sand, Kompost oder Torf ein, um den Boden zu lockern. Gesteinsmehl reichert die Erde mit Spurenelementen an und stärkt die Pflanzen. Leichte, sandige Böden sollten Sie mit Kompost oder gut abgelagertem Rinderdung anreichern. So speichern sie Wasser und Nährstoffe besser. Durch Zusatz spezieller Tonminerale, zum Beispiel Bentonit (Fachhandel), können Sie die Speicherkapazität noch weiter steigern.

SONNENBLUMEN AUSSÄEN
Bei Sonnenblumen ist eine Anzucht auf der Fensterbank nicht sinnvoll. Sie wachsen so schnell, dass man sie jetzt im April direkt ins Beet säen kann. Heben Sie an den gewünschten Stellen im Beet eine flache Mulde aus, legen Sie zwei bis drei Samen hinein und decken Sie die Saat einen Finger breit mit Erde ab. Wenn die Samen gekeimt sind, entfernen Sie die schwächeren Keimlinge, so dass nur noch der stärkste übrig bleibt und genug Platz zum Wachsen hat.

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