SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller MEISTERBETRIEB  
 
  PFLANZABSTÄNDE GRENZE 14.07.2020 17:15 (UTC)
   
 

Pflanzabstände an der Gartengrenze

       Regeln für Hessen

 

Grundsätzlich müssen alle Pflanzen Grenzabstände einhalten: Bäume, Sträucher

(auch sogenannte Halbsträucher), Schlinggewächse wie Knöterich und sogar

solche Pflanzen, die sich von selbst ausgesät haben („Wildlinge“). Das hat seinen

guten Grund: Respektierte Pflanzabstände können dabei helfen, Nachbarstreitigkeiten

zu vermeiden. Deshalb sollten Sie die gesetzlichen Vorschriften über Pflanzabstände

ernst nehmen.

Bei der Ermittlung des erforderlichen Grenzabstands für eine bestimmte Pflanze

müssen Sie zwischen Hecken, Obst- und Nutzgehölzen sowie Ziergehölzen unterscheiden.

 

Hecken:

Hecken bis 120 cm Höhe müssen einen Grenzabstand von 25 cm einhalten. Für

Hecken bis 200 cm Höhe gilt ein Grenzabstand von 50 cm; bei höheren Hecken

muss ein Abstand von 75 cm zur Nachbargrenze eingehalten werden.

 

Obst- und Nutzgehölze:

Obstbäume:

Kernobst auf stark wachsender Unterlage sowie Süßkirsche und veredelte Walnuss:

Grenzabstand 2 m Kernobst auf schwach wachsender Unterlage,

Steinobst ohne Süßkirsche: Grenzabstand 1,5 m

Walnusssämlinge: Grenzabstand 4 m

Obststräucher:

Brombeere: Grenzabstand 1 m übrige: Grenzabstand 50 cm

Diese Regelungen sind recht kompliziert, so dass man für die Umsetzung botanische

Kenntnisse benötigt. Notfalls muss ein Gärtner klären, ob die Pflanzenart,

um die es Ihnen geht, auf stark oder schwach wachsender Unterlage veredelt ist.

Ziergehölze:

Bäume:

sehr stark wachsende Bäume: Grenzabstand 4 m

stark wachsende Bäume: Grenzabstand 2 m

übrige Bäume: Grenzabstand 1,5 m

Sträucher:

stark wachsende Sträucher: Grenzabstand 1 m

übrige Sträucher: Grenzabstand 50 cm

Die wichtigste Frage lautet hier meist:

Handelt es sich um sehr stark, stark oder „normal“ wachsende Bäume oder Sträucher?

Das Gesetz nennt Beispiele:

Sehr stark wachsende Bäume:

Eschenahorn, Linde, Platane, Rosskastanie, Rotbuche, Stieleiche, Atlas- und Libanonzeder,

Douglasfichte, Eibe, Österreichische

Schwarzkiefer

Stark wachsende Bäume:

Mehlbeere, Weißbirke, Weißerle, Fichte oder Rottanne, Kiefer, Lebensbaum

Stark wachsende Sträucher: Feldahorn, Feuerdorn, Alpenrose (Rhododendron),

Flieder, Goldglöckchen (Forsythie), rotblättrige Haselnuss, stark wachsende Pfeifensträucher

(falscher Jasmin), Wacholder

Wenn die fragliche Pflanze nicht in dieser Auflistung erfasst ist, müssen Sie sie in

eine der vorhandenen Kategorien einordnen. Hier kann man nur raten, sich bei einem

Gärtner zu erkundigen und sich dann mit dem Nachbarn zu verständigen. Wenn

nämlich ein solcher Fall vor Gericht kommt, wird oft ein teurer Sachverständiger

bemüht. Wer den Prozess verliert, muss die Kosten hierfür übernehmen.

Besonderheiten:

Gegenüber landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken im

Außenbereich (geprägt durch unbebaute Grundstücke) und gegenüber Weinbaugelände

muss der doppelte Abstand (jedoch höchstens 6 m) eingehalten werden.

Pflanzen auf öffentlichen Grundstücken (Wege, Plätze, Grünflächen usw.)

oder auf privaten Grundstücken an der Grenze zu öffentlichen müssen keine Abstände

einhalten.

Pflanzen hinter einer Wand oder Mauer müssen keine Abstände einhalten,

wenn sie nicht höher als die Wand sind.

 

Rechtsfolgen bei Verstößen gegen die Abstandsvorschriften:

Grundregel: Steht eine Pflanze zu dicht an der Grenze, muss sie beseitigt werden.

Der Anspruch auf Beseitigung ist ausgeschlossen (Erläuterung dieses Begriffs

siehe Grundregeln für alle Bundesländer), wenn der Nachbar nicht binnen 5 Jahren

nach dem Anpflanzen Klage erhoben hat.

Ein Rückschnitt sollte aus Gründen des Tierschutzes (Nistperiode) und des Pflanzenschutzes

(Vegetationsperiode) nicht zwischen dem 1. März und dem 30. September

verlangt werden.

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

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  GARTENTIPPS JULI 2020
Rittersporn, Ziersträucher, Gladiolen, Rasen, Tulpen, Stauden, Baumschnitt, Efeu, Dahlien, Blumenzwiebeln, Düngung, Bodendecker.
Vom Stutzen der Efeuwände bis zum Kompostieren von Rasenschnitt: Im Juli braucht der Ziergarten weiterhin viel Aufmerksamkeit.

RITTERSPORN: RÜCKSCHNITT FÜR ZWEITE BLÜTE
Rittersporn, Katzenminze, Steppen-Salbei und einige andere Staudenarten bilden nach kräftigem Rückschnitt im Spätsommer neue Blüten. Schneiden Sie die Pflanzen etwa eine Handbreit über dem Boden zurück, sobald die ersten Blüten verwelkt sind. Anschließend werden sie gedüngt und gewässert, damit sie neue Kräfte mobilisieren können.

ASTILBEN REGELMÄSSIG GIESSEN
Astilben werden schnell unansehnlich, wenn sie unter Wassermangel leiden: Die Blüten verfärben sich bräunlich und auch die Blätter trocknen vom Rand her ein. Setzen Sie die Pflanzen daher nur an ausreichend feuchte Standorte und wässern Sie sie bei Trockenheit regelmäßig.

FRISCH GEPFLANZTE BODENDECKER ZURÜCKSCHNEIDEN
Wenn Sie im Frühling Bodendecker wie Cotoneaster, Efeu oder Johanniskraut gepflanzt haben, sollten Sie diese spätestens Anfang Juli kräftig zurückschneiden. Grund: Die Triebe verzweigen sich besser und bilden schneller einen dichten Teppich, durch den kaum noch Unkraut durchkommt.

SOMMERZWIEBELN DÜNGEN
Gladiolen, Dahlien und andere sommerblühende Zwiebel- und Knollenpflanzen brauchen genügend Nährstoffe, da ihre Vegetationszeit relativ kurz ist. Düngen Sie die Pflanzen am besten Anfang Juli mit einem schnell wirkenden mineralischen Volldünger.
SOMMERFLIEDER: VERBLÜHTES ABSCHNEIDEN
Entfernen Sie gegen Ende des Monats beim Sommerflieder die ersten verblühten Rispen. Damit regen Sie die Pflanze zur Bildung neuer, blühender Seitentriebe an.

LETZTE DÜNGUNG
Im Juli sollten Sie Ihre Rosen ein letztes Mal düngen, damit die Zweige Zeit haben, vor dem Winter auszureifen. Ist kein Regen zu erwarten, sollte man ausgiebig wässern, damit der Dünger sich auflöst und in den Wurzelbereich eindringen kann. Organischer Dünger wird leicht in den Boden eingeharkt.

EFEU ZURÜCKSCHNEIDEN
Der Efeu ist sehr wuchsfreudig und kann bei günstiger Witterung innerhalb einer Saison ein Fenster zuwuchern. Schneiden Sie die neuen Triebe der Kletterpflanze daher bei Bedarf mehrmals im Jahr mit einer Garten- oder Heckenschere zurück.

STAUDEN VERKLEINERN
Ausbreitungsfreudige Stauden wie der Gold-Felberich oder die Goldrute müssen oft schon während der Saison verkleinert werden, damit sie andere Beetstauden nicht bedrängen. Stechen Sie mit einem scharfen Spaten von allen Seiten einige Stücke vom Wurzelballen ab. Diese können Sie anschließend zurückschneiden und neu einpflanzen.

RASEN WÄSSERN
Im Juli kommt es immer wieder zu längeren Trockenperioden. Achten Sie deshalb darauf, dass der Rasen genügend Wasser bekommt, da er sonst leicht verbrennt und dauerhaft geschädigt werden kann. Lassen Sie den Regner bei Trockenheit etwa alle drei Tage für eine Stunde laufen. Faustregel: Lieber selten und viel wässern, als oft und wenig.

RASENSCHNITT KOMPOSTIEREN
Wenn Sie Rasenschnitt falsch kompostieren, fault er leicht und verbreitet einen unangenehmen Geruch. Mischen Sie mit einem Häcksler zerkleinerte Äste und Zweige unter, um die Durchlüftung zu fördern. Weiterer Vorteil: Der stickstoffreiche Rasenschnitt beschleunigt die Zersetzung der Holzreste. Da Strauchschnitt nur im Herbst und Winter in größeren Mengen anfällt, sollten Sie die abgeschnittenen Äste und Zweige bis zur Mähsaison neben dem Kompost lagern.

BART-IRIS PFLANZEN
Von Ende Juli bis Ende September ist Pflanzzeit für die prächtige Bart-Iris (Iris barbata). Der günstigste Termin ist etwa vier Wochen nach der Blüte, die je nach Sorte von Mai bis Juni andauert. Heben Sie ein Pflanzloch aus, formen Sie in der Mitte einen kleinen Hügel und setzen Sie den Wurzelstock (Rhizom) darauf. Breiten Sie die Wurzeln nach allen Seiten aus und schütten Sie das Pflanzloch zu. Das Rhizom darf danach nur fingerdick mit Erde bedeckt sein.

TULPENZWIEBELN EINLAGERN
Tulpen sind langlebiger, wenn man sie im Sommer nach der Blüte ausgräbt und bis zum Einpflanzen im Herbst kühl und trocken lagert. Warten Sie mit dem Ausgraben, bis das Laub vergilbt ist und trennen Sie eventuell gebildete Tochterzwiebeln vorsichtig ab.

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