SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller MEISTERBETRIEB  
 
  PFLANZABSTÄNDE GRENZE 21.09.2020 00:35 (UTC)
   
 

Pflanzabstände an der Gartengrenze

       Regeln für Hessen

 

Grundsätzlich müssen alle Pflanzen Grenzabstände einhalten: Bäume, Sträucher

(auch sogenannte Halbsträucher), Schlinggewächse wie Knöterich und sogar

solche Pflanzen, die sich von selbst ausgesät haben („Wildlinge“). Das hat seinen

guten Grund: Respektierte Pflanzabstände können dabei helfen, Nachbarstreitigkeiten

zu vermeiden. Deshalb sollten Sie die gesetzlichen Vorschriften über Pflanzabstände

ernst nehmen.

Bei der Ermittlung des erforderlichen Grenzabstands für eine bestimmte Pflanze

müssen Sie zwischen Hecken, Obst- und Nutzgehölzen sowie Ziergehölzen unterscheiden.

 

Hecken:

Hecken bis 120 cm Höhe müssen einen Grenzabstand von 25 cm einhalten. Für

Hecken bis 200 cm Höhe gilt ein Grenzabstand von 50 cm; bei höheren Hecken

muss ein Abstand von 75 cm zur Nachbargrenze eingehalten werden.

 

Obst- und Nutzgehölze:

Obstbäume:

Kernobst auf stark wachsender Unterlage sowie Süßkirsche und veredelte Walnuss:

Grenzabstand 2 m Kernobst auf schwach wachsender Unterlage,

Steinobst ohne Süßkirsche: Grenzabstand 1,5 m

Walnusssämlinge: Grenzabstand 4 m

Obststräucher:

Brombeere: Grenzabstand 1 m übrige: Grenzabstand 50 cm

Diese Regelungen sind recht kompliziert, so dass man für die Umsetzung botanische

Kenntnisse benötigt. Notfalls muss ein Gärtner klären, ob die Pflanzenart,

um die es Ihnen geht, auf stark oder schwach wachsender Unterlage veredelt ist.

Ziergehölze:

Bäume:

sehr stark wachsende Bäume: Grenzabstand 4 m

stark wachsende Bäume: Grenzabstand 2 m

übrige Bäume: Grenzabstand 1,5 m

Sträucher:

stark wachsende Sträucher: Grenzabstand 1 m

übrige Sträucher: Grenzabstand 50 cm

Die wichtigste Frage lautet hier meist:

Handelt es sich um sehr stark, stark oder „normal“ wachsende Bäume oder Sträucher?

Das Gesetz nennt Beispiele:

Sehr stark wachsende Bäume:

Eschenahorn, Linde, Platane, Rosskastanie, Rotbuche, Stieleiche, Atlas- und Libanonzeder,

Douglasfichte, Eibe, Österreichische

Schwarzkiefer

Stark wachsende Bäume:

Mehlbeere, Weißbirke, Weißerle, Fichte oder Rottanne, Kiefer, Lebensbaum

Stark wachsende Sträucher: Feldahorn, Feuerdorn, Alpenrose (Rhododendron),

Flieder, Goldglöckchen (Forsythie), rotblättrige Haselnuss, stark wachsende Pfeifensträucher

(falscher Jasmin), Wacholder

Wenn die fragliche Pflanze nicht in dieser Auflistung erfasst ist, müssen Sie sie in

eine der vorhandenen Kategorien einordnen. Hier kann man nur raten, sich bei einem

Gärtner zu erkundigen und sich dann mit dem Nachbarn zu verständigen. Wenn

nämlich ein solcher Fall vor Gericht kommt, wird oft ein teurer Sachverständiger

bemüht. Wer den Prozess verliert, muss die Kosten hierfür übernehmen.

Besonderheiten:

Gegenüber landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken im

Außenbereich (geprägt durch unbebaute Grundstücke) und gegenüber Weinbaugelände

muss der doppelte Abstand (jedoch höchstens 6 m) eingehalten werden.

Pflanzen auf öffentlichen Grundstücken (Wege, Plätze, Grünflächen usw.)

oder auf privaten Grundstücken an der Grenze zu öffentlichen müssen keine Abstände

einhalten.

Pflanzen hinter einer Wand oder Mauer müssen keine Abstände einhalten,

wenn sie nicht höher als die Wand sind.

 

Rechtsfolgen bei Verstößen gegen die Abstandsvorschriften:

Grundregel: Steht eine Pflanze zu dicht an der Grenze, muss sie beseitigt werden.

Der Anspruch auf Beseitigung ist ausgeschlossen (Erläuterung dieses Begriffs

siehe Grundregeln für alle Bundesländer), wenn der Nachbar nicht binnen 5 Jahren

nach dem Anpflanzen Klage erhoben hat.

Ein Rückschnitt sollte aus Gründen des Tierschutzes (Nistperiode) und des Pflanzenschutzes

(Vegetationsperiode) nicht zwischen dem 1. März und dem 30. September

verlangt werden.

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
Fragen Sie SKM 06083-941035 oder 0178-8826775

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  GARTENTIPPS SEPTEMBER 2020
Schlagworte in diesem Monat: Rose, Gartenteich, Rasen, Stauden, Steingarten, Dahlien, Blumenzwiebeln, Pfingstrosen, Zierapfel.
Rasen aussäen, Stauden teilen, Rosen düngen oder Zwiebelblumen pflanzen: Im September hat man im Ziergarten alle Hände voll zu tun.

NEUEN RASEN ANLEGEN
Anfang September ist der ideale Zeitpunkt, um neuen Rasen auszusäen. Die sommerliche Trockenheit ist in der Regel vorbei und der Boden noch warm genug, damit die Gräsersamen schnell keimen können.

TEICH ABDECKEN
Je nach Witterung verlieren die ersten Laubbäume bereits ab Ende September ihre Blätter. Decken Sie Ihren Teich frühzeitig mit einem Laubschutznetz ab, damit das Laub nicht in den Teich fällt und ihn mit Faulschlamm anreichert.

BLUMENZWIEBELN PFLANZEN
Wenn Sie rechtzeitig neue Blumenzwiebeln bestellt haben, trifft die Lieferung oft schon ab Mitte September bei Ihnen ein. Bringen Sie die frischen Zwiebeln am besten gleich in die Erde – sie sollten etwa doppelt so tief gepflanzt werden, wie sie hoch sind. Bei Tulpen, Lilien und anderen nässeempfindlichen Arten sollten Sie vor dem Setzen der Zwiebel etwas groben Bausand ins Pflanzloch streuen.

DAHLIEN FÜR DIE VASE SCHNEIDEN
Schneiden Sie nur voll erblühte Dahlien – am besten frühmorgens. Lassen Sie nur so viele Blätter an den Stängeln, wie aus ästhetischen Gründen unbedingt nötig ist, denn zu viele Blätter verringern die Haltbarkeit in der Vase.

VERBLÜHTE STAUDEN TEILEN
Wenn Sommerstauden wie Rittersporn oder Bart-Iris verblüht sind, ist der beste Zeitpunkt gekommen, um zu große oder blühfaule Exemplare zu teilen. Dazu schneidet man alle oberirdischen Pflanzenteile kurz über der Erde ab. Anschließend gräbt man die Wurzeln aus und kürzt sie ebenfalls etwas ein. Flache Wurzelstöcke lassen sich gut mit einer Gartenschere teilen, bei dichtfilzigen Wurzelballen leistet der Spaten gute Dienste. Nach dem Einpflanzen angießen!

ROSEN MIT KALIUM DÜNGEN
Düngen Sie Ihre Rosenbeete am besten Anfang bis Mitte September noch einmal mit einem chloridarmen Kaliumdünger wie beispielsweise Patentkali. Das Kalium fördert das Verholzen der Triebe und wird in den Zellsaft der Pflanzenzellen eingelagert. Dort setzt es ähnlich wie ein Auftausalz den Gefrierpunkt herab und macht die Rosen widerstandsfähiger gegen Frostschäden.

ZIERÄPFEL SIND ESSBAR
Rein optisch unterscheiden sich Zieräpfel deutlich von herkömmlichen Äpfeln. Giftig sind sie aber nicht, wie häufig irrtümlich behauptet wird. Im Gegenteil: Zieräpfel enthalten zwar viel Fruchtsäure und schmecken dementsprechend herb, wenn man sie frisch vom Baum isst. Most oder Gelee aus Zieräpfeln ist aber ein hocharomatischer Gaumenschmaus. Es spricht also nichts dagegen, die Apfelernte auch auf die kleinen Verwandten im Ziergarten auszudehnen.

STRAUCH-PFINGSTROSEN PFLANZEN
Strauch-Pfingstrosen sollte man bereits Ende September pflanzen. Sie wurzeln bis zum ersten Frost noch gut ein und treiben im nächsten Jahr ohne Anwachsverzögerungen aus. Im Frühjahr ist es zudem schwierig, besondere Sorten zu bekommen. Grund: Die Pflingstrosen-Versender verschicken die Pflanzen oft nur im Herbst, weil die jungen Triebe im Frühling sehr leicht abbrechen.

IMMERGRÜNE GEHÖLZE UMPFLANZEN
Immergrüne Nadel- und Laubgehölze sollten Sie spätestens im September umpflanzen. Sie verdunsten jetzt kaum noch Wasser und bilden im noch warmen Boden bis zum Winter neue Wurzeln. Beachten Sie aber, dass die Pflanzen im ersten Winter trotzdem anfälliger für Frostschäden sind und verschieben Sie das Umpflanzen empfindlicher Arten wie Kamelien daher besser auf das Frühjahr.

STEINGARTEN AUSBESSERN
Oft sind Steingärten in geneigtem Gelände angelegt. Durch Regengüsse oder Unkrautjäten kann es passieren, dass die Pflanzenwurzeln mit der Zeit freigelegt werden. Entfernen Sie jetzt im Spätsommer noch einmal gründlich alle Unkräuter und decken Sie freiliegende Wurzeln mit Komposterde ab. Auch Mauerfugen, in denen Pflanzen wachsen, sollten Sie bei Bedarf mit Erde auffüllen.

WASSERVORRAT FÜR IMMERGRÜNE GEHÖLZE
Immergrüne Laub- und Nadelgehölze verdunsten auch im Winter viel Wasser. Versorgen Sie sie im September noch mal kräftig mit Wasser, damit der Boden genügend Feuchtigkeit speichern kann.

BLUMENSAMEN SAMMELN
Wenn Sie Sommerblumen und Stauden selbst aussäen wollen, sollten Sie rechtzeitig die Samen sammeln. Warten Sie nicht, bis die Samenstände an den Pflanzen vollständig ausgetrocknet sind und ihre Saat freigeben. Stattdessen können Sie die geernteten Samenstände in Leinensäckchen an einem luftigen Ort zum Trocknen aufhängen. Übrigens: Nicht alle Pflanzen eignen sich für die eigene Aussaat, denn bei vielen handelt es sich um spezielle Gartenformen, die sich über Samen nicht sortenecht vermehren lassen.

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