SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  WINTERTIPPS 24.06.2019 17:32 (UTC)
   
 

OLEANDER RICHTIG ÜBERWINTERN

Im November werden die Tage merklich kühler und die ersten Fröste sind nicht mehr fern. Bald müssen alle Kübelpflanzen in ihr Winterquartier umziehen, so auch der Oleander. Lesen Sie hier, worauf Sie dabei achten sollten.

Der Oleander (Nerium oleander) kann durch seine ursprüngliche Herkunft im asiatischen und Mittelmeerraum leichte Fröste von bis zu -5 °C im Freien gut vertragen. Es gibt sogar einige Sorten wie z. B. 'Villa Romaine', die bis zu -17 °C aushalten sollen. Wer sein Schmuckstück jedoch liebt und auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte den Oleander vorsichtshalber winterfest einpacken oder verstauen.
Damit Ihr Oleander auch im nächsten Jahr wieder so schön blüht, ist der richtige Winterschutz unabdingbar


Winterschutz
Für eine Überwinterung beispielsweise auf dem geschützten Balkon oder der Terrasse, sollten Sie auf eine gute Bodenisolation des Pflanzgefäßes achten. Dazu stellen Sie den Kübel auf eine Styroporplatte und binden die Äste des Oleanders mit Sisalschnur zusammen. Das spart Platz. Wickeln Sie den Kübel am besten in Luftpolsterfolie oder Winterschutzvlies ein und schützen Sie die Pflanze mit Sackleinen oder Jutevlies. Denken Sie daran, eine Öffnung zu lassen, damit der Oleander bei milderen Temperaturen problemlos gegossen werden kann. Besonders im Winter besteht unter der Schutzhülle die Gefahr, dass die Feuchtigkeit aus der Erde schnell verdunstet und die Wurzeln eintrocknen. Prüfen Sie daher ein Mal wöchentlich, indem Sie den Finger in die Erde stecken, ob die Pflanze trocken oder die Erde bereits durchgefroren ist. Ebenfalls wichtig: Der Oleander wird im Winterquartier nicht gedüngt!

Das ideale Winterquartier:Vor dem Umzug ins Winterquartier wird der Oleander ausgeputzt, auf Schädlinge kontrolliert und bei Platzmangel zurückgeschnitten. Beim Schnitt werden lediglich kahle, den Wuchs beeinträchtigende oder zu lange Triebe bodennah entfernt. Haben Sie keine Platzprobleme, dann warten Sie mit dem Schnitt bis zum Frühjahr.
Die Temperatur im Winterquartier sollte im Idealfall zwischen 2 und 10 °C liegen. Stellen Sie den Oleander möglichst hell und lüften Sie ein Mal wöchentlich das Winterquartier – also die Garage oder den Kellerraum – durch. Die besten Überwinterungsbedingungen für den Oleander bietet ein kalter Wintergarten mit seinen Temperatur- und Lichtverhältnissen.

Alternative Winterquartiere Gärtnereien: Viele Gärtnereien bieten in ihrem Serviceangebot eine Überwinterungsmöglichkeit für Kübelpflanzen an, die meist auch für den schmaleren Geldbeutel erschwinglich ist. Außerdem werden die Pflanzen dort optimal versorgt.

Draußen überwintern: In milden Regionen und Wintern ist eine Überwinterung des Oleanders im Freien durchaus möglich. Rücken Sie dazu den gut eingepackten Kübel zum Schutz dicht an eine Hauswand, die überdacht ist. Bei mehreren Oleandern oder anderen Kübelpflanzen, die zum Überwintern draußen bleiben, schützt sich die Freiluftgruppe auch gegenseitig. Mancherorts ist eine Überwinterung sogar im Freiland möglich.

Klimazonen in Deutschland
Damit Sie abschätzen können, in welchen Gebieten Deutschlands welche maximalen Minusgrade zu erwarten sind, zeigen wir hier eine kleine Übersicht der Klimazonen:

  • Zone 6a: bis ca. -23 °C = u. a. Villingen
  • Zone 6b: bis ca. -21 °C = u. a. Coburg, Heidenheim
  • Zone 7a: bis ca. -18 °C = u. a. Rostock, München, Kassel
  • Zone 7b: bis ca. -15 °C = u. a. Bremen, Hannover, Berlin
  • Zone 8b: bis ca. -12 °C = u. a. Hamburg, Köln, Frankfurt.

Haben Sie keine Möglichkeit Ihren Oleander langfristig unterzustellen, versuchen Sie ihn an besonders kalten Tagen zumindest kurzzeitig in den Flur, das Treppenhaus oder die frostfreie Garage zu stellen.

 

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
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  GARTENTIPPS JUNI 2019
Rosen düngen, Hecken schneiden, Stauden teilen: Im Ziergarten ist im Juni einiges zu tun. Hier haben wir für Sie die wichtigsten Arbeiten aufgelistet.

ROSEN: VERWELKTE BLÄTTER ZURÜCKSCHNEIDEN
Wenn bei öfterblühenden Beet-, Strauch- und Kletterrosen die ersten Blüten verwelkt sind, sollten Sie diese umgehend abschneiden. Blütenbüschel schneiden Sie direkt oberhalb des obersten Blatts ab, bei einzeln stehenden Blüten entfernen Sie die beiden obersten Blätter mit. Mit dem Rückschnitt stimulieren Sie die Pflanze, neue Blütenknospen zu bilden.

ROSEN DÜNGEN UND WÄSSERN
Öfterblühende Rosen brauchen im Juni noch einmal Nährstoffe, damit sie nach dem Entfernen der alten Blüten gut wieder durchtreiben. Versorgen Sie die Pflanzen am besten mit einem organischen oder mineralischen Mehrnährstoffdünger.

HECKEN SCHNEIDEN
In der Zeit um den 24. Juni herum, den Johannistag, sollten Sie Ihre Hecken in Form bringen. Die meisten Gehölze haben jetzt nämlich ihren ersten Jahrestrieb abgeschlossen und schlagen nach dem Rückschnitt mit dem zweiten, dem sogenannten Johannistrieb, noch einmal aus. Schneiden Sie immergrüne großblättrige Pflanzen am besten mit einer Hand-Heckenschere. Elektrische Geräte verursachen bei Kirschlorbeer und Ilex hässliche Blattschäden.

ZIERSTRÄUCHER DURCH STECKLINGE VERMEHREN
Beim Schnitt von Formgehölzen wie Buchsbaum und Liguster fallen viele Zweige an, die man zur Vermehrung verwenden kann. Nehmen Sie leicht verholzte einjährige Triebe und zerteilen Sie diese in fünf bis zehn Zentimeter lange Abschnitte. Entfernen Sie anschließend im unteren Drittel die Blätter und stecken Sie die Stecklinge in eine Pflanzschale mit Anzuchterde. Gießen Sie die Stecklinge gut an und decken Sie die Schale anschließend mit Folie ab. Die Bewurzelungsdauer hängt von der Pflanzenart ab: Liguster braucht in der Regel kaum drei Wochen, beim Buchsbaum kann dieser Prozess dagegen bis zu einem halben Jahr dauern. Auch Blütensträucher wie Duftjasmin, Kolkwitzie und Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla) können Sie jetzt durch Stecklinge vermehren.

WELKE RHODODENDRONBLÜTEN AUSBRECHEN
Die meisten Rhododendren haben im Juni das Ende ihrer Blütezeit erreicht und die bunte Farbenpracht beginnt zu welken. Brechen Sie nun die alten Blütenstände mit den Fingern aus, denn damit verhindern Sie die Samenbildung. Die immergrünen Sträucher können so mehr Energie in die Bildung neuer Blütenknospen fürs nächste Jahr stecken.

BUNTER MARGERITEN TEILEN
Die 70 Zentimeter hohe Bunte Margerite (Chrysanthemum coccineum) ist von Natur aus recht kurzlebig. Damit Sie trotzdem möglichst lange was von der attraktiven Blütenstaude haben, sollten Sie die Pflanze mindestens alle zwei Jahre nach der Blüte im Juni/Juli abschneiden, in faustgroße Stücke teilen und an anderer Stelle wieder ins Beet setzen. Damit wirken Sie dem natürlichen Alterungsprozess entgegen.

RÜCKSCHNITT FÜR POLSTERSTAUDEN
Der Frühlingsflor im Steingarten ist im Juni endgültig vorbei. Schneiden Sie früh blühende Polsterstauden wie Blaukissen, Polster-Phlox und Polster-Glockenblume jetzt am besten mit einer Heckenschere zurück. So bleiben die Pflanzen vital, kompakt und blühfreudig.

RITTERSPORN: BLÜTEN ABSTÜTZEN
Hohe Stauden mit schweren Blütenständen wie beispielsweise der Rittersporn knicken bei Wind und starken Gewitterschauern leicht ab. Deshalb sollten Sie die Blütenstängel jetzt abstützen. Im Gartencenter sind spezielle Staudenstützen aus kunststoffummanteltem Draht erhältlich – aus geschälten Weidenruten kann man sich die Stützen aber auch selbst basteln.

BART-IRIS VERJÜNGEN
Alle Bart-Iris-Sorten breiten sich durch waagerechte Wurzelstöcke aus, die dicht unter der Bodenoberfläche liegen. Wenn im Zentrum der Pflanzen die Blütenfülle langsam nachlässt, müssen Sie die Stauden verjüngen. Graben Sie die Wurzelstöcke nach der Blüte aus und zerteilen Sie die äußeren, jüngsten Rhizomteile mit einem scharfen Messer in etwa zehn Zentimeter lange Stücke mit mindestens einem Blattschopf. Kürzen Sie die Blätter anschließend etwa um die Hälfte ein und pflanzen Sie die Teilstücke anschließend so flach wieder ein, dass ihre Oberseite nur rund ein bis zwei Zentimeter hoch mit Erde bedeckt ist.

KLETTERPFLANZEN: TRIEBE LEITEN
Die meisten Kletterpflanzen wachsen im Mai und Juni besonders stark. Damit die Triebe sich nicht zu einem undurchdringlichen Dickicht verflechten, sollten Sie rechtzeitig eingreifen und sie gleichmäßig durch die Kletterhilfe leiten.

NEUE RASENFLÄCHEN ERSTMALS MÄHEN
Wenn Sie im Mai einen neuen Rasen ausgesät haben, sollten Sie Ihn jetzt zum ersten Mal mähen. Bis zur ersten Mahd sollten die Gräser eine Höhe von acht bis zehn Zentimeter erreicht haben, geschnitten wird zunächst nicht kürzer als fünf Zentimeter. Bei den nächsten Mähterminen stellen Sie den Rasenmäher immer eine Stufe tiefer ein bis Sie die gewünschte endgültige Mähhöhe erreicht haben. Diese sollte 3,5 Zentimeter nicht unterschreiten.

RASEN: LÖWENZAHN AUSSTECHEN
Löwenzahn sät sich auf Rasenflächen leicht selbst aus. Damit die Pflanzen auf dem grünen Teppich nicht überhandnehmen, muss man sie mehrmals im Jahr mitsamt ihrer langen, fleischigen Pfahlwurzel ausstechen. Tipp: Mit dem pfiffig konstruierten Unkrautstecher der Firma Fiskars kann man den Löwenzahn entfernen, ohne sich bücken zu müssen.

GARTENTEICH: WASSER NACHFÜLLEN
An heißen Sommertagen sinkt der Wasserspiegel im Gartenteich durch die Verdunstung kontinuierlich. Füllen Sie Ihren Teich bei anhaltender Trockenheit am besten mit gespeichertem Regenwasser nach. Lassen Sie das Wasser möglichst vorsichtig in den Teich einlaufen, damit nicht unnötig viel Schlamm aufgewirbelt wird.

ALGEN IM GARTENTEICH BEKÄMPFEN
Sorgen Sie bei warmem Sommerwetter dafür, dass die Algen im Gartenteich nicht überhand nehmen. Fischen Sie die Fadenalgen am besten mit einem schmalen Rechen ab, indem Sie diesen vorsichtig durchs Wasser ziehen. Gleichzeitig sollten Sie mit mineralischen Bindemitteln wie beispielsweise Zeolith versuchen, den Nährstoffgehalt des Teichwassers zu senken. Hängen Sie die Gesteinsbröckchen in einem Kunststoffnetz ins Wasser. Wenn nach einigen Wochen die Aufnahmekapazität erschöpft ist, können Sie das nun nährstoffreiche Granulat in den Gartenboden einarbeiten oder unter die Kübelpflanzenerde mischen.

AKELEIEN ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie die halbreifen Samenstände der Akeleien ab, bevor sie sich öffnen. Durch Selbstaussaat können die attraktiven Stauden sonst schnell größere Gartenbereiche vereinnahmen. Außerdem verdrängen die vitalen Sämlingspflanzen mit der Zeit die gekauften Edelsorten.

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