SKM-Garten- und Landschaftsbau Günter Müller  
 
  WINTERTIPPS 23.10.2019 15:34 (UTC)
   
 

OLEANDER RICHTIG ÜBERWINTERN

Im November werden die Tage merklich kühler und die ersten Fröste sind nicht mehr fern. Bald müssen alle Kübelpflanzen in ihr Winterquartier umziehen, so auch der Oleander. Lesen Sie hier, worauf Sie dabei achten sollten.

Der Oleander (Nerium oleander) kann durch seine ursprüngliche Herkunft im asiatischen und Mittelmeerraum leichte Fröste von bis zu -5 °C im Freien gut vertragen. Es gibt sogar einige Sorten wie z. B. 'Villa Romaine', die bis zu -17 °C aushalten sollen. Wer sein Schmuckstück jedoch liebt und auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte den Oleander vorsichtshalber winterfest einpacken oder verstauen.
Damit Ihr Oleander auch im nächsten Jahr wieder so schön blüht, ist der richtige Winterschutz unabdingbar


Winterschutz
Für eine Überwinterung beispielsweise auf dem geschützten Balkon oder der Terrasse, sollten Sie auf eine gute Bodenisolation des Pflanzgefäßes achten. Dazu stellen Sie den Kübel auf eine Styroporplatte und binden die Äste des Oleanders mit Sisalschnur zusammen. Das spart Platz. Wickeln Sie den Kübel am besten in Luftpolsterfolie oder Winterschutzvlies ein und schützen Sie die Pflanze mit Sackleinen oder Jutevlies. Denken Sie daran, eine Öffnung zu lassen, damit der Oleander bei milderen Temperaturen problemlos gegossen werden kann. Besonders im Winter besteht unter der Schutzhülle die Gefahr, dass die Feuchtigkeit aus der Erde schnell verdunstet und die Wurzeln eintrocknen. Prüfen Sie daher ein Mal wöchentlich, indem Sie den Finger in die Erde stecken, ob die Pflanze trocken oder die Erde bereits durchgefroren ist. Ebenfalls wichtig: Der Oleander wird im Winterquartier nicht gedüngt!

Das ideale Winterquartier:Vor dem Umzug ins Winterquartier wird der Oleander ausgeputzt, auf Schädlinge kontrolliert und bei Platzmangel zurückgeschnitten. Beim Schnitt werden lediglich kahle, den Wuchs beeinträchtigende oder zu lange Triebe bodennah entfernt. Haben Sie keine Platzprobleme, dann warten Sie mit dem Schnitt bis zum Frühjahr.
Die Temperatur im Winterquartier sollte im Idealfall zwischen 2 und 10 °C liegen. Stellen Sie den Oleander möglichst hell und lüften Sie ein Mal wöchentlich das Winterquartier – also die Garage oder den Kellerraum – durch. Die besten Überwinterungsbedingungen für den Oleander bietet ein kalter Wintergarten mit seinen Temperatur- und Lichtverhältnissen.

Alternative Winterquartiere Gärtnereien: Viele Gärtnereien bieten in ihrem Serviceangebot eine Überwinterungsmöglichkeit für Kübelpflanzen an, die meist auch für den schmaleren Geldbeutel erschwinglich ist. Außerdem werden die Pflanzen dort optimal versorgt.

Draußen überwintern: In milden Regionen und Wintern ist eine Überwinterung des Oleanders im Freien durchaus möglich. Rücken Sie dazu den gut eingepackten Kübel zum Schutz dicht an eine Hauswand, die überdacht ist. Bei mehreren Oleandern oder anderen Kübelpflanzen, die zum Überwintern draußen bleiben, schützt sich die Freiluftgruppe auch gegenseitig. Mancherorts ist eine Überwinterung sogar im Freiland möglich.

Klimazonen in Deutschland
Damit Sie abschätzen können, in welchen Gebieten Deutschlands welche maximalen Minusgrade zu erwarten sind, zeigen wir hier eine kleine Übersicht der Klimazonen:

  • Zone 6a: bis ca. -23 °C = u. a. Villingen
  • Zone 6b: bis ca. -21 °C = u. a. Coburg, Heidenheim
  • Zone 7a: bis ca. -18 °C = u. a. Rostock, München, Kassel
  • Zone 7b: bis ca. -15 °C = u. a. Bremen, Hannover, Berlin
  • Zone 8b: bis ca. -12 °C = u. a. Hamburg, Köln, Frankfurt.

Haben Sie keine Möglichkeit Ihren Oleander langfristig unterzustellen, versuchen Sie ihn an besonders kalten Tagen zumindest kurzzeitig in den Flur, das Treppenhaus oder die frostfreie Garage zu stellen.

 

 
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DER WEG ZU IHREM TRAUMGARTEN
Glücklich, wer auf einem unberührten Stück Land einen Garten anlegen kann. Aber meistens sieht es anders aus.
Wer ein Haus gebaut hat, wünscht sich einen schönen Garten rundherum. Das Grundstück, auf dem er entstehen soll, zeigt meist ein trostloses Bild: Aufgewühlte grau-braune Schollen mit traurigen Resten von Grün. Der dringendste Wunsch heißt dann: Der Garten soll schnell dicht sein! Doch das kann teuer werden. Nach fünf Jahren muss die Hälfte wieder heraus, weil Bäume und Sträucher keinen Platz mehr haben und sich unterirdisch umbringen. Auf dem Weg zu Ihrem Wunschgarten brauchen Sie eine wichtige Gärtner-Tugend: Geduld. Bei guter Planung sparen Sie Kosten und können sich daran erfreuen, wie Ihr Garten allmählich wächst und gedeiht.

Bevor Sie die Pflanzen für den langersehnten Garten kaufen, sollten Sie dem Boden Ihre Aufmerksamkeit widmen.
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  GARTENTIPPS OKTOBER 2019
Schlagworte für Oktober: Rose, Rasen, Stauden, Kompost, Zwiebelblumen, Herbstlaub, Dahlien, Blumenzwiebeln.
Die Gartensaison geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. So bereiten Sie Ihre Pflanzen im Ziergarten auf die kalte Jahreszeit vor.

STAUDEN ZURÜCKSCHNEIDEN
Schneiden Sie jetzt im Herbst nicht alle verblühten Stauden zurück. Etliche Staudenarten wie Purpursonnenhut und Fetthenne tragen Samenstände, die auch im Winter attraktiv sind. Zudem werden zum Beispiel Astern durch den frühen Rückschnitt empfindlicher gegen Frost. Auch vielen Insekten tun Sie einen Gefallen, wenn Sie mit dem Rückschnitt bis zum nächsten Frühjahr warten, denn sie nutzen die hohlen Stängel als Winterquartier. Kurzlebigen Stauden wie Stockrosen und Kokardenblumen (Gaillardia) tut ein früher Rückschnitt allerdings gut – sie leben dann länger.

MONTBRETIEN VOR FROST SCHÜTZEN
Die Knollen von Montbretien (Crocosmia) können im Winter im Boden bleiben, wenn man sie mit einer dicken Schicht aus Laub und Tannenzweigen abdeckt. Man kann sie allerdings auch wie Gladiolen in einer Kiste mit sandiger Erde im kühlen Keller überwintern.

WINTERGRÜNE STAUDEN VON LAUB BEFREIEN
Achten Sie darauf, dass wintergrüne Stauden wie Gänsekresse (Arabis) und Hornkraut (Cerastium) im Winter nicht vollständig unter einer Laubschicht verschwinden. Sie faulen unter der feuchten Decke leicht.

SOMMERBLUMEN KOMPOSTIEREN
Viele Sommerblumen sind ab Ende Oktober nicht mehr besonders ansehnlich. Räumen Sie jetzt die Beete ab und entsorgen Sie die Pflanzen auf dem Kompost. Den Boden Ihrer Sommerblumenbeete können Sie auch im Oktober noch mit einer schnell wachsenden Gründüngung wie Raps oder Winter-Roggen aufbessern.

DAHLIEN NICHT ZU FRÜH RODEN
Lassen Sie Ihre Dahlien stehen, bis das Laub völlig abgestorben ist – je länger die Freiluftsaison dauert, desto mehr Reservestoffe können die Pflanzen für den nächsten Austrieb in ihren Knollen einlagern. Leichte Fröste können den Knollen in der Erde nicht viel anhaben.

ZWIEBELBLUMEN PFLANZEN
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Tulpen, Narzissen und andere Frühlingsblüher zu pflanzen. Wenn Sie die Zwiebelblumen ins Beet oder in den Rasen setzen, sollten Sie die Pflanzstellen mit einem Stab markieren. So können Sie im nächsten Frühjahr leicht überprüfen, ob alle Zwiebeln und Knollen ausgetrieben sind.

HERBSTLAUB VOM RASEN ENTFERNEN
Waldstauden und Bodendecker wie Schaumblüte (Tiarella), Waldsteinie oder Efeu fühlen sich im Herbst unter einer Laubdecke wohl. Der Rasen hingegen braucht auch im Winter genügend Licht, damit sich keine kahlen Stellen bilden. Harken Sie den grünen Teppich daher bei Bedarf wöchentlich mit einem Laubrechen ab. Größere Laubmengen lassen sich in einfachen runden Körben aus Hasendraht platzsparend lagern.

RASEN: KAHLE STELLEN ERNEUEREN
Der Oktober ist für Hobbygärtner die letzte Gelegenheit, um kahle Stellen im Rasen auszubessern. Rauen Sie den Boden mit einem Handvertikutierer oder einem Eisenrechen auf und säen Sie die Kahlstellen möglichst mit der gleichen Saatgut-Mischung nach, aus der auch der übrige Rasen besteht. Die Nachsaat wird dünn mit Humuserde abgedeckt und gründlich gewässert. Großflächige Reparaturen sollten Sie auf das nächste Frühjahr verschieben.

ROSEN: LEICHTER RÜCKSCHNITT
Beet- und Strauchrosen brauchen bereits im Herbst einen leichten Rückschnitt. Kürzen Sie mit der Rosenschere alle besonders langen, sparrigen Triebe, so dass ein gleichmäßiger Strauch mit einer kompakten Krone entsteht. Der richtige Rückschnitt findet allerdings erst im nächsten Frühjahr statt, sobald die Forsythien ihre Blüten öffnen.

SOMMERGRÜNE GEHÖLZE UMPFLANZEN
Wenn Sie einen größeren sommergrünen Strauch oder Baum umpflanzen wollen, sollten Sie das noch im Herbst tun. Grund: Die Pflanze hat dann ausreichend Zeit, um bis zum nächsten Austrieb neue Wurzeln zu bilden. Warten Sie, bis die meisten Blätter abgefallen sind, und graben Sie das Gehölz dann mit einem großzügig bemessenen Wurzelballen aus. Der Boden am neuen Standort wird mit Komposterde ausgebessert und das Gehölz möglichst ohne Lagerzeit gleich wieder eingesetzt. Ausnahme: Immergrüne Gehölze pflanzt man im Spätsommer oder – besser – im zeitigen Frühjahr um. Sie sollten bis zum Winter gut eingewurzelt sein, da sie bei Frost sonst Blattschäden erleiden können.

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